Kapitel 4
Herabkunft des spirituellen Friedens – eine der grundlegenden Verwirklichungen
Worte Sri Aurobindos
Die grundlegenden Verwirklichungen dieses Yoga sind:
1. …
2. Die Herabkunft von Frieden, Macht und Licht usw. des Höheren Bewusstseins durch den Kopf und das Herz in das ganze Wesen, bis die eigentlichen Zellen des Körpers erfasst sind.
Worte Sri Aurobindos
Wenn ich die Erfahrung des Friedens habe, beginne ich zu verwirklichen, was Friede ist. Die Wiederholung dieser Erfahrung führt zu einer umfassenderen und beständigeren Verwirklichung. Und wenn sie sich irgendwo gefestigt hat, ist es die volle Verwirklichung an dieser Stelle oder in diesem Teil des Wesens.
Worte Sri Aurobindos
Erfahrung ist ein weit gefasster Begriff, der fast alles umfasst, was sich im inneren Bewusstsein abspielt – in der Regel bezeichnet er entweder ein spirituelles Ereignis, z.B. das Herabkommen des Friedens,…
Worte Sri Aurobindos
Erfahrung ist ein Wort, das beinahe alle Ereignisse im Yoga umfasst; erst wenn etwas sich gefestigt hat, ist es keine Erfahrung mehr, sondern Teil einer Siddhi; so ist zum Beispiel der Friede, solange er kommt und geht, eine Erfahrung, sobald er sich aber gefestigt hat und nicht mehr geht, ist er eine Siddhi.
Worte Sri Aurobindos
Die Leere, das Schweigen und der Friede sind die Grundvoraussetzung für die spirituelle Siddhi – das sind die ersten Schritte dahin.
Worte Sri Aurobindos
Spiritualisierung bedeutet die Herabkunft des höheren Friedens, der Kraft, des Lichtes, des Wissens, der Reinheit, des Ananda usw., die auf jeder der höheren Ebenen, vom Höheren Mental bis zum Obermental, zu finden sind, denn auf jeder von ihnen kann das Selbst verwirklicht werden.
Worte Sri Aurobindos
Beide Gefühle sind richtig – sie weisen auf die beiden Notwendigkeiten der Sadhana hin. Die eine besteht darin, nach innen zu gehen und die Verbindung zwischen dem seelischen Wesen und der äußeren Natur vollständig zu öffnen. Die andere besteht darin, sich nach oben für den Göttlichen Frieden, die Kraft, das Licht und Ananda zu öffnen, sich in sie zu erheben und sie in die Natur und den Körper herabzubringen. Keine dieser beiden Bewegungen, die seelische und die spirituelle, ist ohne die andere vollständig. Wenn der spirituelle Aufstieg und das Herabsteigen nicht stattfinden, ist die spirituelle Transformation der Natur nicht möglich; wenn die vollständige seelische Öffnung und Verbindung nicht stattfindet, kann die Transformation nicht vollständig sein.
Es gibt keine Unvereinbarkeit zwischen den beiden Bewegungen; manche beginnen zuerst mit der seelischen, andere mit der spirituellen, wieder andere führen beides zusammen aus. Der beste Weg ist, beides anzustreben und es der Kraft der Mutter zu überlassen, es entsprechend dem Bedürfnis und der Neigung der Natur auszuarbeiten.
Worte Sri Aurobindos
…das Wichtigste ist jetzt, den seelischen Zustand der Hingabe, der Ergebenheit, der Liebe und des heiteren Vertrauens in die Mutter zu entwickeln, … und auch den Frieden, die Weite, die Reinheit usw. des höheren Selbstes, das das Bewusstsein der Mutter ist, von oben herabzubringen. Es sind diese Dinge, die in diesem Yoga die Grundlage der Siddhi sind – andere Erfahrungen sind nur eine Hilfe, nicht die Grundlage.
Worte Sri Aurobindos
In diesem Yoga besteht das ganze Prinzip darin, sich dem Göttlichen Einfluss zu öffnen. Er ist über dir, und sobald du dir seiner bewusst werden kannst, musst du ihn in dich herabrufen. Er kommt als Friede, als Licht, als eine wirkende Kraft in das Mental und den Körper herab, als die Gegenwart des Göttlichen mit oder ohne Form, als Ananda.
Worte Sri Aurobindos
Wenn man nur eine mentale Vorstellung vom Göttlichen hat, ist das kein Wissen. Erst mit den Erfahrungen und dem inneren Licht der Erkenntnis beginnt die Verwirklichung des Göttlichen. Man kann zum Beispiel die mentale Idee des Göttlichen Friedens haben, aber das ist nichts, nur eine mentale Vorstellung. Erst wenn man das Gefühl hat, dass der Göttliche Friede von oben herabkommt oder in einem selbst ist oder einen umgibt, beginnt man zu wissen, was er ist. Das nennt man Erfahrung. Danach beginnt man, eine direkte Schau im Wissen darüber zu haben, was der Friede ist und welchen Platz er in Bezug auf die Göttliche Verwirklichung einnimmt; das ist direktes Wissen.