Kapitel 20

Liebe für Blumen und Pflanzen

Blumen sind sehr empfänglich und freuen sich, wenn sie geliebt werden.

Vorgestern, als ich meine Vase für Dich arrangierte, sagte ich zu einer Blume: „Oh, du gehst zur Mutter“, und sie lächelte wirklich. Das Gleiche geschah gestern und heute wieder.

Das ist wirklich sehr interessant. War es eine Rose oder ein Hibiskus?

Ein Hibiskus hat mir diese Erfahrung beschert.

Ja, es ist eine sehr bewusste Blume – ich habe viele Beweise dafür erhalten.

Liebe Mutter, kann eine Pflanze anders als physisch wachsen?

In Pflanzen ist eine große vitale Kraft. Und diese vitale Kraft hat eine beträchtliche Wirkung. Und es gibt auch den Genius der Spezies, welcher ein Bewusstsein ist. In Pflanzen ist bereits ein aktives Bewusstsein am Wirken.

Und im Genius der Spezies gibt es einen Beginn – recht embryonisch noch, aber dennoch – gibt es den Beginn einer Reaktion auf den psychischen Einfluss, und gewisse Blumen sind deutlich der Ausdruck einer psychischen Einstellung und Sehnsucht in der Pflanze, nicht seiner selbst sehr bewusst, aber doch vorhanden wie ein spontaner Impuls.

Es ist zum Beispiel recht sicher, dass, wenn du eine besondere Zuneigung für eine Pflanze hast, wenn du sie abgesehen von deiner materiellen Obhut auch liebst, wenn du dich ihr nahe fühlst, sie dies empfindet; sie blüht dann sehr viel harmonischer und glücklicher, sie wächst besser, lebt länger. All dies indiziert eine Reaktion in der Pflanze selbst. Demzufolge ist dort die Gegenwart eines gewissen Bewusstseins; und sicher hat die Pflanze ein vitales Wesen.

Haben Blumen einen Sinn für Schönheit?

Sobald es organisches Leben gibt, kommt das vitale Element ins Spiel, und es ist dieses vitale Element, das den Blumen einen Sinn für Schönheit verleiht. Es ist vielleicht nicht individuell in dem Sinne, wie wir es verstehen, aber es ist ein Sinn der Spezies, und die Spezies versucht immer, ihn zu verwirklichen.…

In Tokio hatte ich einen Garten, und in diesem Garten baute ich selbst Gemüse an. Ich hatte einen ziemlich großen Garten und viele Gemüsesorten. Und so pflegte ich jeden Morgen einen Rundgang zu machen, nachdem ich sie begossen hatte usw. Ich ging herum, um zu entscheiden, welches Gemüse ich für das Essen nehmen könnte. Nun stellt euch nur vor! Es waren einige da, die mir sagten: „Nein, nein, nein.“ Und dann gab es andere, die riefen, und ich sah sie aus der Entfernung, und sie sagten: „Nimm mich, nimm mich, nimm mich!“ Daher war es ganz einfach. Ich schaute nach jenen, die genommen werden wollten, und rührte nie die an, die es nicht wollten. Das schien mir etwas Außergewöhnliches zu sein. Ich liebte meine Pflanzen sehr, ich pflegte mich um sie zu kümmern. Ich hatte eine Menge Bewusstsein in sie hineingelegt, während ich ihnen Wasser gab, sie reinigte. Daher dachte ich, sie hätten vielleicht eine besondere Kapazität.

Aber in Frankreich war es dasselbe. Ich hatte auch einen Garten im Süden Frankreichs, wo ich Erbsen, Rettiche, Möhren anbaute. Nun gab es einige, die glücklich waren, genommen und gegessen werden wollten, und es gab jene, die sagten: „Nein, nein, nein, rühr mich nicht an, rühr mich nicht an!“ (Gelächter)

Warum sagten sie das, liebe Mutter?

Ich stellte Experimente an, um eben dies herauszufinden, und das Resultat war nicht immer dasselbe. Manchmal war es in der Tat der Fall, dass die Pflanze nicht verzehrbar war. Sie war nicht gut, sie war hart oder bitter, sie war nicht gut zum Essen. Ein andermal geschah es, dass sie nicht bereit war, dass es noch zu früh war. Sie war nicht reif. Wenn ich ein oder zwei Tage wartete, sagte sie mir dann: „Nimm mich, nimm mich, nimm mich!” (Gelächter)

In der Regel leiden Pflanzen, wenn sie in einem Raum eingeschlossen sind.

Das Einzige, worauf ich bestehe, ist Sorgfalt, Sanftheit, Rücksichtnahme, wie man sie einem Lebewesen gegenüber zeigen würde – denn Pflanzen sind lebendig und sie fühlen und leiden.

Wie können wir unser Bewusstsein so entwickeln, dass wir besser mit Pflanzen und Blumen umgehen können?

Zuerst müsst ihr lernen, still zu sein, dann achtet sorgfältig auf das, was in eurem Bewusstsein vor sich geht.

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