Kapitel 3
Das Erwachen
In dieser Ausstattung von fleischlichem Leben
Überlebt eine Seele, die ein Funke Gottes ist,
Und manchmal bricht sie durch den schmutzigen Vorhang
Und entfacht ein Feuer, das uns halbgöttlich macht.
II.5.669-72
Diese körperliche Erscheinung ist nicht alles;
Die Gestalt täuscht, die Person ist eine Maske;
Verborgen tief im Menschen können Himmelsmächte wohnen.
Sein zerbrechliches Schiff befördert durch das Meer der Jahre
Ein Inkognito des Unvergänglichen.
Ein Geist, der eine Flamme Gottes ist,
Ein feuriger Teil des Wundervollen,
Künstler seiner eigenen Schönheit und Freude,
Verweilt unsterblich in unserer sterblichen Armut.
Dieser Bildhauer der Formen des Unendlichen,
Dieser abgeschirmte unerkannte Einwohner,
Eingeweihter seiner eigenen verborgenen Mysterien,
Versteckt in einem kleinen stummen Kern sein kosmisches Denken.
In der stummen Stärke der okkulten Idee,
Die vorherbestimmte Form und Tat festlegt,
Passagier von Leben zu Leben, von Stufe zu Stufe,
Wechselnd sein Selbstbildnis von Gestalt zu Gestalt,
Sieht er die Ikone unter seinem Blicke wachsen
Und im Wurm den kommenden Gott voraus.
Zuletzt gelangt der Wanderer auf den Pfaden der Zeit
An die Grenzen der Ewigkeit.
In das vergängliche Symbol des Menschseins eingehüllt,
Fühlt er seine Substanz unsterblichen Selbstes
Und verliert seine Verwandtschaft mit der Sterblichkeit.
I.3.42-65