Kapitel 3
Die allerwichtigste Bedingung – Kindliches Vertrauen
Die wichtigste Bedingung ist ein fast kindliches Vertrauen, das aufrichtige Vertrauen eines Kindes, welches sich sicher ist, dass es kommen wird und es nicht einmal in Frage stellt. Wenn es etwas braucht, ist es sicher, dass es das erhalten wird. Nun, es ist dies, diese Art von Vertrauen, – dies ist die allerwichtigste Voraussetzung.
Sich zu bemühen ist unerlässlich. Aber manche Menschen tun dies mit einem so starken inneren Konflikt zwischen Glauben und Nichtglauben, Vertrauen und Misstrauen, zwischen dem Optimismus, der sich des Erfolgs sicher ist, und einem Pessimismus, der sich fragt, wann die Katastrophe eintritt. Wenn es nun diesen Zwiespalt im Wesen gibt, kannst du dich bemühen, wirst aber keinen Erfolg haben. Und du sagst: „Ich habe mich bemüht, habe aber nichts erreicht.“ Das liegt daran, dass du deine Aspiration die ganze Zeit durch deinen Mangel an Zuversicht zerstörst. Aber wenn du wirklich Vertrauen hast…. Kinder, die man sein lässt, wie sie sind, und die nicht durch Ältere verbildet wurden, haben so ein großes Vertrauen, dass alles gut werden wird! Wenn sie zum Beispiel einen kleinen Unfall haben, denken sie nie, dass etwas Schlimmes daraus wird; sie sind spontan überzeugt, dass alles bald vorbei geht. Und das hilft so sehr dabei, es schnell zu beenden.
Nun, wenn man auf die Kraft hofft, wenn man das Göttliche um Hilfe bittet, wenn man mit der unerschütterlichen Gewissheit bittet, dass sie kommen wird, dass es unmöglich ist, dass sie nicht gewährt wird, dann kommt sie auch. Es ist diese Art… ja, dies ist wirklich eine innere Öffnung, dieses Vertrauen. Und manche Menschen befinden sich immer in diesem Zustand. Wenn es etwas gibt, das empfangen werden kann, sind sie immer offen und empfangen es. Es gibt andere, die ständig abwesend sind, die in dem Moment verschlossen sind, wenn etwas empfangen werden kann, eine Kraft herabkommt; während jene, die dieses kindliche Vertrauen besitzen, immer zur richtigen Zeit bereit sind.
Und es ist seltsam, nicht wahr, äußerlich gibt es keinen Unterschied. Sie mögen den gleichen guten Willen haben, dasselbe Streben, denselben Wunsch, es gut zu machen, aber diejenigen, die dieses lächelnde Vertrauen in sich haben, ziehen es nicht in Zweifel, fragen sich nicht, ob sie die Hilfe bekommen oder nicht, ob das Göttliche antworten wird oder nicht. – Die Frage stellt sich nicht, es ist selbstverständlich… „Was ich brauche, wird mir gegeben; wenn ich bete, werde ich Antwort bekommen; wenn ich in Schwierigkeiten bin und um Hilfe bitte, wird die Hilfe kommen, – und sie wird nicht nur kommen, sondern alles bewältigen.“ Wenn das Vertrauen da ist, spontan, aufrichtig, bedingungslos, gelingt es besser, und die Ergebnisse sind wunderbar. Es ist dieser Zwiespalt und Zweifel des mentalen Geistes, mit dem man alles verdirbt, mit dieser Art Vorstellung, die man hat, wenn man in Schwierigkeiten ist: „Oh, es ist unmöglich! Ich werde das nie schaffen. Und wenn es schlimmer wird, wenn diese Situation, in der ich mich befinde, immer noch schwieriger wird, wenn ich immer noch weiter abgleite, wenn, wenn, wenn…“ und so weiter. Und man baut eine Mauer zwischen sich und der Kraft, die man empfangen möchte. Die Seele hat dieses Vertrauen, besitzt es vollkommen, ungetrübt, ohne Argumente, ohne Zwiespalt. Und wenn es so ist, gibt es nicht ein Gebet, das nicht erhört, kein Streben, das nicht verwirklicht wird.
Dein Glaube stellt dich unter den Schutz des Höchsten, der allmächtig ist.