Kapitel 3

Drei Arten gewöhnlicher Reaktionen

Das äußere Mental in der niederen Natur hat nicht die Stärke [alle Kontakte, Stöße und Suggestionen der gewaltigen Natur, die uns von allen Seiten belagert, zu ertragen]. Seine Stärke ist die einer begrenzten Bewusstseinskraft, die, so gut sie kann, mit allem umgehen muss, was ihr vom größeren Bewusstseinswirbel und der Energie, von der es auf dieser Seinsebene umgeben ist, zustößt oder sie bedrängt. Dass es sich überhaupt erhalten und seine Individualität im Universum behaupten kann, liegt tatsächlich an der Stärke des Geistes im Innern, aber es kann nicht die ganze Stärke oder Unendlichkeit jener Kraft erbringen, um die Angriffe des Lebens zu meistern. Wenn es das könnte, wäre es gleichzeitig seiner Welt gewachsen und ihr Meister. Es muss in der Tat zurechtkommen, so gut es kann. Es wird von bestimmten Eindrücken getroffen und kann sie assimilieren, ausgleichen oder sie teilweise oder ganz für eine bestimmte Zeit oder für immer beherrschen. Dem entsprechend hat es emotionale und sinnliche Reaktionen von Freude, Vergnügen, Befriedigung, Vorliebe, Liebe et cetera oder die intellektuellen und mentalen Reaktionen von Akzeptanz, Zustimmung, Verständnis, Wissen und Präferenz. Sein Wille bemächtigt sich ihrer aller mit Anziehungskraft, mit Begehren und dem Versuch, sie zu verlängern, zu wiederholen, zu erschaffen, zu besitzen und sie zu seiner angenehmen Lebensgewohnheit zu machen. Es wird mit anderen Einflüssen konfrontiert, empfindet sie aber als zu stark, ungleich, disharmonisch oder schwach, als dass sie befriedigend sein könnten. Dies sind Dinge, die es nicht ertragen oder mit sich in Einklang bringen oder assimilieren kann, und es muss mit Trauer, Schmerz, Unwohlsein, Unzufriedenheit, Missfallen, Ablehnung, Zurückweisung, Verständnislosigkeit und Annahmeverweigerung reagieren. Es sucht sich vor ihnen zu schützen, zu fliehen, ihr Wiederauftreten zu vermeiden oder zu verringern. Im Kontakt mit ihnen hat es Regungen von Angst, Ärger, Zurückschrecken, Entsetzen, Abneigung, Ekel und Scham und wäre froh, von ihnen befreit zu sein. Doch es kann sie nicht loswerden, weil es an ihre Ursachen gebunden ist oder sie samt ihren Resultaten sogar einlädt. Denn diese Einflüsse sind Teil des Lebens, sie sind vermischt mit den Dingen, die wir begehren, und die Unfähigkeit mit ihnen umzugehen ist Teil der Unvollkommenheit unserer Natur. Andere Einflüsse hält das Mental erfolgreich in Schach oder neutralisiert sie und hat ihnen gegenüber eine natürliche Reaktion von Gleichgültigkeit, Unempfindlichkeit oder Toleranz, welche weder eine positive Akzeptanz und Wohlgefallen noch eine Zurückweisung und Leiden ist. Zu allen Dingen, Personen, Ereignisse, Ideen oder Tätigkeiten, die sich dem Mental darbieten, gibt es drei Arten von Reaktionen. Gleichzeitig fallen sie trotz ihrer Allgemeingültigkeit nicht immer gleich aus; sie bilden ein Muster für einen gewohnten Maßstab, der nicht für alle oder sogar für dasselbe Mental in verschiedenen Zeiten oder Situationen genau der gleiche ist. Der gleiche Einfluss mag zu dieser oder jener Zeit in ihm angenehme oder positive, ablehnende oder negative, gleichgültige oder neutrale Reaktionen hervorrufen.

Die erste Erfordernis ist eine grundsätzliche Haltung der Seele in ihrem essentiellen als auch natürlichen Wesen bezüglich ihrer Betrachtungsweise und ihres Umgangs mit den Dingen, Einflüssen und Tätigkeiten der Natur. Diese Haltung erlangen wir, indem wir in einen perfekten Gleichmut, samata, hineinwachsen.

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