Kapitel 2

Ratschläge und Hinweise

Worte der Mutter

Was hat das für einen Nutzen, ein Sadhak zu sein, wenn wir so handeln wie der unwissende gewöhnliche Mensch?

Worte der Mutter

Der Ashram ist für den Yoga gedacht, nicht für musikalische Unterhaltung oder andere soziale Aktivitäten.

Jene, die im Ashram leben, sind aufgefordert, ruhig und geräuschlos zu leben, und wenn sie selbst nicht zu meditieren vermögen, sollten sie wenigstens die anderen meditieren lassen.

Worte der Mutter

Wir kämpfen gegen kein Glaubensbekenntnis, gegen keine Religion.

Wir kämpfen gegen keine Regierungsform.

Wir kämpfen gegen keine soziale Klasse.

Wir kämpfen gegen keine Nation oder Zivilisation.

Wir kämpfen gegen Teilung, Unbewusstheit, Unwissenheit, Trägheit und Falschheit.

Worte Sri Aurobindos

Es gibt zwei Atmosphären im Ashram, unsere und jene der Sadhaks. Wenn Leute mit ein wenig Sensitivität von außerhalb kommen, fällt ihnen die tiefe Stille und der Frieden in der Atmosphäre auf, und erst wenn sie viele Kontakte mit den Sadhaks entwickeln, schwinden diese Wahrnehmung und dieser Einfluss. Die andere Atmosphäre der Uninspiriertheit und Ruhelosigkeit wird von den Sadhaks selbst geschaffen. Wenn sie so gegenüber der Mutter offen wären, wie sie es sein sollten, würden sie in der Stille und im Frieden leben und nicht in Ruhelosigkeit und ohne Inspiration.

Worte Sri Aurobindos

In diesem Yoga ist das allgemeine Prinzip des Selbstgebens und Selbstweihens für alle gleich, doch schlägt jeder hierfür seinen eigenen Weg ein. Der von X gewählte Weg ist gut für X, genauso wie der von dir eingeschlagene Weg für dich der richtige ist, da er mit deiner Natur übereinstimmt. Wenn es nicht diese Plastizität und Vielfalt gäbe, wenn man alle in die gleiche Schablone pressen würde, wäre der Yoga ein starrer, mentaler Mechanismus und keine lebendige Kraft.

Wenn du aus deinem inneren Bewusstsein heraus zu singen vermagst, in dem du fühlst, dass die Mutter all deine Tätigkeiten lenkt, besteht kein Grund, warum du es nicht tun solltest. Die Entwicklung von Fähigkeiten ist nicht nur erlaubt, sondern richtig, wenn sie zu einem Teil des Yoga gemacht werden kann; nicht nur die eigene Seele, sondern auch all seine Fähigkeiten kann man dem Göttlichen darbringen.

Worte Sri Aurobindos

Von einer höheren spirituellen Warte aus ist es etwas schwierig, deine Frage so zu beantworten, wie du es erwartest, wie jedes mentale Wesen es erwartet, nämlich mit einem energischen „du sollst“ oder „du sollst nicht“, besonders dann, wenn mit dem „du“ „alle“ gemeint sein sollen. Denn obwohl es eine Identität des eigentlichen Zieles und allgemeine, klare Richtlinien des Bestrebens gibt, bestehen dennoch für die inneren Dinge im einzelnen keine allgemeinen Regeln, die für alle Suchenden gleichermaßen anwendbar wären. Du fragst: „Ist nicht dieses oder jenes schädlich?“ Doch was für den einen schädlich ist, mag für den anderen hilfreich sein, was in einem bestimmten Stadium hilfreich ist, mag es in einem anderen Stadium nicht mehr sein, was unter bestimmten Voraussetzungen schädlich ist, mag unter anderen förderlich sein, was man in einer bestimmten Einstellung tut, kann verhängnisvoll sein, und die gleiche Sache, in einer anderen Einstellung verrichtet, kann harmlos oder sogar segensreich sein… Man muss viele Dinge in Betracht ziehen, die Umstände, die Person, das Erfordernis und die Veranlagung der Natur und das Entwicklungsstadium. Deshalb wird oft gesagt, dass der Guru jeden einzelnen Schüler seiner besonderen Natur gemäß behandeln und entsprechend seine Sadhana lenken muss; selbst wenn es eine gleiche Richtlinie der Sadhana für alle gäbe, würde sie sich doch für jeden an jedem einzelnen Punkt unterscheiden. Daher sagen wir auch, dass der Weg des Göttlichen vom Mental nicht verstanden werden kann, weil das Mental nach harten und voreiligen Regeln und Normen arbeitet, während der Geist die Wahrheit von allem und jedem sieht und gemäß der ihm eigenen weiten und komplexen Schau wirkt. Und deshalb wird weiterhin gesagt, dass niemand mit Hilfe seines persönlichen mentalen Urteils das Tun der Mutter und seine Gründe verstehen kann; es kann erst dann verstanden werden, wenn man in ein größeres Bewusstsein eintritt, von dem aus sie die Dinge sieht und auf sie einwirkt. Für das Mental ist das verwirrend, da es kleine Maßstäbe gebraucht, doch ist es die Wahrheit der Sache.

Du wirst daher erkennen, dass es hier keine mentale Regel gibt, sondern in jedem Fall spirituelle Gründe mit flexiblem Charakter die Führung bestimmen. Es gibt keine andere Betrachtungsweise, keine Regel. Musik, Malerei, Dichtung und viele andere Tätigkeiten, die aus dem Mental und Vital stammen, können für einen spirituellen Zweck als Teil der spirituellen Entwicklung oder Arbeit aufgenommen werden. Es hängt von der Einstellung ab, in der man sie ausübt.

Worte Sri Aurobindos

Nicht alles, was ich schreibe, ist für jeden auf die gleiche Weise anwendbar. Das würde voraussetzen, dass alle gleich sind und zwischen zwei Sadhaks kein Unterschied besteht. Wenn es so wäre, würde jeder auf die gleiche Weise vorankommen, die gleiche Zeit benötigen, um durch die gleichen Schritte und Entwicklungsstadien fortzuschreiten. Das ist keineswegs so. In diesem Fall wurden die allgemeinen Regeln für jemanden festgelegt, der nicht weiter gekommen war – doch hängt alles davon ab, auf welche Weise jeder den Yoga aufnimmt.

Worte Sri Aurobindos

Es ist nicht immer ungefährlich, für sich in die Praxis umzusetzen, was für einen anderen festgelegt wurde. Jeder Sadhak ist ein Fall für sich, und eine mentale Regel starr für all jene anzuwenden, die den Yoga ausüben, ist nicht immer oder nur selten möglich. Was ich an X schrieb, war für X bestimmt und für ihn richtig. Doch angenommen, es würde sich um einen anderen Sadhak mit einer anderen groben, vitalen Natur handeln, könnte ich zu ihm das anscheinend reine Gegenteil sagen, nämlich: „Sitze fest auf deinen niederen vitalen Neigungen, befreie dich von deiner Gier nach Nahrung, denn sie ist ein ernsthaftes Hindernis auf deinem Weg. Es wäre besser für dich, in deinen Gewohnheiten asketisch zu sein als in diesem Teil gemeinhin tierisch, so wie du es jetzt bist!“ Zu jemandem, der im Eifer seines Strebens nicht genügend Nahrung zu sich nimmt oder nicht genügend schläft und ruht, könnte ich dagegen sagen: „Iss mehr, schlafe mehr, ruhe dich besser aus, überanstrenge dich nicht und meide den asketischen Geist in deiner tapasya.“ Zu dem nächsten mit der gegensätzlichen Übertreibung könnte ich in einer ganz anderen Sprache sprechen. Jeder Sadhak hat seine eigene Natur oder Veranlagung der Natur, und die Yoga-Entwicklungen zweier Sadhaks, selbst wenn sie gewisse Ähnlichkeiten aufweisen, sind selten genau gleich.

Weiterhin ist es in der Anwendung einer festgelegten Wahrheit notwendig, ihre genaue Bedeutung zu erkennen. Es ist zum Beispiel durchaus richtig, dass „auf unserem Pfad die Haltung nicht die einer gewaltsamen Unterdrückung, nigraha, ist“; auf keinen Fall wird auf ein nicht überzeugtes vitales Wesen ein Zwang entsprechend einer mentalen Regel oder eines mentalen Prinzips ausgeübt. Das bedeutet aber nicht, dass das Vital seinem eigenen Weg oder seiner Laune folgen soll. Nicht Zwang, sondern eine innere Veränderung wird angestrebt, in der das niedrigere Vital von einem höheren Bewusstsein, das von den Zielen des vitalen Begehrens abgelöst ist, geführt, erleuchtet und umgewandelt wird. Um diese Entwicklung zu fördern, muss man eine Haltung einnehmen, in welcher man den Forderungen der niederen vitalen Natur eine immer geringere Bedeutung beimisst, muss eine gewisse Meisterung stattfinden, samyama, die über jedem Anspruch dieser Dinge steht und so etwas wie Essen auf den ihm gebührenden Platz verweist. Das niedere Vital hat seinen Wert, es soll nicht zermalmt oder getötet, sondern gewandelt werden. „Ergreife beide Enden“ – am oberen eine Meisterung und Kontrolle, am unteren die rechte Anwendung. Die Hauptsache ist, sich vom Verhaftetsein und Begehren zu befreien – dann wird auch die völlig richtige Anwendung möglich werden. Durch welche Schritte, in welcher Reihenfolge, durch welche Vorgänge diese Meisterung des niederen Vitals geschehen soll, hängt von der menschlichen Natur und dem Druck der Entwicklung sowie der eigentlichen Yoga-Bewegung ab.

Es ist nicht wichtig, etwas Bestimmtes zu essen oder nicht zu essen. Wichtig ist, welche Bedeutung du all dem oder allen diesen Essensfragen beimisst, wie dein innerer Zustand ist und wie jedes derartige Frönen, sei es Kochen oder Essen, seinem Fortschritt oder seiner Wandlung im Weg steht oder nicht, und welche yogische Disziplin für dich die beste ist. Eine Regel aber kann ich für dich festlegen: „Tue, sage oder denke nichts, was du vor der Mutter verbergen möchtest.“ Das erklärt auch den Widerstand, der sich in dir dagegen erhoben hat, „diese geringfügigen Dinge“ der Mutter vorzutragen. Warum glaubst du, dass die Mutter durch all dies gestört und es als unwichtig ansehen würde? Wenn alles Leben Yoga sein soll, was kann dann geringfügig oder unwichtig genannt werden? Selbst wenn dir die Mutter nicht antwortet, genügt schon die Tatsache, ihr einen Umstand deiner Arbeit und Selbstentwicklung im rechten Geist vorgetragen zu haben, um ihn unter ihren Schutz zu stellen, ihn dem Licht der Wahrheit und den Strahlen ihrer Macht auszusetzen, die für die Umwandlung arbeiten – denn sobald die Mutter davon Kenntnis erhält, beginnen diese Strahlen sofort zu spielen und auf die betreffende Sache einzuwirken. Das, was in deinem Inneren dir rät, etwas nicht zu tun, wenn der Geist in dir dich dazu bewegen will, es zu tun, kann durchaus ein Trick des Vitals sein, um dem Lichtstrahl und dem Wirken der Kraft aus dem Weg zu gehen.

Worte Sri Aurobindos

Du solltest fähig sein zu erkennen, dass die Ursache der Unrast in dir selbst und nicht in den äußeren Umständen liegt. Es ist dein vitales Verhaftetsein mit der Familie und den gewöhnlichen gesellschaftlichen Ideen und Gefühlen, das sich in dir erhoben hat und Schwierigkeiten schafft. Wenn du den Yoga ausüben willst, musst du, solange du draußen in der Welt bist, fähig sein, dort zu leben mit einem Mental, das auf das Göttliche gerichtet und von der Umgebung unbeeinflusst ist. Einer, der hierzu in der Lage ist, kann den Menschen um sich herum hundertmal mehr helfen als einer, der an die Welt gebunden und mit ihr verhaftet ist.

Es ist der Mutter nicht möglich, dir zu sagen, dass du bleiben sollst, solange dein Mental und Vital danach verlangen zu gehen. Aus dir selbst muss auf die eine oder andere Weise die klare Entscheidung kommen.

Worte Sri Aurobindos

Es ist nicht der Wohnort, sondern die innere Nähe, die von Bedeutung ist.

Es ist wahr, dass von hier eine starke Kraft ausgeht, die im Zentrum natürlich am stärksten ist. Doch hängt ihre Wirkung davon ab, wie man sie empfängt. Wenn sie mit einfachem Vertrauen empfangen wird, mit Glauben, Offenheit und Zuversicht, wirkt sie als vollkommener Schutz. Sie kann auf die gleiche Weise aber auch aus der Entfernung wirken.

Worte Sri Aurobindos

Für den Sadhaka des Integralen Yoga können diese innere oder äußere Abgeschiedenheit nur vorübergehende Ereignisse oder Perioden in seinem spirituellen Fortschritt sein. Da er das Leben akzeptiert, muss er nicht nur seine eigene Last, sondern auch einen großen Teil der Last der Welt mittragen, als Fortsatz seiner eigenen ausreichend schweren Last. Deshalb hat sein Yoga viel mehr als andere den Charakter einer Schlacht; aber es handelt sich nicht nur um eine individuelle Schlacht, sondern einen kollektiven Krieg, der sich über ein beträchtliches Land erstreckt. Er muss nicht nur in sich selbst die Kräfte egoistischer Falschheit und Unordnung besiegen, sondern sie als Vertreter derselben entgegengesetzten und unerschöpflichen Kräfte in der Welt besiegen. Ihr repräsentativer Charakter verleiht ihnen eine viel hartnäckigere Widerstandskraft, ein nahezu unaufhörliches Wiedererstehungsrecht. Oft stellt er fest, dass er zwar seine eigene persönliche Schlacht nachhaltig gewonnen hat, zugleich aber immer und immer wieder in einem scheinbar nicht enden wollenden Krieg gewinnen muss, weil seine innere Existenz bereits so sehr erweitert ist, dass sie nicht nur sein eigenes Wesen mit seinen wohl definierten Notwendigkeiten und Erfahrungen einschließt, sondern sich in Solidarität mit dem Wesen anderer befindet, da er in sich selbst das Universum trägt.

Worte Sri Aurobindos

Jeder hat seine eigene Art und Weise, Sadhana zu üben, und seinen eigenen Weg zum Göttlichen, und er braucht sich keine Gedanken darüber zu machen, wie die anderen vorgehen; ihr Erfolg oder Misserfolg, ihre Schwierigkeiten, ihre Illusionen, ihr Egoismus und ihre Selbstgefälligkeit sind Sache der Mutter. Sie hat unendliche Geduld, aber das bedeutet nicht, dass sie die Fehler der Sadhaks billigt oder sie in allem, was sie sagen oder tun, unterstützt. Die Mutter ergreift nicht Partei in irgendeinem Streit, Disput oder wechselseitigem Konflikt, aber ihre Stille bedeutet nicht, dass sie billigt, was die Sadhaks sagen oder tun, wenn es nicht richtig ist. Der Ashram oder das spirituelle Leben ist kein Ort, wo einige prominent sein oder eine führende Rolle spielen sollen, kein Platz des Wettbewerbs, wo man einen Anspruch hat oder sich legitim anderen als überlegen betrachten kann. Diese Dinge sind die Erfindungen der gewöhnlichen menschlichen Einstellung gegenüber der Welt, und es besteht die Tendenz, sie in das Leben der Sadhana hinüberzutragen, aber das ist nicht die spirituelle Wahrheit der Dinge. Die Mutter toleriert alles; weder untersagt sie den Sadhaks gegenseitige Kritik, noch misst sie dieser Kritik irgendwelchen Wert bei. Nur wenn die Sadhaks die Nichtigkeit all dieser Dinge von einer spirituellen Ebene aus sehen, kann man hoffen, dass sie damit aufhören.

Worte Sri Aurobindos

Ist es denn unter deiner Würde, für die Sadhaks zu arbeiten? Das ist eine ganz und gar egoistische Haltung und einem Sadhak unangemessen. All die Leute im Speisesaal des Ashrams, in der Bauabteilung, in den Geschäften, in der Tischlerei, im Atelier und der Schmiede arbeiten ständig für die Sadhaks, auch die Mutter tut es den ganzen Tag; indem ich diese Antwort schreibe, verbringe ich meine Zeit damit, für einen Sadhak zu arbeiten. Würdest du es für angemessen halten, wenn die Arbeiter im Speisesaal und der Küche sagen: „Wir werden nicht für Sadhaks kochen oder ihnen Essen austeilen, das ist unter unserer Würde. Wir werden nur bereit sein, allein für die Mutter zu kochen.“ Willst du denn, dass ich aufhöre, deine Briefe zu beantworten, mit der Begründung, dass ich nicht für einen Sadhak arbeite, sondern nur der Mutter Briefe schreiben werde und sonst niemandem?

Was hat X denn so viele Jahre in der Küche anderes getan, als Essen für die Sadhaks zuzubereiten? Und was tat Y anderes im Getreidespeicher, als für die Sadhaks zu arbeiten? All diese Gedg ist es, die sich ändern muss. Man mag das Gewohnte tun, aber mit einer ganz anderen Einstellung. Man braucht sich also nicht von allen Dingen des Lebens loszusagen und in die Einsamkeit, in einen Ashram zu gehen, um Yoga zu tun. Gewiss ist es schwerer, Yoga in der Welt und unter den Gegebenheiten der Welt zu tun, aber es ist auch vollständiger. In jeder Minute steht man da Problemen gegenüber, die sich dem nicht bieten, der alles verlassen hat und in die Einsamkeit gegangen ist. Für jenen sind die Probleme auf ein Minimum reduziert – während man aber im Leben allen möglichen Schwierigkeit begegnet, angefangen mit dem Unverständnis der Leute um einen herum und mit denen man zu tun hat. Dem muss man gewachsen sein, mit Geduld gewappnet, und mit großem Gleichmut. Im Yoga darf man sich nicht mehr darum kümmern, was die Leute denken oder sagen. Das ist eine absolut unerlässliche Voraussetzung. Du musst absolut immun sein gegen das, was die Welt von einem sagen oder denken mag, und gegen die Art, wie sie einen behandelt. Das öffentliche Verständnis muss dir vollkommen gleichgültig sein und sollte dich nicht im Geringsten berühren. Deshalb ist es im Allgemeinen weitaus schwieriger, in seiner gewohnten Umgebung zu bleiben und Yoga zu praktizieren, als alles zu verlassen und in die Einsamkeit zu gehen. Es ist viel schwieriger, aber wir sind nicht hier, um einfache Dinge zu tun – die einfachen Dinge überlassen wir jenen, die anken sind absolut töricht. Jede Arbeit, die die Mutter zuteilt, ist Arbeit für die Mutter.

Worte Sri Aurobindos

Ich habe dir immer gesagt, du solltest nicht das, was Sadhaks sagen oder denken, als autorisiert oder als von der Mutter kommend betrachten. Selbst wenn sie sagen, es komme von mir oder ihr, kann es nicht akzeptiert werden, denn häufig ist es eine Vorstellung in ihrem eigenen Mental, die ihrer Meinung nach auch unsere sei, oder ein Missverständnis dessen, was wir in einem bestimmten Zusammenhang gesagt haben, aber was ihr Mental auf etwas bezieht, womit es keine Verbindung hatte, oder auf alle Dinge generell. Kein Sadhak, wer auch immer er sei, kann unseren Platz einnehmen oder für uns sprechen. Man muss davon ausgehen, dass jeder in eigener Verantwortung sein eigenes Denken oder Fühlen zum Ausdruck bringt.

Worte Sri Aurobindos

Du musst die Kraft und die Gewohnheit entwickeln, im Schutz von Mutter und von mir Zuflucht zu suchen. Aus diesem Grund muss die Gewohnheit verschwinden, mit dem äußeren Mental zu kritisieren und zu urteilen oder an seinen vorgefassten Vorstellungen und Formationen zu hängen. Du solltest stets dir selbst gegenüber, wenn sie sich zu erheben versucht, wiederholen: „Sri Aurobindo und die Mutter wissen es besser als ich selbst – sie haben die Erfahrung und das Wissen, das ich nicht habe –, sie handeln sicher zu meinem Besten und in einem größeren Licht als jenem der gewöhnlichen menschlichen Erkenntnis.“ Wenn du diesen Gedanken in dir befestigen kannst, so dass er selbst in dunklen Augenblicken gegenwärtig bleibt, wirst du in der Lage sein, viel leichter den Einflüsterungen der asurischen Maya zu begegnen.

Worte der Mutter

Man muss sich hüten, mit einem Bein hier und mit dem anderen dort zu stehen – oder auf zwei verschiedenen Booten zu segeln, wovon jedes seinen eigenen Kurs verfolgt. Das meinte Sri Aurobindo, als er davor warnte, ein „Doppelleben“ zu führen. Das eine oder das andere muss man lassen – beides zusammen geht nicht.

Allerdings heißt das nicht, dass man aus den Bedingungen seines Lebens heraustreten muss: Die innere Haltunnicht an Umwandlung denken.

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