Kapitel 37
Wahrer Mut
Wahrer Mut, im tiefsten Sinn, heißt, allem, wirklich allem im Leben, von den kleinsten bis zu den größten Dingen, von den materiellen bis zu den spirituellen Dingen die Stirn bieten zu können, ohne zu zittern, ohne physisch … ohne dass das Herz schneller schlägt, ohne dass die Nerven beben und ohne die geringste Gemütsbewegung in irgendeinem Wesensteil. Die Lage zu meistern mit dem ständigen Bewusstsein der göttlichen Gegenwart, mit einer restlosen Selbsthingabe an das Göttliche, und das ganze Wesen in diesem Willen geeint – damit kann man im Leben vorangehen und alles Erdenkliche meistern. Ich sage: ohne ein Zittern, ohne ein Erbeben – das ist die Folge einer langen Bemühung, es sei denn, man ist mit einer besonderen Gnade geboren, man ist schon so geboren.