Kapitel 4

Die Hilfe der Mutter und meine sind immer für dich da

Worte Sri Aurobindos

Die Hilfe der Mutter und meine sind immer für dich da. Du brauchst dich ihr nur vollständig zuzuwenden, dann wird sie auf dich wirken.

Was sich dazwischen geschoben hat, sind diese falschen Vorstellungen über deine Unfähigkeit, über das Böse in dir, das dich daran hindere, die Gnade der Mutter zu empfangen, oder über den Mangel an Streben, der dich an Verwirklichung und Erfahrung hindere. Diese Gedanken sind völlig falsch und unwahr – sie sind nicht einmal deine eigenen Gedanken, sie sind Eingebungen, die auf dich geworfen werden, so wie sie auf die anderen Sadhaks geworfen werden, und sie sollen Niedergeschlagenheit hervorrufen. Es gibt keine Unfähigkeit, kein Böses im Innern, das dazwischenkommt, keinen Mangel an Streben, der das Aufhören der Erfahrung verursacht. Es ist die Niedergeschlagenheit, das Misstrauen gegen sich selbst, die Bereitschaft zu verzweifeln – sie allein sind die Ursache, keine andere. Allen Sadhaks, wie ich dir schrieb, selbst die besten und stärksten, erleben Unterbrechungen im Fluss der Sadhana; das ist kein Grund, sich für untauglich zu halten und fortzugehen in der Vorstellung, es gebe keine Hoffnung. Ein wenig Ruhe würde den Fluss zurückbringen. Du hattest die notwendigen Erfahrungen und den erforderlichen Fortschritt; es waren nur einige Schwierigkeiten des physischen Bewusstseins, die auftraten und sie eine Zeitlang unterbrachen. Das geschieht bei allen und ist nichts besonderes, wie ich dir erklärt habe. Diese Schwierigkeiten kommen immer und müssen überwunden werden. Sobald sie durch das Wirken der Kraft überwunden sind, geht die Sadhana weiter wie zuvor. Doch du hast begonnen, diese falsche Vorstellung von Unfähigkeit und mangelnder Aspiration als Ursache zu nähren und wurdest völlig niedergeschlagen. Du musst all das abschütteln und dich weigern, an die Gedanken-Eingebungen zu glauben, die zu dir kommen. Kein Sadhak sollte jemals Gedanken von Unfähigkeit und Hoffnungslosigkeit hegen – sie sind völlig irrelevant, denn es ist nicht die persönliche Eignung oder Würdigkeit, die einen erfolgreich macht, sondern die Gnade und Kraft der Mutter und die Zustimmung der Seele zu ihrer Gnade und zum Wirken ihrer Kraft.

Wende dich von diesen dunklen Gedanken ab und richte dich nur auf die Mutter, nicht mit Ungeduld nach dem Ergebnis oder im Begehren, sondern mit Vertrauen und Zuversicht, und lass ihr Wirken dir Ruhe bringen und die Erneuerung des Fortschritts hin zur seelischen Öffnung und Verwirklichung. Das wird gewiss und ohne Zweifel den volleren Glauben und die Liebe bringen, die du suchst.