Kapitel 3
Was ist Offensein und wie öffnet man sich?
Worte Sri Aurobindos
Offen zu sein, heißt einfach, der Mutter so zugewandt zu sein, dass ihre Kraft in dir wirksam sein kann, ohne dass etwas sich weigert oder ihr Wirken verhindert. Wenn das Mental in seinen eigenen Ideen gefangen ist und sich weigert, ihr zu gestatten, das Licht und die Wahrheit hereinzubringen, wenn das Vital an seinen Wünschen festhält und die wahre Initiative und die Antriebskräfte nicht zulässt, welche durch die Macht der Mutter ausgelöst werden, wenn das Physische in seinem Begehren, seinen Gewohnheiten und seiner Trägheit eingeschlossen ist und dem Licht und der Kraft das Eintreten und Wirken versagt – dann ist man nicht offen.
Worte Sri Aurobindos
Das Sich-Öffnen ist etwas, das von selbst durch die Wahrhaftigkeit des Willens und das sehnsuchtsvolle Streben geschieht.
Worte Sri Aurobindos
Die Hingabe ist der beste Weg des Sich-Öffnens; solange aber die Hingabe noch nicht vorhanden ist, genügen bis zu einem gewissen Punkt das sehnsuchtsvolle Streben und die Ruhe.
Worte Sri Aurobindos
Durch Vertrauen in die Mutter wird das nötige Sich-Öffnen stattfinden, sofern dein Bewusstsein bereit ist. Nicht allein durch Meditation wird das Erforderliche kommen, sondern auch durch den Glauben an die Mutter und die Offenheit ihr gegenüber.
Worte Sri Aurobindos
Halte dich der Mutter gegenüber offen, denke immer an sie, und lass ihre Kraft in dir wirken, weise alle anderen Einflüsse zurück – das ist die Regel für diesen Yoga.
Worte Sri Aurobindos
Es ist wahr, dass die Kraft effektiv wirken kann ohne jegliche Bemühung deinerseits. Es ist nicht die Bemühung, es ist dein Einverständnis, die sie für ihre Arbeit benötigt.
Worte Sri Aurobindos
Zur Mutter hin geöffnet zu sein heißt, immer ruhig, glücklich und vertrauensvoll zu sein – nicht ruhelos, nicht bekümmert oder verzweifelt, damit ihre Kraft in dir wirken möge, damit sie dich führe, damit sie dir Wissen gebe, damit sie dir Frieden und Ananda gebe. Wenn du nicht offen sein kannst, so strebe fortwährend aber ruhig danach, offen zu werden.
Worte Sri Aurobindos
Offensein und, wenn nötig, Passivität, aber für das höchste Bewusstsein, nicht für alles, was da kommen mag.
Deshalb muss es auch in der Passivität eine gewisse stille Wachsamkeit geben. Sonst kann es entweder zu falschen Regungen oder zu Trägheit kommen.
Worte Sri Aurobindos
Arbeit ist Teil des Yoga und sie bietet die beste Möglichkeit, die Präsenz, das Licht und die Kraft in das Vital und seine Aktivitäten herabzurufen; sie erweitert auch das Feld und die Gelegenheiten für die Selbsthingabe.
Worte Sri Aurobindos
Indem man psychisch zur Mutter hin offen bleibt, entwickelt sich fortschreitend alles, was für die Arbeit oder die Sadhana notwendig ist. Das ist eines der hauptsächlichen Geheimnisse, – ja, das zentrale Geheimnis der Sadhana.