Kapitel 3
Sri Aurobindo verweilt im Feinstofflichen
Dort, in dieser unermesslichen Höhle des inneren Wesens, muss man eintauchen, um den inneren Halt zu finden; man muss weiter und weiter hinabsteigen, Ebene für Ebene, Bewusstsein für Bewusstsein, alle Eindrücke hinter sich lassend, und in die tiefsten Tiefen eindringen, um den heiteren Frieden zu finden: In dieser unermesslichen Stille des Wesens, weit weg vom äußeren Lärm, weit weg von der Angst und dem Schmerz, weit weg von den Gedanken und den Vorstellungen, weit, weit weg von den Wellen der Empfindungen, muss man sehr vorsichtig eintreten, dort, wo das Ego nicht existiert, um die Gegenwart zu spüren. Es gilt, noch weiter zu gehen, noch mehr zu entdecken, das Bewusstsein nach innen zu wenden, wo die Kraft schwingt, die allmächtig ist, die alles vollbringt. Man muss noch tiefer gehen, wo es keinen Vorgang, keinen Eindruck, kein Ego, kein getrenntes Selbst gibt, nichts als Wellen der Freude und eine Schwingung, die der Ursprung von allem ist, so, gleich (Geste) und von vollkommenem Gleichmut. Diesen vollkommenen und unveränderlichen Frieden zu spüren und mit ihm vereint zu sein … dann in jene heitere Seligkeit einzutreten, in der das Bewusstsein vollständig mit dem zentralen Wesen identifiziert ist. Dort gibt es keine Dualität mehr, keine Existenz mehr, gar nichts – eins sein mit diesem Funken der Unsterblichen Flamme, dem Immanenten Göttlichen, dem Einzigartigen und dem Einen, der Seele, die in uns wohnt.
Und noch tiefer in dieser reinigenden Flamme weilt Sri Aurobindo – Unwandelbares Ananda, Allmacht, der Unbesiegbare, der Höchste Herr unseres Daseins, die Manifestation der Allgegenwart im Dasein, der Allmächtige in Seinen Ausführungen, der Allwissende der manifestierten Höchsten Macht; einer, der das Ziel ist, der Meister, der Geliebte, – der auch der Höchste Herr ist.