Kapitel 7

Die Welt der Menschen

Kind

Das Kind ist in der Regel das Symbol für das seelische Wesen.

Ein derartiger Traum von einem Kind – besonders einem neugeborenen Kind – zeigt meist die Geburt (oder das Erwachen) der Seele oder des seelischen Wesens in der äußeren Natur an.

Das Kind bezeichnet meist das seelische Wesen – neugeboren in dem Sinn, dass es schließlich an die Oberfläche kommt. Die Farbe des Tuches [helles Gelb] würde bedeuten, dass es in voller Gesundheit (innerlich und äußerlich) und mit spirituellen Reichtümern kommt.

Der Säugling in den Armen der Mutter ist das Symbol für das seelische Wesen.

Es stimmt nicht, dass das seelische Wesen immer als Säugling erscheint, es wird symbolisch manchmal als ein neugeborener Säugling gesehen; viele sehen es als Kind mit unterschiedlichem Alter – es ist eine sehr allgemeine und übliche Erfahrung, die nicht nur emotionalen Naturen eigen ist. Sie hat verschiedene Bedeutungen: die Neugeburt des Bewusstseins in die wahre seelische Natur; das noch jugendliche Wachsen dieses neuen Wesens; das Vertrauen, der Verlass des Kindes auf die Mutter und seine Abhängigkeit von ihr.

Das Kind (wenn es nicht das seelische Wesen bedeutet) ist meist das Symbol von etwas Neugeborenem in einem bestimmten Teil des Bewusstseins.

Vermutlich symbolisiert das goldene Kind die Wahrheits-Seele, die dem Silberlicht des Spirituellen folgt. Wenn sie in die schwarzen Wasser des Unterbewussten taucht, befreit sie daraus das spirituelle Licht und die siebenfachen Ströme der Göttlichen Energie und bereitet, sich selbst von den Makeln des Unterbewussten reinigend, ihren Flug zum höchsten Göttlichen (die Mutter) vor.

Eltern und Angehörige

In diesen Träumen bedeuten die Eltern oder Verwandten die gewöhnlichen Kräfte des physischen Bewusstseins (der alten Natur).

Ein Verwandter steht sehr oft symbolisch für die stoffliche oder ererbte Natur oder allgemein für die gewöhnliche Natur, in die man hineingeboren wird.

Mutter, Schwester oder andere Verwandte sind in solchen Träumen gewöhnlich Symbole für Kräfte der gewöhnlichen Natur. Die genaue Bedeutung hängt vom jeweiligen Kontext ab. Aber nicht alle diese Träume sind symbolisch – ein Sexualtraum zum Beispiel kann die Gestalt jeder bekannten oder unbekannten Frau hervorbringen.

Diese vitalen Träume kann man nicht deuten, außer es besteht ein deutlicher Anhaltspunkt. Tante oder Mutter weisen meist auf die gewöhnliche physische Natur hin, ein geschlossener Raum könnte einen Teil der physischen Natur darstellen, der dem Licht nicht geöffnet war. Fledermäuse würden Kräfte der Nacht bedeuten, das heißt unwissende Bewegungen, die in der Finsternis der unerleuchteten Natur Zuflucht finden.

Es [das Sehen von Verwandten im Traum] ist der Eindruck, den das vergangene Leben und seine Samskaras hinterlassen haben, die in diesen Träumen aus dem Unterbewusstsein auftauchen. Sie müssen zurückgewiesen werden, bis die Eindrücke ausgerottet sind.

Räuber

Die Räuber bedeuten, wie im Veda, vitale Wesen, die kamen, um die gute Verfassung oder auch die Früchte der Sadhana zu stehlen.

Reisen

Das Bild des Reisens bedeutet immer eine Bewegung im Leben oder einen Fortschritt in der Sadhana.

Auf einem Pferd oder in einem Beförderungsmittel zu reisen bedeutet, falls es symbolisch ist, einen Fortschritt oder eine Bewegung im Leben, in der Arbeit oder Sadhana.

Eine Reise in einem Boot oder einem anderen Beförderungsmittel bedeutet immer eine Bewegung im Yoga – häufig ein Vorankommen oder einen Fortschritt.

Eine Reise in der Kutsche, im Zug, Auto, Dampfer, Boot, Flugzeug usw. zeigt eine Bewegung in der Sadhana an. Das weiße Pferd kann das sattwische Mental bedeuten, das rote Pferd das vitale, Energie spendende Rajas, und beide verbinden sich, um einen Fortschritt zu erzielen.

Flugzeug, Dampfer und Zug sind immer Symbole eines raschen Fortschritts oder einer Vorwärtsbewegung.

Der Eisenbahnzug in voller Fahrt bedeutet schnellen Fortschritt.

Das Eisenbahngleis ist ein Symbol für schnellen Fortschritt und die drei Sterne sind ein Symbol für die Göttliche Gnade in Mental, Leben und Körper.

Das Bewegen auf dem Sand – es geschieht häufig in diesen Träumen – ist gewöhnlich ein Zeichen für eine leichtere Bewegung in der Sadhana.

Weglaufen

Das Weglaufen im Traum ist ein Symbol für die Trägheit eines Teils des Wesens, der das Eindringen der Mächte zulässt, sich vor ihnen zurückzieht und an Einfluss verliert, anstatt sich ihnen zu stellen und sie zu vernichten.

Das Fliegen

Wenn du wahrnimmst, dass du fliegst, dann ist das, was fliegt, immer das vitale Wesen, das sich im feinstofflichen Körper in der vitalen Welt befindet.

Das Fliegen im Schlaf über Häuser, Straßen usw. bedeutet einfach, dass das Bewusstsein in den vitalen Hüllen hinausgegangen ist und sich über Orte in der vitalen oder subtilen physischen Welt (manchmal sogar in der materiellen) bewegt; man fliegt immer in den vitalen Hüllen auf diese Weise.

Die aufsteigende Bewegung ist anders. Es ist das Bewusstsein, das hoch hinauf zu anderen Ebenen oder Ebenen geht und wieder hinunter zum Körper kommt.

Ohren

Die Ohren bezeichnen meist den Ort des inspirierten Wissens oder auch des inspirierten Ausdrucks – Rot und Gold bedeuten Wahrheit und Macht miteinander vereint.

Zähne

Falls der Traum symbolisch ist, hat das Ausfallen der Zähne die Bedeutung, dass alte oder starre Gewohnheiten des physischen Mentals verschwinden.

Das Zerbrechen oder Ausfallen von Zähnen im Traum steht gewöhnlich symbolisch für das Zerbrechen oder Abfallen gewohnheitsmäßiger Formationen oder Samskaras im physischen Mental.

Fleisch

Das Stück Fleisch weist auf etwas Rastloses im physischen Wesen hin, und diese Rastlosigkeit und äußerste Reizbarkeit stehen dem vollen Fließen des Ananda im Wege. In den Träumen wurde es aktiv und durch den Druck der Seele eliminiert.

Das Gefühl tot zu sein

Das Gefühl in einer Vision oder Traum-Erfahrung tot zu sein, entsteht dann, wenn etwas im Wesen zur völligen Untätigkeit, zum Schweigen gebracht werden muss und aufhört als Teil der [menschlichen] Natur zu bestehen. Es kann ein sehr kleiner Teil sein; da aber während des Vorgangs das Bewusstsein auf ihn konzentriert ist und sich für die Arbeit mit ihm identifiziert, entsteht das Gefühl: „Ich bin tot“. Als du sagtest: „Ich bin tot, lass mich jetzt aufstehen und gehen“, bedeutete das einfach: Die Sache ist getan und der Vorgang beendet. Es besteht keine Notwendigkeit, dass ich mich weiterhin mit diesem Teil identifiziere. In der Erfahrung gibt es keinen Hinweis dafür, welcher Teil es war, der durch diese Erfahrung ging.