Kapitel 1
Dasein ist keine Illusion
Das Dasein ist kein Glücksfall, keine zufällige Schöpfung von irgendjemandem, ein Ding, das unerklärlicherweise entstanden ist. Es trägt das Wort Gottes in sich, es ist erfüllt von einer verborgenen Göttlichen Gegenwart.
Das Dasein ist keine blinde Maschine, die irgendwie daherkam und eine planlose Bewegung ohne Ziel, Sinn und Zweck in Gang setzte. Das Dasein ist eine Wahrheit der Dinge, die sich durch einen allmählichen Prozess der Manifestation entfaltet, eine Evolution ihrer eigenen innewohnenden Wirklichkeit.
Das Dasein ist keine Illusion, eine Maya, die keinen Grund, keine Bestimmung hat zu existieren, nicht existieren kann, nicht existiert, sondern nur zu sein scheint. Eine mächtige Wirklichkeit manifestiert in sich selbst dieses wunderbare Universum.
Die Manifestation ist keine Episode des Ewigen. Sie ist sein Antlitz und sein Körper der Glorie, der unvergänglich ist, sie ist die Bewegung seiner Freude und seiner Macht...
Das Göttliche, das wir verehren, ist nicht nur eine ferne außerkosmische Wirklichkeit sondern eine halbverhüllte Manifestation, die uns hier im Universum gegenwärtig und nahe ist. Das Leben ist das Feld für eine noch nicht vollendete göttliche Offenbarung: wir sollen hier im Leben, auf der Erde, im Körper, – ihniva1, wie die Upanishaden betonen –, die Gottheit enthüllen; hier müssen wir ihre transzendente Größe, ihr Licht und ihre wunderbare Lieblichkeit unserem Bewusstsein zu etwas Wirklichem machen, es hier besitzen und, soweit das möglich ist, zum Ausdruck bringen.
...der Mensch ist ein sich entwickelnder Geist, der hier versucht, sich in den Formen von Mental, Leben und Körper zu finden und zu verwirklichen...
1 selbst hier.