Kapitel 7

Das schönste Geschenk, das man einem Kind machen kann

Worte der Mutter

Im wesentlichen ist das einzige, was man beharrlich tun sollte, ihnen beizubringen, sich selbst zu erkennen und ihre eigene Bestimmung zu wählen, den Pfad, dem sie folgen werden; ihnen beizubringen, sich selbst zu betrachten, sich selbst zu verstehen und sich zu entscheiden, was sie sein möchten. Das ist unendlich viel wichtiger als ihnen beizubringen, was in früherer Zeit auf der Erde geschah, oder selbst wie die Erde gebaut ist, oder selbst … alle Arten von Dingen, die eine notwendige Grundlage sind, wenn du das gewöhnliche Leben in der Welt zu leben wünschst; denn wenn du sie nicht kennst, wird dich jede beliebige Person intellektuell gleich herabsetzen: „Oh, er ist ein Dummkopf, er weiß überhaupt nichts.“

Doch du kannst in jedem Alter, wenn du Lerneifer hast und den Willen dazu, auch Bücher benutzen und damit arbeiten; dafür brauchst du nicht zur Schule zu gehen. Es gibt genug Bücher in der Welt, um dir etwas beizubringen.

Worte der Mutter

Für jedes lebendige Wesen ist es ein unschätzbarer Besitz, sich selbst zu kennen und zu meistern gelernt zu haben. Sich selbst zu kennen, bedeutet, die Motive seiner eigenen Handlungen und Reaktionen zu kennen, das warum und wie aller Dinge, die in einem geschehen. Meister seiner selbst zu sein heißt, zu tun, was man beschlossen hat zu tun, nur das und nichts anderes, nicht auf Impulse, Begehren oder Fantasien zu hören und ihnen zu folgen…

Das schönste Geschenk, das man einem Kind machen kann, wäre, ihm beizubringen, sich selbst zu erkennen und Meister seiner selbst zu sein.

Worte der Mutter

Gerne zu lernen, das ist das kostbarste Geschenk, das man einem Kind machen kann, immer und überall zu lernen.

Worte der Mutter

Man muss den Kindern beibringen:

a) nicht zu lügen, ganz gleich, welches die Konsequenzen sein mögen;

b) Gewalttätigkeit, Wut, Ärger zu kontrollieren.

Wenn diese zwei Dinge vollbracht werden können, dann können die Kinder zum Übermenschsein geführt werden.

Manche glauben, dass, wenn sie Konventionen, Schranken brechen, sie frei von den Begrenzungen der gewöhnlichen Menschheit sind. Aber das trifft nicht zu.

Die folgenden beiden Dinge müssen vollbracht werden, um sein zu können, was man „Übermensch“ nennen mag: nicht zu lügen und sich selbst zu beherrschen.

Eine vollständige Hingabe an das Göttliche ist die letzte Bedingung, doch dies sind die beiden ersten Dinge, die man vollbringen muss.

Worte der Mutter

Was man einem Kind beibringen sollte:

1) Die Notwendigkeit absoluter Aufrichtigkeit.

2) Die Gewissheit des letztlichen Sieges der Wahrheit.

3) Die Möglichkeit und den Willen zum Fortschritt.

Frohsinn, Fair-play, Wahrhaftigkeit.

Geduld, Ausdauer, Beharrlichkeit.

Gleichmut, Mut, Heiterkeit.

Worte der Mutter

Für die Kinder wäre es am besten – eben deshalb, weil sie Kinder sind –, ihnen den Willen einzupflanzen, die Zukunft zu erobern, den Willen, immer nach vorne zu blicken und so schnell voranzukommen wie möglich, in Richtung auf das … was sein wird –, doch sie sollten nicht die Bürde, den Mühlstein des ganzen schweren Gewichtes der Vergangenheit mit sich schleppen. Erst wenn wir sehr hoch stehen in Bewusstsein und Wissen, ist es gut zurückzublicken, um die Punkte ausfindig zu machen, wo diese Zukunft sich zu zeigen beginnt. Wenn wir das ganze Bild erfassen können, wenn wir eine sehr globale Schau haben, wird es interessant zu wissen, dass das, was später verwirklicht werden wird, bereits zuvor angekündigt wurde, in derselben Weise wie Sri Aurobindo sagte, dass das göttliche Leben sich auf Erden manifestieren wird, weil es bereits in den Tiefen der Materie eingefaltet ist; von diesem Standpunkt ist es interessant, zurückzublicken oder nach unten zu blicken – nicht um zu wissen, was geschah, oder um zu wissen, was die Menschen gewusst haben: das ist ganz nutzlos.

Man sollte den Kindern sagen: Es gibt wunderbare Dinge, die zu manifestieren sind, bereitet euch darauf vor, sie zu empfangen. Wenn sie dann etwas wollen, was ein wenig mehr konkret ist und leichter zu begreifen, kann man ihnen sagen: Sri Aurobindo ist gekommen, um diese Dinge anzukündigen; wenn ihr in der Lage seid, ihn zu lesen, werdet ihr verstehen. Dies erweckt dann das Interesse und den Wunsch zu lernen.