Kapitel 11
Die Absicht der Natur
Verborgen in den Tiefen, im Kern der Materie, ist die Göttliche Gegenwart und… die ganze irdische Evolution erarbeitet die Rückkehr der Schöpfung zu ihrem Ursprung, zu dieser Göttlichen Gegenwart, die sich im Zentrum aller Dinge befindet – das ist die Absicht der Natur.
Das Universum ist eine Objektivierung des Höchsten Wesens, wie wenn Er sich außerhalb seiner selbst objektiviert hätte, um sich selbst zu sehen, sich selbst zu leben, sich selbst zu erkennen, und auf dass es eine Existenz und ein Bewusstsein gebe, die in der Lage sind, ihn als ihren Ursprung zu erkennen und sich bewusst mit ihm zu vereinigen, um ihn im Werden zu manifestieren. Es gibt keinen anderen Grund für das Universum. Die Erde ist eine Art symbolische Kristallisierung des universalen Lebens, eine Reduktion, eine Konzentration, auf dass das Werk der Evolution leichter zu vollbringen und ihm leichter zu folgen sei. Und wenn wir die Geschichte der Erde betrachten, können wir verstehen, warum das Universum geschaffen worden ist. Es ist das Höchste Wesen, das sich seiner selbst bewusst wird in einem ewigen Werden; und das Ziel ist die Vereinigung des Geschaffenen mit dem Schöpfer in der Manifestation, eine Vereinigung, die bewusst, willig und frei ist.
Das ist das Geheimnis der Natur. Natur ist die Vollzugskraft, sie ist es, die das Werk vollbringt.
Und sie nimmt diese Schöpfung auf, die völlig unbewusst zu sein scheint, die aber das Höchste Bewusstsein und die einzige Wirklichkeit enthält, und sie tut ihr Werk, damit sich all dies entwickeln kann, selbstbewusst werden und sich selbst vollständig erkennen kann. Aber sie zeigt es nicht gleich von Anfang an. Es entwickelt sich stufenweise, und aus diesem Grund ist es zu Beginn ein Geheimnis, das dann enthüllt werden wird, wenn es sich dem Ende nähert. Und der Mensch hat nun einen Punkt in der Evolution erreicht, der hoch genug ist, so dass jenes Geheimnis enthüllt werden kann und jenes, was vorher in scheinbarer Nichtbewusstheit getan wurde, nun bewusst, willig und daher sehr viel schneller und mit der Freude der Verwirklichung getan werden kann.
Beim Menschen kann man bereits die spirituelle Wirklichkeit in Entwicklung sehen und erkennen, dass sie sich vollständig und frei ausdrücken wird. Vorher, im Tier und in der Pflanze, war es… notwendig, eine sehr klare Schau zu haben, um sie zu sehen, aber der Mensch ist sich dieser spirituellen Wirklichkeit selbst bewusst, zumindest im höheren Teil seines menschlichen Daseins. Der Mensch beginnt zu wissen, was der höchste Ursprung von ihm will, und arbeitet daran mit, es zu verwirklichen.
Die Natur möchte, dass die Schöpfung sich dessen bewusst wird, der Schöpfer selbst zu sein in einer Objektivierung, das heißt, es besteht kein Unterschied zwischen dem Schöpfer und der Schöpfung, und das Ziel ist eine bewusste und verwirklichte Vereinigung. Das ist das Geheimnis der Natur.
Die Natur ist nicht unbewusst, wobei sie aber nach außen hin ein Bild von Unbewusstheit vermittelt. Es ist nicht das Bewusstsein, das sich entwickelt, es ist die Manifestation des Bewusstseins, die sich entwickelt, sein Ausdruck: es drückt sich immer mehr aus.
Was ist die Natur? Das heißt, was ist ihre Beziehung zur Höchsten Mutter?
Ich denke, die Natur ist der materiellste Teil der schöpferischen Kraft, die sich mit der Erschaffung besonders der Erde befasst, der materiellen Welt, wie wir sie auf Erden kennen.
Kapitel 12
Das Ziel
Einzig Du – Das ist es.
Und es ist ganz offenkundig, dass die Schöpfung dies zum Ziel hat, diese wunderbare Freude… sich als Du zu empfinden.
Das letztendliche Ziel der Schöpfung ist es, alle Wesen zum Bewusstsein des Göttlichen zu erwecken.
Man könnte sagen: das Ziel der Schöpfung ist, dass das Geschöpf so bewusst wird wie der Schöpfer selbst. Das sind Worte, aber es ist in diesem Sinn. Das Ziel dieser Schöpfung ist dies Bewusstsein des Unendlichen, des Ewigen, das allmächtig ist – unendlich, ewig, allmächtig, das unsere Religionen Gott genannt haben (für uns, in Bezug auf das Leben, ist es das Göttliche), unendlich, ewig, allmächtig … außerhalb der Zeit: jedes individuelle Teilchen besitzt dann dies Bewusstsein, jedes individuelle Teilchen enthält dann dies selbe Bewusstsein.
Die Teilung hat die Welt geschaffen, und in der Teilung offenbart sich der Ewige.
Unsere Sprache ist (oder unser Bewusstsein) unzulänglich.
Verstehst du, es gibt nur den Herrn (ich nenne das „Herr“, um es leicht zu sagen, denn sonst…), es gibt nur den Herrn, es gibt nichts anderes, nichts anderes existiert. Alles ereignet sich in Ihm, bewusst. Und wir sind wie… Sandkörner in dieser Unendlichkeit, nur sind wir der Herr, wir haben die Fähigkeit, uns des Bewusstseins des Herrn bewusst zu werden. Genau das ist es.
Die ganze Schöpfung muss einzig das Göttliche wollen, einzig das Göttliche offenbaren; und alles, was sie tut, selbst all ihre sogenannten Fehler, sind nur Mittel, um es für die gesamte Schöpfung unvermeidlich zu machen, das Göttliche zu manifestieren – aber nicht „Göttliches“ nach menschlicher Vorstellung, mit „dies ja und jenes nicht“ und allen möglichen Einschränkungen: eine Gesamtheit ungeheurer Macht und und ungeheuren Lichts. Es ist wirklich die Macht in der Welt, eine neue und enorme Macht, die in die Welt gekommen ist und die sich offenbaren und die Göttliche Allmacht (wenn man so sagen kann) „manifestierbar“ machen muss.
Der Mensch trägt vollkommene Macht, vollkommene Weisheit und vollkommenes Wissen in sich, und wenn er sie besitzen will, muss er sie in der Tiefe seines Wesens, durch Innenschau und Konzentration entdecken.
Diese göttlichen Eigenschaften sind im Zentrum, im Herzen aller Wesen identisch; dies beinhaltet die wesentliche Einheit aller und alle sich daraus ergebenden Folgen von Solidarität und Brüderlichkeit…
Wahre fortschreitende Evolution, eine Evolution, die den Menschen zu seinem rechtmäßigen Glück führen kann, liegt nicht in irgendwelchen äußeren Mitteln, materiellen Verbesserungen oder sozialen Veränderungen. Nur ein tiefer und innerer Prozess der individuellen Selbstvervollkommnung kann wirklichen Fortschritt bewirken und den gegenwärtigen Zustand der Dinge vollständig umwandeln und Leid und Elend in eine ruhige und dauerhafte Zufriedenheit verwandeln.
Kapitel 13
Einige kindliche Vorstellungen
Wenn das Göttliche, das ganz Liebe ist, am Ursprung der Schöpfung ist, woher kommen dann all die Übel, von denen es auf der Erde wimmelt?
Alles kommt vom Göttlichen; doch hat das Eine Bewusstsein, der Höchste die Welt nicht unmittelbar aus sich hervorgehen lassen: eine Macht aus ihm hat sich über viele absteigende Stufen ausgebreitet, ist über viele Mittler gegangen. Viele Schöpfer, oder besser gesagt Bildner, Gestalter von Formen, haben an der Schöpfung der Welt teilgenommen. Es sind Zwischenmächte, und ich nenne sie lieber „Bildner“ als „Schöpfer“, weil sie dem Stoff nur seine Form, seinen Charakter, seine Natur geben. Sie sind zahlreich gewesen; manche haben harmonische und heilbringende Dinge gebildet, andere hingegen schlechte und schädliche. Manche sind eher Entsteller und Verunstalter gewesen als Bildner, denn durch ihre Einmischung haben sie verdorben, was andere gut begonnen hatten.
Du sagst: „Viele Schöpfer, oder besser gesagt Bildner, Gestalter von Formen, haben an der Schöpfung der Welt teilgenommen“. Wer sind diese Bildner?
Es kommt darauf an. Viele Namen wurden ihnen gegeben. Alles geschah stufenweise und durch Individualitäten aller Art hindurch: Jeder Seinszustand wird von Wesenheiten, von Individualitäten und Persönlichkeiten bewohnt, und jeder schuf eine Welt um sich her oder beteiligte sich an der Gestaltung bestimmter Wesen auf der Erde. Die letzten Schöpfer sind die Schöpfer der vitalen Welt, aber auch Wesen des Obermentals waren Schöpfer und Formgeber und hatten Emanationen, und von diesen Emanationen gingen wiederum Emanationen aus, und so fort. Ich meinte damit, dass der Göttliche Wille nicht direkt auf die Materie einwirkte, um der Welt die nötige Form zu geben, sondern sozusagen durch Schichten, Weltebenen hindurch, wie etwa die mentale Ebene – so viele Wesen des Mentals sind Bildner und waren an der Gestaltung bestimmter Wesen beteiligt, die sich auf der Erde inkarnierten. Für die vitale Ebene gilt dasselbe.
In einer Überlieferung heißt es zum Beispiel, dass die ganze Welt der Insekten das Werk von Bildnern der vitalen Welt ist und dass das der Grund sei, warum sie ein geradezu diabolisches Aussehen annehmen, wenn man sie unter dem Mikroskop vergrößert. Hast du das kürzlich gesehen, als dir die Mikroben im Wasser gezeigt wurden? Selbstverständlich waren die Bilder zur Unterhaltung gedacht, um Eindruck zu machen, aber sie beruhen auf wirklichen Formen, die derart vergrößert waren, dass Ungeheuer daraus wurden. Die Welt der Insekten ist fast durchweg eine Welt winzig kleiner Ungeheuer, die in vergrößertem Maßstab einfach grauenvoll wären. Es wird nun behauptet, dass Wesenheiten der vitalen Welt, Wesen des Vitals sich ein Vergnügen daraus machten, das zu erschaffen, sie hatten ihren Spaß daran, alle diese unmöglichen Tiere zu gestalten, die das menschliche Dasein durchweg unerfreulich machen.
Sind diese Zwischenmächte auch aus der Göttlichen Macht hervorgegangen?
Ja, durch Mittler, nicht direkt. Diese Wesen stehen nicht in direkter Verbindung mit dem Göttlichen (im Allgemeinen, es gibt Ausnahmen), es sind Wesen, die mit anderen Wesen in Verbindung stehen, die wiederum mit anderen Wesen in Verbindung stehen, die ihrerseits wieder mit anderen Wesen in Verbindung stehen, und so fort, hierarchisch, bis zum Höchsten.
Wenn sie aus dem Göttlichen hervorgegangen sind, warum sind sie dann böse?
Böse? Ich glaube, ich habe es dir schon einmal erklärt: Es genügt, nicht unter dem direkten Einfluss des Göttlichen zu stehen und nicht der Bewegung der Schöpfung oder der Ausdehnung zu folgen, so wie es das Göttliche will; es genügt, jene Verbindung zu unterbrechen, damit die größte Unordnung, die Unordnung der Teilung, der Aufspaltung entsteht. Nun, sogar die leuchtendsten, die mächtigsten Wesen können beschließen, ihrer eigenen Bewegung zu folgen anstatt der göttlichen Bewegung zu gehorchen. Und obwohl sie selbst ganz wunderbar sind und die Menschen sie für die Gottheit selbst halten würden, wenn sie jene sehen würden, können sie die Quelle schlimmster Übel, größter Unordnungen und massivster Behinderungen sein, weil sie ihrem eigenen Willen folgen anstatt in Harmonie mit dem Universum zu arbeiten. Die Frage – „Wenn das Göttliche, das ganz Liebe ist, am Ursprung der Schöpfung ist, woher kommen dann all die Übel, von denen es auf der Erde wimmelt?“ – ist schlecht formuliert… Das ist kindlich ausgedrückt. Gemeint ist: „Wenn Gott alles in der Welt ist, warum gibt es das Böse in der Welt?“ Nun,… es gibt nichts, das nicht Gott wäre, nur ist es in Unordnung. Man muss versuchen, da Abhilfe zu schaffen. Gott ist nicht nur Liebe, Er ist alles, und wenn uns das ganz schlecht erscheint, dann deshalb, weil es nicht, wie es sich gehört, geordnet ist. Es gab eben Bewegungen wie die, von denen ich eben gesprochen habe.
Man kann fragen, warum das so gekommen ist. Nun, das Mental kann darauf sicher keine Antwort geben. Es ist so gekommen, weiter nichts. Dass es so kam, ist im Grunde das einzige, was uns angeht. Vielleicht ist es ein Unfall am Anfang … Wenn man die Tatsache philosophisch betrachtet, leuchtet es ein, dass das Universum, in dem wir leben, eine Bewegung unter vielen anderen ist und dass es einem Gesetz gehorcht, das ihm eigen ist (und das in den anderen Universen vielleicht ganz anders ist), und wenn der Wille wollte, dass die Welt auf dem Prinzip der Entscheidung, der Freiheit der Entscheidung beruht, dann kann man ungeordnete Bewegungen so lange nicht verhindern, bis das Wissen kommt und die Entscheidung erleuchtet ist. Wenn man die Freiheit hat zu wählen, kann man auch Schlechtes wählen, nicht unbedingt nur Gutes, denn wenn es schon im voraus entschieden wäre, wäre es keine freie Entscheidung mehr. Wenn man diese Fragen stellt, antwortet nur das Mental, und es verkleinert das Problem, es reduziert es auf eine mehr oder weniger elementare mentale Formel, doch entspricht das nur sehr vage und sehr vordergründig und unvollständig der Wirklichkeit der Dinge.
Um etwas verstehen zu können, muss man es werden. Wenn man das Wie und Warum des Universums verstehen will, muss man sich mit dem Universum identifizieren. Es ist nicht unmöglich, aber es ist auch nicht sehr einfach, besonders für Kinder.
Diese Frage war eine der kindlichsten, die gestellt wurden – völlig kindlich: „Wenn Er gerecht ist, warum gibt es Ungerechtigkeit? Wenn Er gut ist, warum gibt es Bosheit? Wenn Er Liebe ist, warum gibt es Hass?“ – Er ist doch alles! Also ist Er nicht nur dies oder nur das oder ausschließlich nur jenes – Er ist alles. Das heißt, richtiger ausgedrückt müsste man sagen: Alles ist Er. Manche Vorstellungen von der Schöpfung, die auf der Erde sehr weit verbreitet sind und die das menschliche Denken sich während sehr langer Zeit mehr oder weniger zu eigen gemacht hat, sind doch zu sehr vereinfacht! Da ist „etwas“ (eigentlich weiß man nicht recht, was), und außerdem gibt es einen Gott, der dieses Etwas in Form bringt und daraus die Welt erschafft. Wenn man also solche Vorstellungen hat, kann man zu diesem Gott mit vollem Recht sagen: „Also, du hast da eine Welt gemacht! Die ist ja reizend, deine Welt!“ Obwohl er sie, dem Schöpfungsbericht zufolge, nach sieben Tagen Arbeit für sehr gut befunden hat – ist sie doch nur gut für ihn. Vielleicht hat ihm das recht großen Spaß gemacht, aber wir, die wir in der Welt sind, wir finden sie keineswegs sehr gelungen! Und eigentlich deshalb, weil die Vorstellung und die Formulierung völlig kindlich sind. Es ist genau wie in der Geschichte vom Töpfer, der seinen Topf formt – dieser Gott ist ein menschliches Wesen, gewaltig an Größe und Macht, aber seltsam menschenähnlich. Es ist der Mensch, der Gott nach seinem Bilde erschafft, und nicht Gott, der den Menschen nach seinem Bilde erschafft! Deshalb ist es jedes Mal, wenn die Frage unvollständig oder kindlich ist, unmöglich, wirklich zu antworten, weil schon die Frage schlecht gestellt ist. Du sagst, du behauptest etwas. Doch mit welchem Recht? Weil du etwas behauptest, folgerst du: „Da dies ja so ist, wie kommt es, dass jenes so ist?“ Aber: „…dass jenes so ist“, das sagst du! Es bedeutet nicht, dass es wirklich so ist!
Aber es gibt eine einzige, einzigartige Lösung des Problems: nämlich, keinen Unterschied hinsichtlich des Ursprungs zwischen Gott und dem Universum zu machen. Das Universum ist das Göttliche, das in den Raum projiziert wurde, und Gott ist das Universum in seinem Ursprung. Es ist dasselbe, unter dem einen oder unter dem anderen Aspekt. Und man kann sie nicht auseinanderdividieren. Diese Konzeption ist der Vorstellung vom „Schöpfer“ und seinem „Werk“ gerade entgegengesetzt. Nur ist es sehr praktisch und bequem, vom Schöpfer und seinem Werk zu reden, das erleichtert die Erklärung ungemein und macht die Unterweisung sehr einfach. Aber es ist nicht die Wahrheit. Und dann sagt man: „Wie kommt es, dass Gott, der allmächtig ist, zugelassen hat, dass die Welt so ist?“ Das ist doch deine eigene Vorstellung! Denn es zeigt sich, dass du dich in einer bestimmten Gesamtsituation befindest, die dir unerfreulich erscheint, also projizierst du das auf das Göttliche und sagst zu ihm: „Warum hast du so eine Welt gemacht?“ – „Ich habe sie nicht gemacht. Du hast es getan. Und wenn du wieder eins mit Mir bist, verändert sich auch deine Wahrnehmung. Dein Wahrnehmen und dein Empfinden sind das Ergebnis des Nichtgeeintseins mit Mir.“ Das könnte Er antworten. Und Tatsache ist: Wenn man es schafft, sein Bewusstsein mit dem göttlichen Bewusstsein zu vereinen, gibt es kein Problem mehr. Alles erscheint ganz natürlich und einfach, und sehr gut, und genau so, wie es sein soll. Schneidet man sich aber vom Ursprung ab und stellt sich Ihm gegenüber, dann läuft wirklich alles schlecht, nichts kann gut laufen!
Willst du nun aber eine Logik, die die Dinge zu Ende denkt – wie kommt es, dass das Göttliche es duldete, dass Teile von ihm sich von ihm abtrennten und dass diese ganze Unordnung entstand? So könntest du zu mir sagen. Und ich antworte dir dann: „Wenn du wissen willst, ist es besser, sich mit dem Göttlichen zu vereinen, denn nur auf diese Art vermagst du zu wissen, warum Er die Dinge so gemacht hat“ – und nicht dadurch, dass du Ihn mental befragst, denn dein Verstand kann nicht verstehen. Und ich wiederhole: Wenn man diese Identifikation erreicht, sind alle Probleme gelöst. Und diese Empfindung, dass die Dinge nicht gut sind und dass sie anders sein sollten, hat man gerade deshalb, weil dieser göttliche Wille einen ständigen Ablauf in einem immerwährenden Fortschritt will und weil das Gewesene den Platz dem Kommenden freigeben muss, das besser ist als jenes. Und die Welt, die noch am Abend vorher gut war, ist es am Tag darauf nicht mehr. Die ganze Welt, die zu einer gewissen Zeit absolut harmonisch und vollkommen erscheinen konnte, nun, sie ist jetzt voller Misstöne, sie ist nicht mehr harmonisch, denn wir konzipieren und sehen die Möglichkeit einer besseren Welt. Fänden wir sie sehr gut, täten wir nicht, was wir tun sollen, das heißt, wir würden uns nicht dafür anstrengen, dass sie besser wird.
Es kommt eine Zeit, in der einem alle diese Konzeptionen derart kindlich erscheinen! Und der Grund liegt einzig und allein darin, dass man in sich selbst eingeschlossen bleibt. Mit diesem Bewusstsein, das dir eigen ist, das wie ein Sandkorn in der Unendlichkeit ist, willst du die Unendlichkeit erkennen und beurteilen? Das ist unmöglich. Man muss zuerst aus sich heraustreten und sich dann mit der Unendlichkeit vereinen, und danach kann man allmählich verstehen, was das ist, aber nicht vorher. Du projizierst dein Bewusstsein – was du bist, die Gedanken, die du hast, deine Fähigkeit zu verstehen –, du projizierst es auf das Göttliche, und dann sagst du: „Es geht nicht.“ – Ich verstehe! Aber es gibt keine Möglichkeit zu wissen, außer man identifiziert sich. Ich sehe zum Beispiel keine Möglichkeit, dass ein Wassertropfen einem sagen könnte, wie der Ozean ist. So ist das nun mal.
Solange du deine mentalen, moralischen Vorstellungen auf die Erschaffung des Universums anwenden willst, wirst du nie etwas davon verstehen, niemals. Denn es geht von allen Seiten und in jeder Hinsicht über diese Vorstellungen hinaus – Vorstellungen von Gut und Böse und diese Dinge. All die mentalen, moralischen Vorstellungen, die wir haben, können das Universum nicht erklären.
Kapitel 14
Die Vorstellung von „Gott dem Schöpfer“
63. – Gott ist groß, sagt der Mohammedaner. Ja, Er ist so groß, dass Er es sich leisten kann, schwach zu sein, wann immer das auch notwendig ist.
64. – Gott scheitert oft bei Seinen Werken; dies ist das Zeichen Seiner grenzenlosen Göttlichkeit.
65. – Weil Gott unüberwindlich groß ist, kann Er es sich leisten, schwach zu sein; weil Er unwandelbar rein ist, kann Er ungestraft in Sünde schwelgen; Er kennt auf ewig alles Entzücken, darum kostet Er auch das Entzücken des Schmerzes; Er ist unabdingbar weise, darum hat Er sich nicht von der Torheit ausgeschlossen. (Sri Aurobindo, Thoughts and Aphorisms)
Warum hat Gott es nötig, schwach zu sein?
Sri Aurobindo sagt nicht, dass Gott Schwäche nötig habe. Er sagt, dass in einer gegebenen Gesamtheit ein Augenblick der Schwäche zur Vollkommenheit des Kräftespiels ebenso nützlich sein kann wie eine Kraftentfaltung. Und er fügt hinzu, auch etwas ironisch: Weil Gott allmächtige Kraft ist, kann Er es sich leisten, notfalls zugleich schwach zu sein.
Das wird gesagt, um den Blickwinkel gewisser Moralisten zu weiten, die Gott bestimmte Eigenschaften zuschreiben und Ihn nicht anders sein lassen.
Stärke, wie wir sie sehen, und Schwäche, wie wir sie sehen, sind beide gleichermaßen ein entstellter Ausdruck der Göttlichen Wahrheit, die hinter allen physischen Manifestationen verborgen gegenwärtig ist.
Kommt es wirklich vor, dass Gott scheitert oder dass Gott schwach ist? Oder ist das nur ein Spiel?
So ist das nicht! Das ist ja gerade diese Entstellung der westlichen Haltung, im Gegensatz zur Haltung der Gita. Es ist für den westlichen Geist äußerst schwer, lebendig und konkret zu begreifen, dass alles das Göttliche ist.
Die Menschen sind so tief von der christlichen Vorstellung eines „Schöpfergottes“ durchdrungen – die Schöpfung auf der einen Seite und Gott auf der anderen. Wenn man darüber nachdenkt, weist man diese Vorstellung zurück, doch hat sie das Gefühl, die Empfindung derart durchdrungen, dass man unwillkürlich, instinktiv, fast unterbewusst Gott alles zuschreibt, was man für das Beste und das Schönste hält – und vor allem, was man erreichen, verwirklichen will. Natürlich verändert jeder entsprechend seinem eignen Bewusstsein den Gehalt seines Gottes, doch ist er stets das, was man für das Beste ansieht. Und darum schreckt man auch instinktiv, spontan und unwillkürlich vor dem Gedanken zurück, dass Gott etwas sein könnte, was man nicht liebt oder nicht billigt oder was uns nicht das Beste scheint.
Ich sage das absichtlich auf etwas kindliche Weise, damit man es gut versteht. Aber so ist es – ich bin da sicher, denn ich habe es in mir selbst lange beobachtet, infolge der unterbewussten Prägung in der Kindheit, der Umwelt, der Erziehung und so weiter. Man muss in diesen Körper das Bewusstsein der Einheit bringen, der absolut ausschließlichen Einheit des Göttlichen – ausschließlich in dem Sinne, dass nichts existiert außer in dieser Einheit, nicht einmal die Dinge, die uns die als die abscheulichsten erscheinen…
Und das ist es auch, was einen diese Fragen stellen lässt: „Wie kann Gott schwach sein? Wie kann Gott ein Narr sein?“ – Aber es gibt nichts anderes als Gott! Nur Er existiert, es gibt nichts außer Ihm. Und wenn uns etwas schlecht erscheint, so daher, weil Er das nicht mehr bestehen lassen will, Er bereitet die Welt gerade vor, dass dies sich nicht mehr bekunde, dass die Manifestation aus diesem Zustand in einen anderen übergehe; und alles, was aus der aktiven Manifestation ausscheiden soll, das stoßen wir natürlich in uns heftig zurück, wir verwerfen es.
Aber das ist Er. Es gibt nichts anderes als Ihn! Das müsste man vom Morgen bis zum Abend und vom Abend bis zum Morgen wiederholen, denn man vergisst es andauernd.
Es gibt nur Ihn. Es gibt nichts anderes als Ihn – nichts existiert als Er, es gibt kein Dasein ohne Ihn, es gibt nur Ihn!
Eine solche Fragestellung ist also noch der Reflex von solchen, die eine Unterscheidung machen zwischen dem, was göttlich und nicht göttlich ist, vielmehr zwischen dem, was „Gott“ und nicht „Gott“ ist. „Wie kann Er schwach sein?“, das ist eine Frage, die ich nicht stellen kann.
Ich verstehe, aber man spricht von der Lila, dem Göttlichen Spiel, was doch wohl heißt, dass Er sich irgendwie im Hintergrund hält, nicht ganz und gar „involviert“ ist, nicht ganz und gar im Spiel.
Doch, doch, das ist Er! Er ist es voll und ganz. Das Spiel, das ist Er selbst.
Wir sprechen von Gott, doch muss man bedenken, dass es all die Bewusstseinsstufen gibt, und sprechen wir von Gott und Seinem Spiel, so meinen wir damit Gott in Seinem transzendenten Zustand, außerhalb aller stofflichen Ebenen; und sprechen wir vom Spiel, so meinen wir Gott in seinem stofflichen Zustand. So sagen wir: der transzendente Gott schaut zu und spielt – in Sich, durch Sich, mit Sich – Sein stoffliches Spiel.
Aber diese ganze Sprache ist eine Sprache der Unwissenheit. Die ganze Art sich auszudrücken, alles, was man sagt und wie man es sagt, gehört notgedrungen zur Unwissenheit. Und darum kann man so schwer etwas ausdrücken, was konkret wahr ist; das erfordert wieder Erklärungen, die ihrerseits voll Falschheit oder sehr ausführlich wären. Darum sind Sri Aurobindos Sätze manchmal sehr lang, weil er eben aus dieser unwissenden Sprache herauszukommen sucht.
Unsere Denkweise selbst ist falsch. All die Gläubigen – vor allem im Westen – denken, wenn sie von Gott sprechen, das sei „etwas anderes“, sie denken, Er könne nicht schwach, hässlich, unvollkommen sein – sie denken falsch: sie teilen, sie trennen. Und das ist ein unterbewusstes, nicht überlegtes Denken. Man ist es gewohnt, instinktiv so zu denken, man sieht sich dabei nicht zu. Spricht man zum Beispiel allgemein von „Vollkommenheit“, so sieht, empfindet oder postuliert man sogleich die Gesamtheit von allem, was man für tugendhaft, göttlich, bewundernswert hält – aber das ist es ganz und gar nicht! Vollkommenheit ist etwas, wo nichts fehlt. Die göttliche Vollkommenheit ist das Göttliche insgesamt, in dem nichts fehlt. Die göttliche Vollkommenheit ist das ganze Göttliche, von dem nichts ausgeklammert worden ist – also gerade das Umgekehrte! Für die Moralisten ist die göttliche Vollkommenheit alle Tugenden, die sie verkörpern.
Vom wahren Gesichtspunkt aus ist die Vollkommenheit alles (die Mutter macht eine globale Gebärde), und das ist eben die Tatsache, dass nichts außerhalb von diesem Ganzen sein kann. Es ist unmöglich, dass etwas fehlt, weil es unmöglich etwas gibt, das nicht Teil dieses Ganzen wäre. Nichts kann es geben, was nicht zu diesem Ganzen gehört. Ich verdeutliche: In einer gegebenen Welt mag es nicht alles geben, weil eine Welt eine bestimmte Art der Manifestation ist, doch gibt es alle möglichen Welten; ich komme also immer wieder auf das gleiche. Es kann nichts geben, was nicht Teil dieses Ganzen wäre.
Und folglich kann man sagen, dass alles an seinem Platz ist, genau das, was es sein muss, und dass die Beziehungen zwischen den Dingen genau so sind, wie sie sein müssen.
Aber die Vollkommenheit ist nur eine Weise, sich dem Göttlichen zu nähern, nur eine Seite, und es gibt unzählige Seiten oder Winkel, oder Aspekte, unzählige Zugänge zum Göttlichen, zum Beispiel Wille, Wahrheit, Reinheit, Vollkommenheit, Einheit, Unsterblichkeit, Ewigkeit, Unendlichkeit, Schweigen, Friede, Sein, Bewusstsein und so weiter, die Anzahl der Zugänge ist fast unbegrenzt; über jeden nähert man sich oder tritt in Verbindung mit dem Göttlichen auf einer bestimmten Seite, und tut man es wahrhaft, dann bemerkt man, dass nur die äußere Form sich unterscheidet, aber die Verbindung ist identisch. Das ist, als bewegte man sich um eine Mitte, eine Kugel, und sieht sie von allen möglichen Seiten, wie ein Kaleidoskop, aber sobald die Verbindung hergestellt ist, ist es dasselbe.
Die Vollkommenheit ist also eine globale Weise, sich dem Göttlichen zu nähern: Alles ist und alles ist so, wie es sein muss – „sein muss“ heißt: vollkommener Ausdruck des Göttlichen; man kann nicht einmal sagen „Seines Willens“, weil das wieder etwas aus Ihm Herausgehobenes wäre.
Man kann auch sagen – was allerdings weit darunter ist –, dass Gott ist, was Er ist und zwar genau so, wie Er will – mit dem „genau so, wie Er will“ ist man eine beträchtliche Anzahl Sprossen herabgestiegen! Um eben diesen Winkel der Vollkommenheit aufzuzeigen.
Im Übrigen bezieht Vollkommenheit die Unendlichkeit und Ewigkeit ein, das heißt, alles existiert außerhalb von Raum und Zeit zusammen.
Das ist wie mit dem Wort „Reinheit“; man könnte endlose Vorträge halten über den Unterschied zwischen der göttlichen Reinheit und dem, was die Leute „Reinheit“ nennen. Die göttliche Reinheit ist es – ganz zuunterst –, nur einen einzigen Einfluss zuzulassen, den göttlichen. Aber schon das ist schrecklich entstellt. Die göttliche Reinheit bedeutet, dass es nur das Göttliche gibt und nichts anderes – dies ist vollkommen rein: es gibt nur das Göttliche, es gibt nichts anderes als das Göttliche.
Kapitel 15
Die siebte Schöpfung
„…in der Schöpfung der Wahrheit besteht das Gesetz einer ständigen Entfaltung ohne irgendein Pralaya1.“ (Sri Aurobindo, Lights on Yoga)
Was ist diese ständige Entfaltung?
In Wirklichkeit hat es in der Geschichte unseres Universums sechs aufeinanderfolgende Zeiträume gegeben, die mit einer Schöpfung begannen, sich durch eine Kraft der Erhaltung ausdehnten und in einer Auflösung, einer Vernichtung, einer Rückkehr zum Ursprung ihr Ende fanden, was man Pralaya nennt; und deshalb ist diese Überlieferung da. Doch es wurde auch gesagt, dass die siebte Schöpfung eine fortschreitende Schöpfung sei, das heißt, auf den Ausgangspunkt der Schöpfung würde nicht einfach eine Erhaltung folgen, sondern eine fortschreitende Manifestation, die das Göttliche immer vollständiger ausdrücken würde, so dass jede Auflösung und Rückkehr zum Ursprung unnötig wäre. Und es wurde angekündigt, dass die Zeit, in der wir leben, eben die siebte sei, das heißt, sie würde nicht mit einem Pralaya, einer Rückkehr zum Ursprung, einer Vernichtung und einem Verschwinden enden, sondern sie würde durch einen ständigen Fortschritt ersetzt, weil es eine immer vollkommenere Entfaltung des göttlichen Ursprungs in dessen Schöpfung sei.
Und das sagt Sri Aurobindo. Er spricht von einer ständigen Entfaltung, das heißt, das Göttliche manifestiert sich immer vollständiger, immer vollkommener in einer progressiven Schöpfung. Diese Wesensart der Vorwärtsbewegung ist der Grund, weshalb die Rückkehr in den Ursprung, die Vernichtung nicht mehr nötig sind. Alles, was nicht fortschreitet, verschwindet, und deshalb sterben die physischen Körper, weil sie nicht progressiv sind; sie sind progressiv bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, da halten sie dann inne, und meistens bleiben sie während einer gewissen Zeit stabil und beginnen dann zu verfallen, dann verschwinden sie. Es ist so, weil der physische Körper, die physische Materie in ihrem jetzigen Zustand nicht formbar genug ist, um ständig Fortschritte machen zu können. Doch ist es nicht unmöglich, die physische Materie genügend formbar zu machen, damit für die Vervollkommnung des physischen Körpers seine Auflösung, das heißt, der Tod, nicht mehr nötig ist.
Doch kann das nur durch die Herabkunft des Supramentals verwirklicht werden, das eine höhere Kraft ist als alle, die sich bis jetzt offenbarten, und das dem Körper eine Formbarkeit geben wird, mit der er ständig Fortschritte machen, das heißt, der göttlichen Bewegung in ihrer Entfaltung folgen kann.
Was den Gedanken betrifft, dass die Dinge nicht an ihrem Platz sind, so hatte ich das schon als kleines Kind begriffen. Später bekam ich dann die Erklärung dafür, und zwar von jenem, der mich im Okkultismus unterrichtete. In seinem kosmogonischen System gab es die aufeinanderfolgenden Pralajas, die Weltenden oder Weltauflösungen, und er sagte, jede Welt sei ein sich offenbarender Aspekt des Höchsten, jede Welt sei auf einem Aspekt des Höchsten errichtet, und eine um die andere kehrten sie in den Höchsten zurück. Er zählte all die Aspekte auf, die sich nacheinander offenbart hatten, und mit welcher Logik! Es war außerordentlich – ich habe das irgendwo aufbewahrt, ich weiß nicht mehr wo. Und er sagte, dieses Mal – ich erinnere mich auch nicht mehr genau, das wievielte in der Reihe – sei diese Welt jene, die nicht mehr zurückgezogen würde, die in ihrem Werden sozusagen unbegrenzt fortschreiten könne, und sie im Gleichgewicht sei – nicht ein statisches, sondern ein progressives Gleichgewicht –, d.h., jedes Ding genau an seinem Platz, jede Schwingung, jede Bewegung an ihrem Platz; und je weiter man hinabsteigt, desto genauer jede Form, jede Tätigkeit, jede Sache an ihrem Platz hinsichtlich auf das Ganze.
Das interessierte mich sehr, und später hat Sri Aurobindo dasselbe gesagt, dass es nichts Schlechtes gebe – lediglich Dinge, die nicht an ihrem Platz sind, sowohl räumlich wie zeitlich. Jedes Ding an seinem Platz in der Welt, angefangen mit den Welten, den Sternen und so weiter: Wenn alles genau an seinem Platz sein wird, vom Riesigsten bis zum Mikroskopischsten, dann wird das Ganze fortschreitend den Höchsten ausdrücken – ohne zurückgenommen werden zu müssen, um dann von neuem ausgeströmt zu werden. Und damit brachte Sri Aurobindo die Tatsache in Zusammenhang, dass es diese Schöpfung, diese Welt ist, in der die Vollkommenheit einer göttlichen Welt offenbart werden kann – was er das Supramental nennt. Gleichgewicht ist das Wesensgesetz dieser Schöpfung, und darum wird in ihr eine Vollkommenheit verwirklicht werden können.
Ich weiß nur, dass die Schöpfung dieses Mal auf dem Gleichgewicht beruht. Doch auf einem besonderen Gleichgewicht, weil es ein progressives Gleichgewicht ist. Das Attribut dieser gegenwärtigen Schöpfung ist kein statisches Gleichgewicht. Es ist das Gleichgewicht schlechthin; deshalb heißt es, wenn sich in dieser Schöpfung jede Sache genau an ihrem Platz befindet, in einem vollkommenen Gleichgewicht, dann gibt es nichts Böses mehr. Was ist das Böse? Es sind die Dinge, die nicht im Gleichgewicht sind. Es gibt nichts, das an sich böse ist, nur seine Position ist schlecht, es ist nicht an der richtigen Stelle.
1 Pralaya: das Ende oder die Zerstörung des Universums.