Kapitel 34
Das endgültige Ziel!
Hat die Schöpfung ein bestimmtes Ziel? Entwickelt sie sich auf einen Endpunkt?
Nein, das Universum ist eine sich unaufhörlich entfaltende Bewegung. Es gibt nichts, was man als das Ende und das eine Ziel betrachten könnte. Doch um der Erfordernisse des Handelns willen müssen wir die an sich endlose Bewegung unterteilen und uns dieses oder jenes als Ziel setzen, denn beim Handeln müssen wir uns auf irgendetwas ausrichten können. Um ein Bild zu malen, brauchen wir einen bestimmten Entwurf von Komposition und Farbe, Grenzen sind zu setzen, und alles muss in einen entsprechenden Rahmen passen. Doch sind die Grenzen illusorisch, der Rahmen nur eine Konvention. Das Bild erstreckt sich immer weiter, über jeden bestimmten Rahmen hinaus, und jeder Teil könnte seinerseits wieder in eine endlose Reihe von Rahmen gefasst werden. Wir sagen zwar, dies oder das sei unser Ziel, doch wir wissen, dass es nur der Anfang eines anderen Ziels ist, das wiederum zu einem anderen führt, und so fort: Die Reihe entwickelt sich immer weiter und hört nie auf.
Dies ist keine Schöpfung aus etwas, das dem Göttlichen fremd ist: Es ist einfach das Göttliche, das aus sich selbst ausströmte, als betrachte es sich – es objektiviert sich, um sich alles, was ist, bewusst zu machen. Statt in einem inneren statischen Zustand der Konzentration zu verharren, in dem alles nicht-manifestiert ist, projiziert es dies nach außen, „um zu sehen“, als wolle es alles wahrnehmen, was in ihm ist, nämlich seine unendlichen Möglichkeiten.