Kapitel 2

Das Wunder der Geburt

Ich sah meine Seele als Reisende durch die Zeit

Von Leben zu Leben kosmische Wege gehen,

Dunkel in den Tiefen, erhaben auf den Höhen,

Vom Wurm empor sich entfaltend in den Gott.

Eine Funke des ewigen Feuers, kam sie her

In Materie ein Haus für den Ungeborenen zu bauen.

Die nichtbewusste sonnenlose Nacht empfing die Flamme,

In stumm verlorener Dinge roher Saat

Rührte sich Leben, umriss sich schimmernd Denken

Bis auf der unbeseelten starren Erde erschien,

Geboren aus nachtwandlerischer Natur im Schlaf,

Ein denkend Geschöpf, das hoffen und lieben kann.

Weiter geht das Wunder, die schrittweise

Geburt des Unsterblichen zwischen Schlamm und Stein.

O Du, der du stiegst zum Mental aus dem dumpfen Stein,

Wende dich den unerklommenen Wundern zu!

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