Kapitel 6
Schönheit im alltäglichen Leben
Hinter allen Dingen steht eine göttliche Schönheit, eine göttliche Harmonie, mit der wir in Berührung kommen und die wir zum Ausdruck bringen müssen.
In allem, überall, in allen Beziehungen muss die Wahrheit in ihrem mannigfaltigen Rhythmus offenbart werden, und jede Regung des Lebens muss ein Ausdruck von Schönheit und Harmonie sein. Geschicklichkeit ist nicht Kunst, Begabung ist nicht Kunst. Kunst ist lebendige Harmonie und Schönheit, die es in allen Bewegungen des Daseins zu enthüllen gilt. Diese Offenbarung wahrhafter Kunst ist Teil der göttlichen Verwirklichung, vielleicht sogar ihr größter Teil.
Lass Schönheit dein ständiges Ideal sein:
Schönheit der Seele
Schönheit in den Empfindungen
Schönheit im Denken
Schönheit im Handeln
Schönheit in der Arbeit
damit nichts aus deinen Händen kommt, das nicht ein Ausdruck reiner und harmonischer Schönheit ist.
Und die Göttliche Hilfe wird immer bei dir sein.
In dem Maße, wie im Kinde die Fähigkeit zu verstehen wächst, muss man es lehren, der Kraft und der Präzision noch den künstlerischen Geschmack und die Verfeinerung hinzuzufügen. Die schönen, hohen, gesunden und edlen Dinge – seien es Dinge der Natur oder seien es Werke aus Menschenhand – muss man ihm zeigen und sie schätzen und lieben lehren. Es muss eine echte Schönheitspflege sein, die das Kind vor herabziehenden Einflüssen bewahren wird.
Eine der stärksten Waffen des Asura ist es, wenn dir beigebracht wird, das Schöne zu meiden. Das war der Ruin Indiens. Das Göttliche manifestiert sich im Seelischen als Liebe, im Mental als Wissen, im Vital als Kraft und im Physischen als Schönheit. Wenn du die Schönheit ablehnst, bedeutet das, dass du das Göttliche dieser Manifestation im Materiellen beraubst und diesen Teil an den Asura übergibst.
Ein reiner Sinn für Schönheit kann nur durch eine große Läuterung erlangt werden.
Vergleicht man den jetzigen Körper des Menschen mit einem höheren Schönheitsideal, so halten offensichtlich nur wenige der Prüfung stand. Bei fast jedermann gibt es eine Art Ungleichgewicht der Proportionen; wir sind so sehr daran gewöhnt, dass wir es nicht bemerken. Stellt man sich jedoch auf den Standpunkt der höheren Schönheit, so wird es sichtbar. Nur wenige Körper können einem Vergleich mit der vollendeten Schönheit standhalten. Es gibt tausend Gründe für dies Ungleichgewicht, aber nur ein einziges Heilmittel: in das Wesen diesen Instinkt einführen, diesen Sinn für die wahre Schönheit, eine höchste Schönheit, die nach und nach auf die Zellen einwirkt und den Körper befähigt, Schönheit auszudrücken.