Kapitel 23
Sri Aurobindo und ich sind eins
Worte der Mutter
Nun erinnert euch an eines. Sri Aurobindo und ich sind ein und dasselbe Bewusstsein, ein und dieselbe Person. Nur, wenn diese Kraft oder diese Gegenwart – die dieselbe ist – durch euer individuelles Bewusstsein hindurchgeht, nimmt sie eine Form an, ein Erscheinungsbild, das sich je nach eurem Temperament, eurer Aspiration, eurem Bedürfnis und der besonderen Ausrichtung eures Wesens unterscheidet. Euer individuelles Bewusstsein ist wie ein Filter, ein Zeiger, wenn ich so sagen darf; es trifft eine Auswahl und fixiert eine Möglichkeit aus der Unendlichkeit göttlicher Möglichkeiten. In Wirklichkeit gibt das Göttliche jedem Einzelnen genau das, was er von Ihm erwartet. Wenn ihr glaubt, dass das Göttliche weit entfernt und grausam ist, wird es weit entfernt und grausam sein, denn es wird für euer letztliches Wohl notwendig sein, dass ihr den Zorn Gottes erfahrt; Er wird Kali sein für die Verehrer von Kali und Seligkeit für den Bhakta. Und Er wird die Allwissenheit für den Sucher nach Wissen sein, das transzendente Unpersönliche für den Illusionisten; Er wird Atheist sein für den Atheisten und Liebe für den Liebenden. Er wird brüderlich und nah sein, ein Freund, immer treu, immer bereit zu helfen, für diejenigen, die Ihn als den inneren Führer jeder Bewegung in jedem Augenblick empfinden. Und wenn ihr glaubt, dass Er alles auslöschen kann, wird Er all eure Fehler, all eure Irrtümer auslöschen, unermüdlich, und in jedem Augenblick könnt ihr Seine unendliche Gnade fühlen. Das Göttliche ist in der Tat das, was ihr in eurer tiefsten Aspiration von Ihm erwartet.