Kapitel 6
Ein Aufruf an die Jugend
Worte Sri Aurobindos
Der Jugend gehört diese Zukunft. Es ist eine junge und neue Welt, die sich jetzt entwickelt, und es ist die Jugend, die sie schaffen muss. Aber es ist auch eine Welt der Wahrheit, des Mutes, der Gerechtigkeit, des edlen Strebens und der geradlinigen Erfüllung, die wir schaffen wollen. In der Zukunft dieser Bewegung ist kein Platz für den Feigling, für den Egoisten, für den Schwätzer, der zuerst vorprescht und dann seine Mitmenschen im Stich lässt. Eine tapfere, offene, aufrichtige, mutige und strebsame Jugend ist das einzige Fundament, auf dem die … Zukunft aufgebaut werden kann.
Worte Sri Aurobindos
Es sind die jungen Menschen, die die neue Welt erbauen müssen – jedoch nicht diejenigen, die den wettbewerbsorientierten Individualismus, den Kapitalismus oder den materialistischen Kommunismus als das zukünftige Ideal akzeptieren, auch nicht diejenigen, die an alten religiösen Formeln festhalten und nicht an die Annahme und Umwandlung des Lebens durch den spirituellen Geist glauben können, sondern alle, die in ihrem Denken und in ihrem Herzen frei sind, eine vollkommenere Wahrheit anzunehmen und für ein höheres Ideal zu arbeiten. Es müssen Menschen sein, die sich nicht der Vergangenheit oder der Gegenwart widmen, sondern der Zukunft. Sie müssen ihr Leben der Überwindung ihres Egos, der Verwirklichung Gottes in sich selbst und in allen Menschen und der entschlossenen und unermüdlichen Arbeit für die Nation und für die Menschheit widmen. Noch kann dieses Ideal nur ein kleines Samenkorn und das Leben, das es verkörpert, nur ein kleiner Kern sein, aber es ist unsere feste Hoffnung, dass das Samenkorn zu einem großen Baum heranwachsen und der Kern das Herz einer sich immer weiter ausbreitenden Formation sein wird. Mit zuversichtlichem Vertrauen in die Göttliche Mutter, die uns inspiriert, nehmen wir unseren Platz unter den Fahnenträgern einer neuen Menschheit ein, die darum ringt, inmitten des Chaos einer sich auflösenden Welt geboren zu werden…
Worte Sri Aurobindos
Wir sagen dem Einzelnen und vor allem den jungen Menschen, die sich jetzt auf den Weg machen, um das Werk der Welt, das Werk Gottes zu tun: „Ihr könnt diese Ideale nicht hegen und noch weniger könnt ihr sie verwirklichen, wenn ihr euer Denken einzig den europäischen Ideen unterwerft oder wenn ihr das Leben vom materiellen Standpunkt aus betrachtet. Denn stofflich seid ihr nichts, spirituell seid ihr alles. Entdeckt den Vedanta, die Gita, den Yoga wieder. Entdeckt sie nicht nur im Intellekt oder im Gefühl, sondern in eurem Leben. Lebt sie und ihr werdet groß und stark sein, mächtig, unbesiegbar und furchtlos. Weder das Leben noch der Tod werden euch schrecken. Schwierigkeit und Unmöglichkeit werden aus eurem Wortschatz verschwinden. Denn im spirituellen Geist liegt die ewige Kraft, und ihr müsst das Reich eurer selbst, das innere Königreich Gottes, zurückgewinnen, bevor ihr das äußere Reich meistern und beherrschen könnt. Dort wohnt die Mutter und wartet darauf, angebetet zu werden, damit Sie Kraft geben kann. Glaubt an Sie, dient Ihr, überantwortet euren Willen an Sie, euren Egoismus an das größere Selbst des Landes, euren gesonderten Egoismus an den Dienst an der Menschheit. Findet die Quelle aller Kraft in euch selbst, und alles andere wird euch gegeben werden: soziale Stabilität, intellektuelle Stärke, politische Freiheit, die Beherrschung des menschlichen Denkens, die führende Rolle in der Welt.“