Kapitel 7
Einige Anleitungen
Worte Sri Aurobindos
Die erste Öffnung wird durch eine Konzentration im Herzen bewirkt, ein Anrufen des Göttlichen, sich in uns zu manifestieren und durch die Seele die ganze Natur aufzunehmen und zu führen. Aspiration, Gebet, Bhakti, Liebe, Ergebung sind die zentralen Stützen dieses Teils der Sadhana – begleitet von einer Zurückweisung von allem, was dem, wonach wir streben, im Wege steht.
Worte Sri Aurobindos
Das seelische Wesen ist im Herz-Zentrum in der Mitte der Brust (nicht im physischen Herzen, denn alle Zentren liegen an der Mittellinie des Körpers), jedoch tief dahinter verborgen. Wenn man sich vom Vital zur Seele wendet, ist es, als würde man tief, tief hinuntergehen, bis man diese innere Stätte der Seele erreicht hat. Die Oberfläche des Herz-Zentrums ist der Ort des emotionalen Wesens. Von dort wendet man sich der Tiefe zu, um die Seele zu finden.
Worte Sri Aurobindos
Reinheit, einfache Aufrichtigkeit und die Fähigkeit zu einer unegoistischen, unvermischten Selbstdarbringung ohne Anspruch oder Forderung sind die Voraussetzung für ein gänzliches Sich-Öffnen des seelischen Wesens.
Worte Sri Aurobindos
Jedes Mal, wenn eine Läuterung der äußeren Natur stattfindet, wird es dem inneren Wesen eher möglich, sich zu enthüllen, frei zu werden und sich dem höheren Bewusstsein zu öffnen.
Worte Sri Aurobindos
Wenn du in das Purusha-Bewusstsein eintrittst, sollte es nicht nur als Beobachter sein, sondern als der anumanta, der die Einwilligung zu den störenden Bewegungen verweigert und nur Friede, Stille, Reinheit und all das zulässt, was sonst noch Teil der göttlichen Natur ist. Diese Verweigerung der Zustimmung braucht nicht Kampf mit der niederen Prakriti zu bedeuten. Es sollte eine ruhige, beharrliche und losgelöste Verweigerung sein, welche dem entgegensetzten Wirken der Natur keine Unterstützung, Zustimmung oder Rechtfertigung gewährt oder Bedeutung beimisst.
Worte Sri Aurobindos
Wenn man sich in das innere Wesen wendet, besteht die Neigung, sich gänzlich zu versenken und das Bewusstsein der äußeren Welt zu verlieren – es ist das, was die Menschen Samadhi nennen. Ebenso notwendig ist es aber, zu den gleichen Erfahrungen (des Selbstes, des Wirkens des inneren Bewusstseins usw.) im Wachzustand fähig zu sein.
Worte Sri Aurobindos
Das seelische Wesen tritt bei den meisten Menschen nur langsam hervor, selbst nachdem sie die Sadhana aufgenommen haben. So vieles im Mental und Vital muss sich verändern und wieder anpassen, bevor die Seele gänzlich frei sein kann. Man hat zu warten, bis der notwendige Prozess weit genug gediehen ist und sie ihren unendlich alten Schleier aufreißen und hervortreten kann, um die menschliche Natur zu überwachen.
Worte Sri Aurobindos
Solange du dir deines inneren Wesens nicht bewusst wirst, vermittelt das bloße Aufsteigen des Bewusstseins lediglich Höhe oder ein undeutliches Gefühl von anderen Ebenen, nicht aber diese konkreten Verwirklichungen.
Worte Sri Aurobindos
Das seelische Sich-Öffnen im Herzen setzt uns vor allem in Verbindung mit dem individuellen Göttlichen, dem Göttlichen in seiner inneren Beziehung zu uns. Es ist im besonderen die Quelle der Liebe und Bhakti. Das Sich-Öffnen nach oben setzt uns in direkte Verbindung mit dem ganzen Göttlichen und kann in uns das göttliche Bewusstsein und eine neue Geburt oder die Geburten des Geistes hervorrufen.