Kapitel 7

Die Notwendigkeit der spirituellen Transformation

Unsere natürliche Lebensführung, die individuelle wie die soziale, wird in Wirklichkeit von dem Gleichgewicht zwischen zwei sich ergänzenden Kräften bestimmt, zwischen dem in sich ruhenden zentralen Lebenswillen, dem die Hauptkräfte aller Tätigkeit innewohnen, und zwischen dem modifizierenden, aus der Idee des Mentals erwachsenden menschlichen Willen, der durch unsere noch unvollkommenen mentalen Werkzeuge wirkt, um dieser Lebenskraft eine bewusste Orientierung und bewusste Methode zu geben. Im Allgemeinen findet das Leben seinen eigenen Mittelpunkt in unserem vitalen und physischen Wesen, seinen Wünschen und Notwendigkeiten, seiner Forderung nach Ausdauer, Wachstum, Ausbreitung, Freude, seinen vielfältigen Bestrebungen nach Macht, Besitz, Aktivität, Glanz und Weite. Die erste Richtung, die sich diese Lebenskraft selbst gibt, ihre ersten Normen sind instinktiv, entweder völlig oder weitgehend unterbewusst und wunderbar selbsttätig: Die Ruhe, Unmittelbarkeit, Natürlichkeit, Schönheit, Selbstzufriedenheit, die Fülle an vitaler Energie und Macht des untermenschlichen Lebens der Natur bis hinauf zum Tier verdankt die Lebenskraft ihrem unbedingten Gehorsam gegenüber diesem instinktiven und automatischen Drang. Eine unklare Ahnung dieser Wahrheit und des sehr anderen, in dieser Hinsicht unterlegenen Charakters des menschlichen Lebens lässt den mit unserer jetzigen Lage unzufriedenen Denker von einem naturgemäßen Leben als dem Heilmittel für alle Krankheiten sprechen. Der Versuch, eine solche Regel als wesentlich für die menschliche Natur festzustellen, hat viele revolutionäre Begriffe von Ethik, Gesellschaft und individueller Selbstentwicklung hervorgebracht, bis zu den seltsamen Eingebungen der vitalistischen Philosophie Nietzsches. Alle diese Konzepte irren darin, dass sie dem wahren menschlichen Charakter und dem wahren Gesetz seines Wesens, seinem Dharma, nicht Rechnung tragen.

Nietzsches Idee, aus unserem heutigen, sehr unbefriedigenden Menschentum den Übermenschen zu entwickeln, ist an sich eine vollkommen gesunde Lehre. Es kann keine bessere Formulierung geben als »sich selbst werden«, »sich selbst übersteigen«. Dies besagt, der Mensch habe noch nicht sein ganzes, wahres Selbst, seine wahre Natur gefunden, aus der heraus er erfolgreich und unmittelbar leben kann. Die Frage aller Fragen aber ist: Was ist unser Selbst? Was ist unsere wahre Natur? Was ist, das in uns wächst, in das wir selbst aber noch nicht hineingewachsen sind? Die Antwort lautet: Es ist etwas Göttliches, eine olympische, apollonische, dionysische Göttlichkeit, die das denkende und bewusst wollende Tier, der Mensch, sich noch mehr oder weniger dunkel zu erlangen bemüht. Sicher stimmt dies alles. Aber worin sollen wir den Samen dieser Göttlichkeit finden, welches ist das Gleichgewicht, in dem der Übermensch, wenn er sich selbst gefunden hat, sich vor einem Rückfall in sein niederes und unvollkommenes Menschentum gesichert fühlen kann? Sind es Intellekt und Wille, der doppelgesichtige buddhi der indischen Psychologie? Diese aber sind bisher ein so verwickeltes, so sehr mit sich selbst entzweites Gebilde, so unsicher in all ihren Erfolgen. Wohl sind sie bis zu einem gewissen Grade tatsächlich magisch schöpferisch und wirksam, letztlich aber doch, wenn alles gesagt und getan ist, so herrlich unnütz, so ganz im Kampf mit unserer niederen Natur und ihr doch so abhängig und Untertan, dass selbst wenn etwas vom Samen der ganzen Göttlichkeit in ihnen verborgen wäre, sie selbst keinesfalls dieser Samen sein, uns keinesfalls das sichere, göttliche Gleichgewicht geben könnten, das wir suchen. Darum muss man feststellen, dass der geheime Samen der Göttlichkeit nicht Intellekt und Wille, sondern der unter dem Gewand unserer Natur verborgene Geist, jenes höchste Etwas in uns ist, das höher ist als alle Vernunft. Einmal entdeckt und befreit, wird dieser Geist über dem Mental erstrahlen und der feste Grund sein, auf dem ein göttliches Leben des menschlichen Wesens mit Sicherheit aufgebaut werden kann.

Wenn wir vom Übermenschen sprechen, meinen wir offenbar etwas von unserer gegenwärtigen Natur so sehr Abweichendes und sie Übersteigendes, dass es allein schon in der Idee unserem normalen Menschentum erschreckend und widersprechend erscheint. Ganz allgemein wünscht der gewöhnliche Mensch nicht aus seinem stetigen, mechanischen Kreislauf herausgerufen zu werden, um scheinbar unmögliche Höhen zu ersteigen. Noch weniger aber liebt er die Möglichkeit, übergangen, zurückgelassen und beherrscht zu werden, obwohl Ziel des wahren Übermenschentum nicht ein Überschreiten, ein Beherrschen um seiner selbst willen ist, vielmehr gerade das Öffnen unseres natürlichen Menschentums bedeutet etwas, das heute noch jenseits von ihm liegt und doch die ihm bestimmte Vollendung ist. Dabei darf man freilich nicht vergessen, dass das von uns »gewöhnliches Menschentum« Genannte in der Natur selbst etwas Abnormes ist, etwas, das jenem ähnlich und gleich ist, was wir in uns vergebens zu entdecken suchen. Es ist ein schneller Einfall, ein plötzliches Wunder. Etwas Abnormales ist in der Natur kein Widerspruch, kein unbedingtes Zeichen der Unvollkommenheit, sondern es kann sehr wohl ein Bemühen zu weit größerer Vollkommenheit bedeuten. Diese Vollkommenheit aber wird erst erreicht, wenn das Abnormale seine eigene, sichere Normalität findet, die rechte Ordnung des Lebens in seiner Art, seinen Kräften entsprechend und auf der eigenen Ebene. Der Mensch ist ein abnormales Wesen, das noch nicht seinen normalen Zustand gefunden hat. Er kann sich einbilden, dies sei der Fall. Er kann in seiner Art als normal erscheinen. Aber dieses Normalsein ist nur eine provisorische Ordnung. Obwohl der Mensch unendlich vollkommener ist als Pflanze und Tier, ist er in seiner eigenen Natur nicht so vollendet wie diese. Solche Unvollkommenheit ist nicht beklagenswert, sondern ist eher ein Vorrecht und ein Versprechen, denn sie öffnet uns ungeheure Möglichkeiten der Selbstentwicklung und Selbstübersteigerung. Der Mensch ist auf seiner höchsten Stufe ein Halbgott, der, aus der tierischen Natur entstanden, in ihr herrlich abnormal ist. Das aber, was er erlangen will, die ganze Gottheit, ist so viel größer als sein derzeitiger Zustand, dass es ihm ebenso abnormal erscheint wie er selbst dem Tier. Er hat deshalb die mühsame Arbeit des Wachstums vor sich, aber auch die herrliche Krönung seiner Art und ihren Sieg. Ein Königreich ist ihm angeboten, im Vergleich zu dem seine gegenwärtigen Triumphe im Bereich des Mentals über die äußere Natur nur ein schwacher Abglanz sind.

Welches ist aber genau genommen der Fehler, aus dem alle seine Unvollkommenheiten entstehen? Wir haben ihn in den vorhergehenden Kapiteln schon aufzuzeigen versucht. Wir müssen ihn aber nochmals genauer aufzeigen. Wir stellten fest, dass auf den ersten Blick der Mensch eine doppelte Natur zu haben scheint, eine tierische Natur des vitalen und physischen Wesens, die ihren Instinkten, Antrieben, Wünschen, einer automatischen Orientierung und Methode entsprechend lebt, und eine halbgöttliche Natur des selbstbewussten, intellektuellen, ethischen, ästhetischen, empfindenden, bewusst schöpferischen Wesens, das seine Empfindungen und dynamischen Kräfte anständig leitet und das Gesetz des eigenen Handelns zu finden, es bewusst anzuwenden und zu verbessern vermag, eine denkende Mentalität, die die Natur versteht, ein Wille, der die Natur benutzt, erhebt und vollendet, ein Sinn, der auf intelligente Weise sich an der Natur erfreut. Ziel der tierischen Natur in uns ist Zunahme der vitalen Kraft und Freude. Ziel der halb-göttlichen Natur in uns ist auch Wachsen, Besitzen, Genießen, aber vor allem verständige, ästhetische, ethische Freude, die mehr den Kräften des Mentals als den Kräften des Lebens und des Körpers erwächst. Es handelt sich auch nicht so sehr um Besitz und Freude an dem Vitalen und Physischen, soweit diese nicht notwendige Grundlage und Ausgangspunkt, vorbereitende Notwendigkeit oder Bedingung, Standort und Basis sind, sondern um Besitz und Freude am Verstandesmäßigen, Ethischen und Ästhetischen. Wesentlich ist nicht sosehr das Wachstum im äußeren Leben, soweit es nicht notwendige Sicherung, Erleichterung und Würde unseres menschlichen Wesens bedeutet, als das Wahre, Gute, Schöne. Solcher Art ist das Wesen des Menschentums, seine einzige Auszeichnung und Abnormität gegenüber der Norm dieser nichtbewussten, materiellen Natur.

Dies bedeutet, dass der Mensch eine neue Wesensmacht entwickelt hat, die wir eine neue Seelenkraft nennen wollen mit der Einschränkung, dass wir auch Leben und Körper als eine Seelenkraft ansehen. Das Wesen, das dies erreicht hat, steht nicht allein unter der ihm eingeborenen Verpflichtung, die Welt von diesem höheren Standpunkt aus zu betrachten und zu werten, sondern hat vor allem die Aufgabe, seine ganze Natur zum Gehorsam dieser Kraft gegenüber zu zwingen und sich gewissermaßen nach ihrer Form umzuprägen, ja sogar das Leben seiner Umwelt, soweit es ihm möglich ist, umzugestalten zu einem Abbild dieser größeren Wahrheit, dieses neuen Gesetzes. In der Lösung dieser Aufgabe liegt ein svadharma, seine wahre Ordnung und Lebensweise, seine Vollendung und wahre Glückseligkeit. Versagt er hierbei, dann versagt er in dem Ziel seiner Natur und seines Wesens und muss solange von neuem beginnen, bis er den rechten Pfad findet, den erfolgversprechenden Wendepunkt erkennt und die entscheidende Krisis der Transformation erlebt. Genau dieses aber hat der Mensch nicht getan. Wohl hat er einiges erreicht, hat ein gewisses Stück seines Weges durchschritten. Er hat eine Last intellektueller, ethischer, ästhetischer Regeln auf sein vitales und physisches Wesen gelegt und hat es sich selbst unmöglich gemacht, am Tier im Menschen Genüge zu haben oder es überhaupt wirklich zu sein. Mehr hat er nicht erreicht. Die Transformation seines Lebens zum Abbild des Wahren, des Guten und des Schönen erscheint so weit entfernt als je. Sobald er sich diesem, wenn auch in unvollkommener Form nähert – und dies geschieht nur durch eine gewisse Klasse oder durch eine geringe Zahl Einzelner mit einer gewissen Rückwirkung auf das Leben der Menge –, dann entgleitet es ihm wieder in einem allgemeinen Verfall seines Lebens, oder aber er gerät in verwirrende Umwälzungen hinein, aus denen er neben neuen Gewinnen auch ernste Verluste heimbringt. Niemals hat er einen bedeutsamen Wendepunkt, eine entscheidende Krisis der Transformation erreicht.

Der Hauptfehler, die Wurzel aller Fehler überhaupt, liegt in seiner Unfähigkeit, den in sich ruhenden zentralen Lebenswillen, dem die Hauptkräfte und das sichere Vertrauen im wesentlichen Tun innewohnen, aufwärts zu führen. Noch ist sein zentraler Lebenswille seinem physischen und vitalen Wesen verbunden und drängt nach vitaler und physischer Freude, die wohl bis zu einem gewissen, unterschiedlichen Grad in ihrem Antrieb dem Einfluss und der Einwirkung höherer Mächte unterliegt, nicht aber verwandelt, beherrscht und auf eine höhere Ebene gehoben wird. Das höhere Leben überdeckt noch immer das niedere und bleibt ein Eindringling in unserem natürlichen Dasein, der sich ständig in das normale Leben einmischt, der tadelt, ermutigt, entmutigt, belehrt, tätig ist, in Ordnung bringt, erhebt, um wieder fallenzulassen, der aber keine Macht hat zu verändern, alchimistisch zu verwandeln und neu zu schaffen. In Wirklichkeit weiß der Mensch nicht einmal, wohin alle diese Anstrengungen, der mühsame Kampf ihn führen sollen. Manchmal nimmt er an, Ziel sei ein ganz erträgliches menschliches Leben auf Erden, ohne dass er dessen Norm festzulegen vermag, manchmal nimmt er an, unsere Wanderschaft gelte einer anderen Welt, und durch ein religiöses Leben oder durch einen erbaulichen Tod könne er alle Unruhen und Mühen dieses sterblichen Seins überwinden. Diese beiden Elemente leben auf diese Weise in fortwährendem Widerstreit, sich ständig gegenseitig verwirrend, störend, einander in der Wirkung aufhebend, gewissermaßen wie zwei schlecht zueinander passende, immer in Unfrieden lebende Eheleute, keiner Harmonie fähig und doch sich gegenseitig benötigend, zu einer unglücklichen Verbindung verdammt, bis dass der Tod sie scheidet. Alle Unbequemlichkeit, Enttäuschung, Unbefriedigtheit, Mühseligkeit, Melancholie, aller Pessimismus der menschlichen Mentalität ist die Folge davon, dass der Mensch tatsächlich das Rätsel und die Schwierigkeiten seiner doppelten Natur nicht zu lösen vermag.

Wir stellten schon fest, dass dieses Versagen auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass diese höhere Kraft nur ein Mittler ist, dass es vielleicht nicht möglich sei, das vitale und physische Leben vollkommen nach ihrem Bild zu wandeln, dies jedenfalls nicht die Absicht der Natur in uns ist. Nachdem alle Einzelwesen erfolgreich darin waren, sich bis zu einem gewissen Grade zu wandeln, ein ethisches, ästhetisches oder intellektuelles Leben zu führen, sogar ihr Leben nach einem Ideal des Wahren, Guten und Schönen zu formen und Großes zu leisten, könnte man vielleicht einwenden, auch die Menschheit könnte dies und sollte Erfolg dabei haben. Denn das außergewöhnliche Individuum stellt als Vorläufer den zukünftigen Typus dar. Wie groß aber war in Wirklichkeit der Erfolg dieser Einzelnen? Entweder ließen sie das vitale und physische Leben in sich verarmen, um nur einem Element ihres Wesens Spielraum zu lassen, führten mithin ein beschränktes, einseitiges Leben, oder aber sie schlossen einen Kompromiss, durch den es trotz Vorherrschaft des höheren Seins dem niederen erlaubt blieb, sein eigenes Leben zu leben, unter dem mehr oder weniger nachsichtigen Zügel der höheren Kraft oder der höheren Kräfte geführt. In sich selbst aber, in seinen eigenen Instinkten und Forderungen blieb dieses Leben unverändert. Es wurde beherrscht, aber nicht transformiert.

Das Leben kann nicht vollkommen rational sein. Es kann sich nicht völlig der ethischen, ästhetischen, wissenschaftlichen oder philosophischen Mentalität anpassen. Das Mental ist nicht der schicksalhafte Erzengel der Transformation. Jeder gegenteilige Anschein stellt sich immer als Täuschung, trompe l’oeil, als ein intellektuelles, ästhetisches oder ethisches Trugbild heraus. Man kann das Leben beherrschen, es unterdrücken, doch wird es stets sein Recht wahren. Mögen auch Einzelne oder eine gewisse Klasse eine solche Herrschaft für eine Zeit aufrichten und einige Scheinbilder davon der Gesellschaft aufprägen, am Ende überlistet doch das Leben den Intellekt. Es versteht es, wichtige Elemente – und immer sind verräterische Elemente am Werk – auf seine Seite herüberzuholen, ihre Urinstinkte zu stärken und so seinen Bereich wieder zu erobern. Vermag es dies nicht, so rächt es sich durch den eigenen Verfall, der den Verfall der Gesellschaft nach sich zieht und die Hoffnungen des Zeitalters vernichtet. Dies bestätigt sich dadurch, dass es Zeiten gibt, in denen die Menschheit sich dieser Tatsache selbst bewusst wird und sich unter Verzicht auf den Versuch einer Beherrschung des Lebenstriebes entschließt, den Verstand in seinem eigenen Raum zu nutzen und leuchten zu lassen, anstatt ihn für ein höheres, doch trügerisches Ideal zu versklaven.

Eine solche Periode war das jüngst vergangene Zeitalter des Materialismus, als der menschliche Intellekt entschlossen schien, Leben und Materie eingehend zu erforschen und sich darauf zu beschränken, das Mental nur als Werkzeug von Leben und Materie anzusehen und alles Wissen zu einer ungeheuren Verbreiterung des vitalen und physischen Lebens, zu seiner Nutzbarmachung, Wirksamkeit, Bequemlichkeit und zu einer erfolgreichen Ordnung des Besitzens und Genießens, des Triebes zum Schaffen einzusetzen. Das waren die Kennzeichen des materialistischen, kommerziellen und wirtschaftlichen Zeitalters der Menschheit, einer Zeit, in der sich das ethische Mental nur mühsam erhielt und an Selbstvertrauen verlor, Selbstzweifel dagegen stärker wurden und der Wunsch, die Festung des Moralgesetzes dem Lebenstrieb zu übergeben, eine Zeit, in der der ästhetische Instinkt und Intellekt als ein exotisch funkelndes Ornament erblühte, als eine seltene Orchidee im Knopfloch des vitalen Menschen, und die Vernunft zum ausgezeichneten Diener des Lebens und der Materie wurde. Die titanische Entwicklung des vitalen Lebens, die dieser Periode folgte, wird zu Ende gehen, wie alle Titanen ihr Ende finden. Sie zündete den Scheiterhaufen für das eigene Begräbnis im Brand des Weltkrieges an, für das natürliche Ende im Kampf der »leistungsfähigsten« und »zivilisiertesten« Nationen um Besitz und Genuss der Welt, um ihren Reichtum, ihre Märkte, um ihre freien Räume, Scheiterhaufen für eine aufgeblähte, überflüssige wirtschaftliche Entwicklung, eine Ausweitung des imperialistischen Herrschaftsanspruches. Dies ist die eigentliche Bedeutung des großen Krieges und sein Anlass, denn das war die geheime oder offene Absicht aller Diplomatie und internationalen Politik der Vorkriegszeit. Falls einmal für einige Zeit edlere Ideen am Werk waren, so geschah dies nur unter der Geißel des Todes und im Hinblick auf die fürchterliche Gefahr einer ungeheuren gegenseitigen Zerstörung. Aber selbst ein solches Erwachen war keineswegs vollkommen, nicht einmal immer ernst gemeint, auch wenn es in Deutschland, diesem einst so großen Kämpfer für die vitalistische Lebensphilosophie, geschah und sich hier durchzusetzen suchte. In diesem Erwachen lag ein wenig Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Zumindest im Augenblick hat das vitalistische Streben in neuer Form wieder einmal seinen Kopf erhoben. Die Hoffnung aber verglimmt in Dunkelheit und Wirrwarr, in denen nur das Auge des Glaubens das Entstehen eines neuen Kosmos aus dem Chaos zu sehen vermag.

Das erste Ergebnis dieses unvollkommenen Erwachens schien eine Rückkehr zu dem früheren Ideal zu sein, zu dem Willen, Vernunft und das ethische Mental besser und umfassender einzusetzen für die Ordnung des individuellen, nationalen und internationalen Lebens. Ein solcher Versuch aber, obgleich geeignet als erster Schritt, kann nicht die wirkliche und endgültige Lösung bringen. Enden hier unsere Bemühungen, dann werden wir niemals zu einer Lösung gelangen. Diese liegt, wie wir sahen, ausschließlich in dem Erwachen zu unserem wirklichen, weil unserem höchsten Selbst, das wir noch nicht sind, das wir jedoch werden müssen. Es ist nicht der starke, erleuchtete, von Nietzsche besungene vitale Wille, sondern ein spirituelles Selbst, eine spirituelle Natur, die das mentale Wesen, das wir schon sind, durch spirituellen Idealismus verwandelt und das Ziel und Handeln unserer vitalen und physischen Natur spiritualisiert. Dies ist die Aufgabe des Menschen in seiner höchsten Kraft. Sicherheit kann nur unser Streben zum Höchsten und nicht das Befriedigtsein mit niederen Möglichkeiten gewähren. Dem Höchsten in uns folgen, mag als ein gefährliches Leben erscheinen, um wieder einen Ausdruck Nietzsches zu gebrauchen. Aber dieser Gefahr folgt Sieg und Sicherheit. In niederen Möglichkeiten zu ruhen oder ihnen zu folgen, mag sicher verständlich, bequem und einfach sein, führt aber zu einem schlechten Ende, zu Nutzlosigkeit, zu einem Abstieg in ständigem Kreislauf oder zu einem stagnierenden Sumpf. Unser richtiger und natürlicher Weg geht hinauf zu den Gipfeln.

So müssen wir zu dem alten Geheimnis zurückkehren, das der Mensch als irdisches Wesen nur dunkel ahnte, dem er nur zögernd nachging, das er tatsächlich nur oberflächlich mit seinem Mental erkannte, aber nicht in wissendem Herzen begriff – und doch bedeutet, ihm zu folgen, seine soziale wie individuelle Rettung: zu dem Ideal des Königreiches Gottes, zu dem Geheimnis der Herrschaft des Geistes über das Mental, über Leben und Körper. Die älteren Nationen Asiens haben so lange Zeit überlebt und können nun heute, Unsterblichen gleich, ihr Antlitz einem neuen Morgengrauen zuwenden, weil sie dieses Geheimnis niemals ganz verloren, es niemals um eines geringeren Sieges willen und ungeduldig aufgegeben haben. Sie versanken in Schlaf, aber gingen nicht zugrunde. Wohl haben sie im Leben eine gewisse Zeit versagt, in der die europäischen Nationen erfolgreich waren, die dem Fleisch und Intellekt vertrauten. Aber dieser Erfolg, der nur eine kurze Zeit vollkommen sein konnte, wandelte sich stets in eine Katastrophe. Asien versagte im Leben und fiel in den Staub. Wenn auch der Staub, in dem es lag, nach Ansicht der modernen asiatischen Dichter heilig ist – eine Heiligkeit, die wohl angezweifelt werden kann –, ist doch Staub nicht der richtige Aufenthaltsort für den Menschen, und es ist auch nicht die richtige Stellung für ihn, auf dem Boden zu liegen. Asien hat zeitweilig versagt, nicht weil es spirituellen Dingen nachging, wie einige sich zum Trost sagen – als könnte der Geist überhaupt etwas Schwaches oder Ursache einer Schwäche sein –, sondern weil es dem Geist nicht genug folgte und nicht lernte, ihn völlig zum Meister seines Lebens zu erheben. Entweder ließ das Mental einen Abgrund, eine Trennung zwischen Leben und Geist entstehen, oder es verharrte in einem Kompromiss zwischen beiden und nahm ein auf diesen Kompromiss gegründetes sozial-religiöses System an. Eine solche Grundlage aber ist gefährlich; denn der Ruf des Geistes verlangt mehr als jeder andere, dass wir ihm bis zum Ende folgen, und das Ende ist weder eine Scheidung und Trennung noch ein Kompromiss, sondern die Eroberung von allem durch den Geist und die Herrschaft der nach Vollkommenheit Suchenden, zu deren Erfüllung – nach der indischen Symbolsprache – der letzte Avatar kommen wird.

Es ist wichtig, diese Wahrheit festzustellen, da die Fehler, die auf dem Pfad gemacht werden, oft lehrreicher sind als die durch ein Abweichen von dem Pfad entstehenden. Wie es möglich ist, das intellektuelle, ethische und ästhetische Leben oder die Summe dieser Antriebe der vitalen und physischen Natur aufzuprägen und sich mit einer teilweisen Herrschaft oder einem Kompromiss zufriedenzugeben, so ist es auch möglich, das spirituelle Leben oder eine Vorstellung von Kraft und von Einfluss spiritueller Ideen und Antriebe der mentalen, vitalen und physischen Natur aufzuprägen. So wird entweder das vitale und physische Wesen verarmen und selbst das Mental niedergedrückt, um dem Spirituellen leichter die Herrschaft zu überlassen. Oder aber es wird ein Kompromiss eingegangen, durch den die niedere Natur ihre Nahrung erhält unter der Bedingung, dass sie häufig genug dem spirituellen Wesen Ehrfurcht bezeugt, dass sie mehr oder weniger dessen Einfluss eingesteht und ihn formell als letzte Stufe und Endzustand des menschlichen Seins anerkennt. Hierüber hinaus hat die menschliche Gesellschaft in der Vergangenheit nichts getan. Obwohl dies naturgemäß eine Stufe auf der Wanderschaft sein muss, so hieße, hier zu rasten, das Wesentlichste einzubüßen. Das Eine, das not tut, der steile Weg zur Vollendung und Verwandlung, entspricht nicht einer Menschheit, die das gewöhnliche, heute übliche Leben führt und von spirituellen Einflüssen nur berührt wird, sondern einer Menschheit, die aus ganzem Herzen einem Gesetz zustrebt, das ihr heute noch abnormal erscheint, solange nicht ihr ganzes Leben der Spiritualität teilhaftig wurde.

Das Geheimnis der Transformation liegt in der Überführung unseres Lebenszentrums in ein höheres Bewusstsein und in der Veränderung unserer stärksten Lebenskraft. Dies bedeutet einen Sprung oder einen Aufstieg, der noch unerwarteter ist als jener, den die Natur vor Zeiten, vom vitalen Mental des Tieres zum denkenden Mental gemacht haben muss, so unvollkommen dieses in unserer menschlichen Intelligenz auch noch sein mag. Der dem Leben eingeschlossene zentrale Wille darf nicht mehr der vitale Wille in Leben und Körper sein, sondern ist der spirituelle Wille, von dem wir heute nur seltene, undeutliche Fingerzeige und Umrisse wahrnehmen. Denn dieser erreicht uns heute noch kaum entfaltet, schwach und verkleidet in der mentalen Idee. Seiner eigenen Natur nach aber ist er supramental und diese supramentale Macht und Wahrheit gilt es für uns irgendwie zu entdecken. Die Hauptkraft unseres Lebens darf nicht mehr der niedere, vitale Drang der Natur sein, der in uns schon vollendet ist und der nur noch um unser Egozentrum kreisen kann, sondern jene spirituelle Kraft, von der wir manchmal hören und sprechen, deren innerstes Geheimnis wir aber noch nicht kennen. Denn dieses liegt noch in den Tiefen unseres Wesens verborgen und wartet darauf, dass wir unser Ego transzendieren und die wahre Individualität entdecken, in deren Universalität wir mit allen anderen vereint sein werden. Von dem vitalen Wesen, der wirkenden Realität in uns, zum Geist, der zentralen Wirklichkeit zu gelangen, unseren Lebenswillen und unsere Lebenskraft zu diesen Höhen zu erheben, das ist das Geheimnis, das unsere Natur zu entdecken sucht. Alles, was wir bisher taten, war ein nur halb erfolgreiches Mühen, diesen Willen und diese Kraft auf die mentale Ebene zu erheben. Unser höchstes Bestreben und Schaffen war es, das mentale Wesen zu werden und aus der Stärke der Idee zu leben. Die mentale Idee in uns aber ist immer Zwischenträger und Werkzeug. Immer braucht sie ein anderes als sich selbst als Grundlage für das Handeln. Auch wenn sie eine Zeitlang ihrer eigenen Befriedigung nachgehen kann, wird sie durch diese allein nicht für immer befriedigt sein. Entweder muss sie dem Zug nach unten und nach außen zum vitalen und physischen Leben hin nachgeben oder sie muss sich nach innen und oben zum Geist erheben.

Aus diesem Grund sind wir in Denken, Kunst, Haltung und Leben immer zwischen zwei Richtungen aufgeteilt, zwischen einer idealistischen und einer realistischen. Wir neigen dazu, die letztere als realer, fester begründet, mehr den Gegebenheiten angepasst zu empfinden, weil sie auf einer offensichtlichen, spürbaren und schon vollendeten Wirklichkeit beruht. Die idealistische erscheint uns leicht unwirklich, fantastisch, unsubstantiell, unklar, mehr Gedanke und Wort als Lebenstatsache, da sie eine noch nicht vollendete Wirklichkeit zu erfassen sucht. Vielleicht haben wir auch bis zu einem gewissen Grad recht. Denn das Ideal, ein Fremder unter den Gegebenheiten unseres physischen Seins, ist wirklich so lange etwas Unreales, bis es sich nicht auf irgendeine Weise den Unvollkommenheiten unseres äußeren Lebens angepasst hat, oder bis es nicht die größere und reinere Wirklichkeit, nach der es strebt, gefunden und unseren äußeren Handlungen aufgeprägt hat. Bis dahin schwebt das Ideal zwischen zwei Welten und hat weder das Licht im Oben noch die Dunkelheit im Unten erobert. Leicht ist es wohl, sich durch einen Kompromiss den tatsächlichen Gegebenheiten zu unterwerfen, schwer aber, die spirituelle Wahrheit zu finden und unsere gewohnheitsmäßige Lebensweise zu wandeln. Aber gerade diese schwierige Aufgabe muss gelöst werden, will der Mensch seine wahre Natur finden und erfüllen. Mag auch ein Idealismus menschlich gesehen immer das Richtigste in uns sein, als mentaler Idealismus hat er keine Wirkungskraft. Um wirksam zu sein, muss er sich in einen spirituellen Realismus wandeln, der die höhere Wirklichkeit des Geistes zu ergreifen und die niedere Wirklichkeit unserer empfindungsmäßigen vitalen und physischen Natur zu dieser emporzuführen vermag.

Diese Aufwärtsführung unseres Lebenswillens und unserer Lebenskraft müssen wir nun zum Grundgesetz unserer Vollendung machen. Dieser Wille, diese Kraft müssen zwischen der Herrschaft des vitalen Teils in uns und der Herrschaft des Geistes wählen. Die Natur kann im Kreislauf des vitalen Wesens ruhen und in ihm eine gewisse Vollkommenheit erlangen. Eine solche Vollkommenheit aber ist eine stillstehende Entwicklung, die mit ihrer eigenen Begrenzung zufrieden ist. In Pflanze und Tier kann die Natur dies erreichen, weil bei diesen Leben und Körper zugleich Werkzeug und Ziel sind und sie nicht über sich hinaus blicken. Sie vermag es aber nicht beim Menschen, weil sie bei ihm über die physische und vitale Basis hinausgegangen ist. In ihm hat sie das Mental entwickelt, das ein Hinströmen des Lebens zum Licht des Geistes ist. Leben und Körper sind nun Werkzeuge und nicht mehr ihr eigenes Ziel. Deshalb kann der Mensch seine Vollendung nicht finden, indem er dem unerleuchteten Kreislauf des physischen Lebens folgt, ebenso wenig in den weiteren Kreisläufen des mentalen Wesens. Denn auch dieses ist Werkzeug und strebt nach etwas Jenseitigem, nach etwas, dessen Kraft bereits in ihm wirksam ist, dessen umfassendere Wahrheit für die heutige Intelligenz aber überbewusst ist. Die Vollendung des Menschen liegt in der Entfaltung des ewig vollkommenen Geistes.

Die niedere Vollkommenheit der Natur in Pflanze und Tier ist die Folge eines instinktiven, selbsttätigen, unterbewussten Gehorsams gegenüber der vitalen Wahrheit ihres eigenen Wesens. Die höhere Vollkommenheit des spirituellen Lebens wird sich aus einem unmittelbaren Gehorsam des spiritualisierten Menschen gegenüber der Wahrheit seines eigenen verwirklichten Wesens ergeben, sobald er zu sich selbst, zu seiner eigenen wirklichen Natur gefunden hat. Diese Unmittelbarkeit wird nicht instinktiv und unterbewusst sein, sondern intuitiv und umfassend, voll und ganz bewusst. Es wird ein froher Gehorsam sein gegenüber der Unmittelbarkeit eines spirituellen Lichtes, gegenüber der Kraft einer einheitlichen, vollständigen höchsten Wahrheit, gegenüber der allumfassenden Schönheit, Güte, Macht, Freude, Liebe und Einheit. Aufgabe dieser sich im Leben auswirkenden Kraft wird und muss wie immer im Leben Wachstum, Besitz und Freude sein, aber Wachstum als Manifestation des Göttlichen, Besitz und Freude am Spirituellen und an dem Geist in allem, eine Freude, die teilhat an den Symbolen des Mentals, des Lebens und Körpers, aber nicht von ihnen abhängig sein wird. Deshalb wird dies keine begrenzte Vollkommenheit einer stillstehenden Entwicklung sein, die auf der Wiederholung gleicher Formen, auf dem Kreislauf derselben Handlungen beruht, bei der jedes Abweichen eine Gefahr und Störung bedeutet. Es wird vielmehr eine unbegrenzte Vollkommenheit sein, die unzähliger Veränderungen ihrer Formen fähig ist – denn die Wege des Geistes sind ohne Zahl und Ende –, aber mit Sicherheit in allen ihren Verschiedenheiten die gleiche, die Eine in unendlicher Vielfalt bleibt.

Auch deshalb kann die Vollkommenheit nicht die Folge einer mentalen Idee sein, die sich mit dem Geist in gleicher Weise befasst wie mit dem Leben. Die Idee im Mental, die den zentralen Willen im Geist aufnimmt und dieser höheren Kraft eine bewusste Richtung und Methode zu geben sucht, die mit den Ideen des Intellekts übereinstimmt, ist zu begrenzt, zu verdunkelt, zu arm an Kraft, um dieses Wunder zu vollbringen. Noch weniger aber wird erreicht, wenn wir den Geist an eine bestimmte mentale Idee oder an das System eines religiösen Kultes ketten, an eine intellektuelle Wahrheit, eine ästhetische Norm, eine ethische Regel, eine praktische Handlung, an eine bestimmte Form des vitalen und physischen Lebens, der Organisation und Tätigkeit, und wenn wir jede Abweichung hiervon als Gefahr, Störung oder Abwegigkeit von dem spirituellen Leben erklären. Dies gerade war der Fehler, der in Asien begangen wurde, der Grund für den Stillstand und den Verfall seiner Entwicklung. Denn dies würde die Unterwerfung des höheren Grundsatzes unter den niederen bedeuten und den sich entfaltenden Geist zu einem vorläufigen und unvollkommenen Kompromiss mit dem Mental und der vitalen Natur zwingen. Des Menschen wahre Freiheit und Vollkommenheit aber wird erreicht sein, wenn der Geist von innen her die Formen des Mentals und des Lebens durchbricht und sich, in den Äther zu der stolzen Höhe seiner Erkenntnis emporschwingend, aus diesem Licht und Flammenmeer zurückwendet, um sie zu ergreifen und in sein eigenes Bild zu verwandeln.

Tatsächlich sind Mental und Intellekt, wie wir sahen, nicht die Schlüsselstellungen unseres Wesens. Denn sie können nur einen Kreis von Halbwahrheiten und Unsicherheiten beschreiben und sich in diesem unbefriedigenden Kreis drehen. Verborgen aber im Mental und im Leben, in allen Tätigkeiten des Verstandes, der Ästhetik, der Ethik, des Dynamischen und Praktischen, in dem gefühlsmäßigen, mit den Sinnen wahrnehmenden, vitalen und physischen Wesen liegt eine Kraft, die durch Identität und Intuition erschaut und allen Dingen die Wahrheit, Sicherheit und Festigkeit gibt, die sie zu ertragen in der Lage sind. Wir beginnen gerade, etwas davon dunkel hinter aller unserer Wissenschaft und Philosophie, hinter allen unseren Tätigkeiten zu erahnen. Solange diese Kraft aber für das Mental und das Leben in ihren verschiedenen Formen, nicht aber für sich selbst aus der Unmittelbarkeit des eigenen Lichtes heraus wirken muss, können wir keinen größeren Nutzen aus dieser Erkenntnis ziehen, können nicht den ursprünglichen Segen dieser inneren Höheren Macht empfangen. Des Menschen Weg zum spirituellen Übermenschen wird sich erst öffnen, wenn er kühn erklärt, dass alles, was er bisher entwickelte, einschließlich des Intellekts, auf den er mit Recht und doch so eitel stolz ist, ihm nun nicht mehr genügt, dass es künftig sein ständiges Streben sein wird, dies größere Licht in sich selbst zu erkennen und freizulegen. Dann werden Philosophie, Kunst, Wissenschaft und Ethik, soziales Sein und vitale Zielsetzungen nicht länger allein Handlungen seines Mentals und seines Lebens sein, um ihrer selbst willen getan, im Kreis sich drehend, sondern sie werden ihm als Mittel dienen, um hinter dem Mental und dem Leben eine größere Wahrheit zu erkennen und deren Kraft in das menschliche Dasein hineinzutragen. Dann werden wir auf dem rechten Weg zu uns selbst sein, zu dem wahren Gesetz unserer Vollendung, zu unserem wahren, befriedigenden Dasein, unserem wirklichen Wesen, unserer göttlichen Natur.

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