Kapitel 15
Gib alles
Je mehr du dich gibst, desto mehr hast du die Erfahrung – es ist nicht nur ein Gefühl oder ein Eindruck oder eine Sinneswahrnehmung, es ist eine totale Erfahrung: Je mehr du dem Göttlichen gibst, desto mehr ist Er bei dir, völlig, ständig, in jeder Minute, in all deinen Gedanken, in all deinen Bedürfnissen, und es gibt keine Aspiration, die nicht sofort ihre Antwort erhielte, und du hast das Gefühl einer vollständigen, einer beständigen Intimität, einer vollkommenen Nähe. Es ist, als hielte man … als wäre das Göttliche die ganze Zeit bei dir. Du wanderst, und Er wandert mit dir, du schläfst, und Er schläft mit dir, du isst, und Er isst mit dir, du denkst, und Er denkt mit dir, du liebst, und Er ist die Liebe, die du hast. Aber dazu muss man sich ganz, total, ausschließlich geben, nichts zurückbehalten, nichts für sich selbst behalten und keinen Vorbehalt haben, auch nichts vergeuden. Die kleinste Sache in deinem Wesen, die dem Göttlichen nicht gegeben wurde, ist Verschwendung. Es ist die Vergeudung deiner Freude, es ist etwas, das ebenso dein Glück verringert, und alles, was du dem Göttlichen nicht gibst, ist, als hieltest du es von der Möglichkeit des Göttlichen zurück, sich dir zu geben. Du fühlst Ihn dir nicht nah, nicht ständig bei dir, weil du Ihm nicht gehörst, weil du hunderterlei Sachen und anderen Personen gehörst. In deinem Denken, in deinem Handeln, in deinen Gefühlen, deinen Impulsen … da sind Millionen Sachen, die du Ihm nicht gibst, und deshalb fühlst du Ihn nicht immer bei dir, weil all diese Dinge ebenso viele Trennungen und Wände zwischen Ihm und dir sind. Aber wenn du Ihm alles gibst, wenn du nichts zurückbehältst, wird Er ständig und völlig bei dir sein in allem, was du tust, in allem, was du denkst, in allem, was du fühlst, immer, in jedem Augenblick.