Kapitel 6

Das Finden des wahren Bewusstseins

Worte der Mutter

Es braucht eine Aspiration, die im Wesen brennt, ein dauerndes Feuer, und jedes Mal, wenn du ein Begehren, eine Vorliebe, eine Anziehung verspürst, muss man sie in dieses Feuer werfen. Tust du das beharrlich, siehst du in deinem gewöhnlichen Bewusstsein einen Schimmer wahren Bewusstseins erwachen. Zunächst wird es undeutlich sein, weit hinter all dem Geräusch der Begierden, Vorlieben, Anziehungen und Neigungen. Doch muss man durch das alles hindurch und dies wahre Bewusstsein finden, das so ruhig, so gelassen, ja fast verschwiegen ist.

Jene, die mit dem wahren Bewusstsein in Fühlung stehen, sehen alle Möglichkeiten zugleich und vermögen notfalls auch die ungünstigste zu wählen. Doch um dahin zu gelangen, muss man einen langen Weg durchlaufen.

Soll man die Vorlieben neutralisieren oder sie vergessen?

Man soll gar keine haben!

Wenn das Mental still wird, wenn es aufhört zu urteilen und sich mit seinem vermeintlichen Wissen nach vorn zu drängen, beginnt man, das Problem des Lebens lösen zu können. Man muss sich des Urteilens enthalten, denn das Mental ist nur ein Werkzeug zum Handeln, kein Werkzeug wahren Wissens – wahres Wissen kommt von woanders her.

Würde man das Urteilen lassen, so käme man zu immer genauerem Wissen der Wahrheit, und neun Zehntel allen Elends der Welt würden verschwinden.

Die große Unordnung in der Welt würde größtenteils aufgehoben, wenn der mentale Geist zugeben könnte, dass er nichts weiß.

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