Kapitel 44

Zusammenarbeit

Worte Sri Aurobindos

Sich das Gute in anderen zunutze zu machen, sein Augenmerk immer darauf zu richten und taktvoll mit ihren Fehlern, Verschulden und Mängeln umzugehen – das ist der beste Weg; er schließt Festigkeit und die Aufrechterhaltung der Disziplin nicht aus und ebensowenig die Strenge, wenn Strenge notwendig ist; letztere aber sollte selten angewandt und von den anderen nicht als eine ständig gegenwärtige Einstellung empfunden werden.

Dies ist die richtige innere Haltung des Gleichmuts – unberührt zu bleiben, was immer auch äußerlich geschehen mag. Was jedoch für den Erfolg im äußeren Bereich benötigt wird (wenn du nicht menschliche Mittel, wie Diplomatie oder Taktik, anwendest), ist die Macht, auf ruhige Weise eine Kraft zu übermitteln, die die Haltung der Menschen und die Umstände ändern kann und jede äußere Tätigkeit sofort richtig lenkt und wirksam werden lässt.

Man kann sich im gewöhnlichen Leben nicht so wie in einem Ashram verhalten – man hat mit den Menschen zu verkehren und wenigstens äußerlich die üblichen Beziehungen aufrechtzuerhalten. Wichtig dabei ist, das innere Bewusstsein für das Göttliche offen zu halten und in ihm zu wachsen. In dem Maße wie man dies tut, wird sich mehr oder weniger schnell, entsprechend der inneren Intensität der Sadhana, die Haltung anderen gegenüber verändern. Alles wird mehr und mehr im Göttlichen gesehen, und die Gefühle, das Handeln usw. werden immer weniger durch die vergangenen Reaktionen, sondern mehr und mehr durch das wachsende Bewusstsein in dir bestimmt.

Wir benutzen Cookies

Wir verwenden auf unserer Website nur für den Betrieb notwendige sowie sogenannte Session Cookies, also ausdrücklich keine Werbe- oder Trackingcookies.

Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Website zur Verfügung stehen.