Kapitel 20

Das Universum: Die Manifestation des Göttlichen

Auf der physischen Ebene drückt sich das Göttliche durch Schönheit aus, auf der mentalen Ebene durch Wissen, auf der vitalen Ebene durch Kraft und auf der seelischen Ebene durch Liebe.

Wenn wir uns hoch genug erheben, entdecken wir, dass diese vier Aspekte sich miteinander in einem einzigen Bewusstsein vereinen, voller Liebe, leuchtend, kraftvoll, schön, alles beinhaltend, alles durchdringend.

Nur um das universale Spiel zu befriedigen, teilt sich dieses Bewusstsein in mehrere Linien oder Aspekte der Manifestation.

Betrachtet man äußere Formen nicht mehr in ihrer Eigenart, für sich selbst, allein in ihrer Erscheinung, sondern als Ausdruck einer tieferen und beständigeren Wirklichkeit, dann werden sie alle – wie auch alle Umstände und Ereignisse – zum Symbol der dahinter liegenden Kraft, die sie für ihren Selbstausdruck benutzt.

Für einen bestimmten Bewusstseinszustand gibt es keinen einzigen Umstand, keine Form, keine Handlung oder Bewegung, die nicht Ausdruck einer tieferen oder höheren, beständigeren, wesentlicheren und wahreren Wirklichkeit ist.

Darum müssen wir jenen erhabenen Gedanken, Schöpfer der stofflichen Welten, Ausdruck verleihen, auf dass alle das Wort vernehmen, das Himmel und Erde erfüllt: „Ich bin in jedem Ding und in jedem Wesen.“

Wenn dies alle wissen werden, dann ist der verheißene Tag nahe, der Tag der großen Wandlungen. Erkennen die Menschen in jedem Atom der Materie den innewohnenden Gedanken Gottes und nehmen sie in jedem lebendigen Geschöpf den Fingerzeig einer Geste Gottes wahr, vermag jeder Mensch in seinem Nächsten Gott zu sehen, dann wird die Morgendämmerung anbrechen und die Finsternis, die Falschheit, die Unwissenheit, die Irrtümer und das Leiden vertreiben, die auf der ganzen Natur lasten. Denn „die ganze Natur leidet und klagt, während sie auf die Offenbarung der Söhne Gottes wartet.“

Existiert das Göttliche in allen Dingen, selbst in der Mülltonne?

Das ganze Universum ist die Manifestation des Göttlichen, aber eine Manifestation, die mit einer totalen Unbewusstheit ihres Ursprungs beginnt und sich nach und nach zu diesem Bewusstsein hinaufarbeitet.

Vergiss nicht einmal für einen Moment, dass all dies von Ihm aus Sich selbst heraus geschaffen wurde. Er ist nicht nur in allem gegenwärtig, sondern Er ist auch alles. Die Unterschiede bestehen nur im Ausdruck und in der Manifestation.

Wenn du das vergisst, verlierst du alles.

Ich würde sagen: Möge die Welt sich bewusst werden, dass das Göttliche sich manifestiert.

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