Gedenken an Sri Aurobindo (3) Seine ewige Präsenz
Sri Aurobindo | Die Mutter
Herr, Du hast mir heute morgen die Zusicherung gegeben, dass Du solange bei uns bleiben wirst, bis Dein Werk vollendet ist, nicht nur als ein Bewusstsein, das uns führt und erleuchtet, sondern auch als eine dynamische Gegenwart im Handeln. In unmissverständlichen Begriffen hast Du versprochen, dass alles von Dir hier bleiben und die Erd-Atmosphäre nicht verlassen wird, bis die Erde transformiert ist. Gewähre uns, dass wir dieser wunderbaren Gegenwart würdig sind, und dass von jetzt ab alles in uns auf den einen Willen konzentriert ist, dass wir uns immer vollkommener der Verwirklichung Deines großen Werkes weihen.
– Die Mutter
Teil 1 SRI AUROBINDOS EWIGE PRÄSENZ
Worte der Mutter
Kapitel 1
Sri Aurobindo lebt für alle Zeiten
Es gab das Beispiel von Sri Aurobindo. Die Ärzte erklärten: „Er ist tot.“ – Er war absolut lebendig. Absolut lebendig. Selbst fünf Tage später, als sie ihn ins … Das geschah (wie soll ich sagen?) aufgrund des Drucks der Außenwelt und weil es unmöglich war, ihn zu erhalten. Wir mussten einwilligen. Aber ich kann nicht sagen, dass er tot war. Er war ganz und gar nicht tot, das war völlig offensichtlich. Der Körper begann zwar schon zu … (sehr wenig, aber ein bisschen nach dem fünften Tag), die Haut wurde blasser, aber…
Während der ersten drei Tage blieb ich aufrecht neben seinem Bett, und für mich war es völlig sichtbar: das ganze organisierte Bewusstsein, das in seinem Körper war, trat absolut willentlich aus ihm aus, um in meinen Körper einzutreten. Ich sah dies nicht nur, sondern ich fühlte auch die Reibung des Eintretens.
Und die Menschen sagen: „Er ist tot.“ – Das ist Ignoranz.
Kapitel 2
Sri Aurobindo ist alterslos
Sri Aurobindo selbst erschien, wie er war, aber … mit einer größeren Harmonie in seiner Gestalt: hier (die Brust) sehr breit und kräftig. Sehr wach: er kommt und geht, setzt sich und erhebt sich, mit großer Majestät. Seine Farbe gleicht einer Art goldener Bronze; eine Farbe wie die Verdichtung seines supramentalen Goldes, seines goldenen supramentalen Wesens. Als wäre es dicht konzentriert und gebündelt, um seine Erscheinung möglichst getreu wiederzugeben. Es reflektiert das Licht nicht: es scheint fast von innen erleuchtet zu sein, strahlt aber nicht aus und wirft keine Schatten. Doch es wirkt ganz natürlich, man ist nicht erstaunt, es erscheint wie die natürlichste Sache der Welt: Er ist so, auch alterslos, und seine Haare sind von derselben Farbe wie sein Körper; er hat Haare, aber man weiß nicht, ob es wirklich Haare sind, sie sind von derselben Farbe, auch die Augen: der Blick ist golden. Dennoch wirkt es völlig natürlich, es hat nichts Erstaunliches an sich. Er setzt sich, wie er es immer tat, mit der gewohnten Stellung seiner Beine [das rechte Bein vorne], und gleichzeitig ist er agil, wann immer er aufsteht: er kommt und geht.