Kapitel 2

Glaube – Aspiration – Hingabe

Worte Sri Aurobindos

Dieser Yoga verlangt, dass man das Leben vollkommen dem Streben nach Entdeckung und Verkörperung der Göttlichen Wahrheit weiht und nichts anderem sonst. Dein Leben zwischen dem Göttlichen und einem äußeren Ziel, einer äußeren Tätigkeit zu teilen, die nichts mit der Suche nach der Wahrheit zu tun hat, ist nicht zulässig. Die geringste Kleinigkeit dieser Art würde den Erfolg im Yoga zunichte machen.

Du musst in dich gehen und dich einer völligen Weihung an das spirituelle Leben widmen. Jede Bindung an mentale Vorlieben muss von dir abfallen, alles Beharren auf vitalen Zielen und Interessen, alle Anhaftung muss ausgemerzt werden, alles egoistische Anklammern an die Familie, die Freunde, das Vaterland muss verschwinden, wenn du im Yoga erfolgreich sein willst. Was immer an nach außen gewandter Energie oder Tätigkeit benötigt wird, muss aus der einmal entdeckten Wahrheit und darf nicht aus niederen mentalen oder vitalen Motiven stammen, es muss vom Göttlichen Willen und nicht von der persönlichen Wahl oder den Vorlieben des Egos ausgehen.

Die Wege Gottes gleichen nicht denen des menschlichen Mentals, sie entsprechen nicht unseren Vorstellungen und es ist unmöglich, sie zu beurteilen oder Ihm vorzuschreiben, was Er tun soll und was nicht, denn das Göttliche weiß es besser als wir. Wenn wir das Göttliche überhaupt anerkennen, scheinen sowohl der gesunde Menschenverstand als auch die Bhakti gleichermaßen bedingungslosen Glauben und bedingungslose Hingabe zu fordern.

In diesem Yoga hängt alles davon ab, ob man sich dem Einfluss öffnen kann oder nicht. Wenn ein aufrichtiges Streben und ein geduldiger Wille vorhanden sind, das höhere Bewusstsein trotz aller Hindernisse zu erreichen, wird man das Sich-Öffnen in der einen oder anderen Form mit Sicherheit vollziehen können. Es kann lange dauern oder auch nicht, was davon abhängt, ob das Mental, das Herz oder der Körper vorbereitet sind oder nicht; daher muss man die notwendige Geduld aufbringen, andernfalls gibt man aufgrund der anfänglichen Schwierigkeit möglicherweise seine Bemühung auf. In diesem Yoga gibt es keine andere Methode als sich zu konzentrieren, besonders im Herzen, und die Gegenwart und Macht der Mutter zu rufen, [sie zu bitten] das Wesen anzunehmen und durch das Wirken ihrer Kraft, das Bewusstsein umzuwandeln; man kann sich ebenfalls im Kopf konzentrieren oder zwischen den Augenbrauen, doch für viele ist das ein zu schwieriges Öffnen. Sobald das Mental ruhig, die Konzentration kraftvoll und das Streben intensiv werden, zeichnet sich eine anfängliche Erfahrung ab. Je größer der Glaube, desto rascher wird voraussichtlich das Ergebnis eintreten. Im übrigen darf man sich nicht allein auf die eigene Bemühung verlassen, man muss vielmehr einen Kontakt mit dem Göttlichen und eine Empfangsbereitschaft für die Macht und Gegenwart der Mutter in sich festigen.

Der Glaube, der Verlass auf Gott, die Hingabe und das Selbstgeben an die Göttliche Macht sind notwendig und unerlässlich. Sich auf Gott zu verlassen, darf aber nicht zu einem Vorwand für Faulheit, Schwäche und die Hingabe an die Impulse der niederen Natur gemacht werden; es muss Hand in Hand mit unermüdlichem Streben gehen und mit einer beharrlichen Zurückweisung von allem, was der Göttlichen Wahrheit im Wege steht. Die Hingabe an das Göttliche darf nicht zu einer Ausflucht, einem Deckmantel oder einer Gelegenheit werden, seinen eigenen Begierden und niederen Bewegungen zu frönen, oder sich seinem Ego oder einer Kraft der Unwissenheit und Dunkelheit hinzugeben, die sich fälschlich als das Göttliche darstellt.

Du hast dich immer zu sehr auf die Handlungen deines eigenen Verstandes und Willens verlassen, weshalb du keinen Fortschritt machen kannst. Wenn du dich daran gewöhnen könntest, still auf die Kraft der Mutter zu vertrauen und sie nicht nur zur Unterstützung deiner eigenen Bemühungen anzurufen, würde dieses Hindernis kleiner werden und schließlich verschwinden.

Eine vollkommene Hingabe ist in so kurzer Zeit nicht möglich – denn eine vollkommene Hingabe bedeutet, den Knoten des Egos in jedem Teil des Wesens zu durchschneiden und es frei und ganz dem Göttlichen darzubieten. Das Mental, das Vital und das physische Bewusstsein (und sogar jeder einzelne Teil davon in all seinen Bewegungen) müssen sich getrennt, eines nach dem anderen hingeben, ihren eigenen Weg aufgeben und den Weg des Göttlichen annehmen. Doch kann man von Anfang an einen innersten Entschluss fassen, man kann eine Selbst-Weihung vollziehen, und sie auf jedem sich anbietenden Weg durchführen und bei jedem Schritt jegliche Gelegenheit ergreifen, um das Selbstgeben vollkommen zu machen. Eine Hingabe in einer Richtung macht andere [Hingaben] leichter und unausweichlicher; sie zerschneidet oder löst jedoch nicht von selbst andere Knoten, besonders nicht jene, die engstens mit der gegenwärtigen Persönlichkeit verbunden sind, wobei deren am meisten geschätzte Prägungen oft große Schwierigkeiten darstellen können, selbst nachdem der zentrale Wille gefestigt ist und sein Entschluss in der Praxis bereits die ersten Siegel trägt.

Es ist nicht möglich, sich von dem Nachdruck auf persönliche Bemühung zu befreien – und nicht immer wünschenswert, denn persönliche Bemühung ist besser als tamasische Trägheit.

Die persönliche Bemühung muss fortschreitend in eine Bewegung der Göttlichen Kraft umgewandelt werden. Wenn du dir der Göttlichen Kraft bewusst bist, dann rufe sie immer mehr, damit sie deine Bemühung lenkt, sie aufnimmt und in etwas verwandelt, das nicht dir, sondern der Mutter angehört. Es wird eine Art Übertragung stattfinden, ein Aufnehmen der im persönlichen adhar wirkenden Kräfte – keine einmalige, sondern eine progressive Übertragung.

Doch das seelische Gleichgewicht ist notwendig. Eine [Fähigkeit zur] Unterscheidung muss sich entwickeln, die genau erkennt, was die Göttliche Kraft ist, was das Element der persönlichen Bemühung ist und was als Gemisch aus den niederen kosmischen Kräften einfließt. Und bis die Übertragung vollendet ist, was immer Zeit in Anspruch nimmt, muss man als persönlichen Beitrag fortwährend der wahren Kraft zustimmen und fortwährend das ganze niedere Gemisch zurückweisen.

Was gegenwärtig gefordert wird ist nicht, die persönliche Bemühung aufzugeben, sondern mehr und mehr die Göttliche Macht zu rufen, damit sie die persönliche Bemühung lenken und führen möge.

In diesem Yoga besteht das ganze Prinzip darin, sich dem Göttlichen Einfluss zu öffnen. Er ist über dir, und sobald du dir seiner bewusst werden kannst, musst du ihn in dich herabrufen. Er kommt als Frieden, als Licht, als eine wirkende Kraft in das Mental und den Körper herab, als die Gegenwart des Göttlichen mit oder ohne Form, als Ananda. Bevor man dieses Bewusstsein erlangt hat, muss man Glauben haben und nach dem Sich-Öffnen streben. Das Streben, der Ruf, das Gebet sind Formen von ein und derselben Sache, und alle sind wirksam; du kannst diejenige Form annehmen, die zu dir kommt oder dir am leichtesten erscheint. Der andere Weg ist die Konzentration; du konzentrierst dein Bewusstsein im Herzen (einige tun es im Kopf, andere über dem Kopf), meditierst dort über die Mutter und rufst sie dorthin. Man kann eines davon oder beides zu verschiedenen Zeiten tun – was immer auf natürliche Weise zu dir kommt oder was zu tun du im Augenblick bewegt wirst. Besonders am Anfang besteht die eine große Notwendigkeit darin, das Mental zu beruhigen und zur Zeit der Meditation alle Gedanken und Bewegungen, die der Sadhana fremd sind, zurückzuweisen. Im ruhigen Mental wird eine fortschreitende Vorbereitung für die Erfahrung stattfinden. Doch darfst du nicht ungeduldig werden, wenn nicht alles auf einmal geschieht; es nimmt Zeit in Anspruch, die völlige Ruhe in das Mental zu bringen; du musst damit fortfahren [es zu versuchen], bis das Bewusstsein bereit ist.

Das Feuer ist das göttliche Feuer des Strebens und der inneren tapasya. Wenn das Feuer immer wieder mit wachsender Kraft und in wachsendem Umfang in die Dunkelheit der menschlichen Unwissenheit herabkommt, scheint es zunächst in der Finsternis verschlungen und aufgezehrt zu werden; doch in dem Maß seines Herabkommens wird die Finsternis in Licht, die Unwissenheit und Unbewusstheit des menschlichen Mentals in spirituelles Bewusstsein gewandelt.

Im Wesentlichen werden alle Teile dargebracht, doch muss die Hingabe durch das Wachsen der seelischen Selbstdarbringung in all diesen Teilen, in all ihren Bewegungen, einzeln und zusammen, vervollständigt werden.

Vom Göttlichen besessen zu werden heißt, gänzlich hingegeben zu sein, so dass man fühlt, wie die Göttliche Gegenwart, die Macht, das Licht, das Ananda vom gesamten Wesen Besitz ergriffen haben und nicht, dass man diese Dinge zur eigenen Befriedigung besitzt. Es ist eine viel größere Ekstase, derart dem Göttlichen hingegeben und von ihm besessen, als selbst der Besitzende zu sein. Gleichzeitig findet durch diese Hingabe eine ruhige und glückliche Meisterung des Selbstes und der Natur statt.

Lass das seelische Wesen in den Vordergrund treten, bewahre es dort und lass es seine Macht auf das Mental, Vital und das Physische ausüben, damit es seine Kraft zielgerichteten Strebens, seine Kraft des Vertrauens, Glaubens und Hingebens auf jene übertrage und das direkte und unmittelbare Aufdecken von allem ermöglichen kann, was in der menschlichen Natur falsch, dem Ego und Irrtum verhaftet und vom Licht und der Wahrheit abgewandt ist.

Merze den Egoismus in all seinen Formen aus, merze ihn aus jeder Bewegung deines Bewusstseins aus.

Entwickle das kosmische Bewusstsein, lass die egozentrische Lebensauffassung in Weite und Unpersönlichkeit aufgehen, in der Empfindung des kosmischen Göttlichen, in der Wahrnehmung der universalen Kräfte, im Erkennen und Verstehen der kosmischen Manifestation, dem [Göttlichen] Spiel.

Finde an Stelle des Egos das wahre Wesen, Teil des Göttlichen, hervorgegangen aus der Weltmutter und ein Instrument der Manifestation. Dieses Gefühl, Teil des Göttlichen und ein Instrument zu sein, sollte frei sein von jeglichem Stolz, vom Egosinn oder Egoanspruch, von der Geltendmachung der Überlegenheit, frei von Fordern und Begehren. Denn wenn diese Elemente vorhanden sind, ist es nicht die wahre Sache.

Die meisten, die den Yoga ausüben, leben im Mental, im Vital, im Physischen, die gelegentlich oder in gewissem Ausmaß durch das höhere Mental und das erleuchtete Mental erhellt werden; um sich aber für die supramentale Wandlung vorzubereiten, ist es notwendig (sobald die Zeit für einen gekommen ist), sich der Intuition und dem Obermental zu öffnen, damit diese das gesamte Wesen und die gesamte Natur für die supramentale Wandlung bereit machen. Erlaube dem Bewusstsein, sich ruhig zu entwickeln und sich zu weiten, dann wird immer mehr Wissen um diese Dinge kommen.

Ruhe, Unterscheidung, Loslösung (doch nicht Gleichgültigkeit) sind alle sehr wichtig, denn ihr Gegenteil erschwert das umwandelnde Wirken ungemein. Die Intensität des Strebens sollte vorhanden sein, doch muss sie mit jenen Hand in Hand gehen. Keine Hast, keine Trägheit, weder rajasischer Übereifer noch tamasische Entmutigung – ein steter und anhaltender, doch ein ruhiger Ruf und ebensolches Wirken! Nicht die Verwirklichung an sich reißen oder sich an sie klammern, sondern ihr erlauben, von innen und oben zu kommen, und ihren Bereich, ihre Natur und ihre Grenzen genau beobachten!

Lass die Macht der Mutter in dir wirken, doch hüte dich davor, sie mit einem gesteigerten Egowirken oder einer Kraft der Unwissenheit, die sich als Wahrheit ausgibt, zu verwechseln oder zu ersetzen. Strebe besonders nach der Ausmerzung aller Dunkelheit und Unbewusstheit in deiner Natur.

Dies sind die wichtigsten vorbereitenden Voraussetzungen für die supramentale Wandlung; keine von ihnen ist einfach, und sie müssen erfüllt sein, bevor man von der menschlichen Natur behaupten kann, sie sei bereit. Wenn man die wahre Haltung einzunehmen vermag (seelisch, unegoistisch, allein der Göttlichen Kraft geöffnet), wird der Vorgang viel schneller vonstatten gehen. Diese wahre Haltung einzunehmen und zu bewahren, um die Wandlung in sich zu fördern – das ist die Hilfe, die gewährt wird, und das einzige, das die allgemeine Wandlung stützt.

Zwei Kräfte allein können durch ihr Zusammenwirken das Große und Schwierige vollbringen, dem unsere Bemühung gilt; eine entschlossene und unermüdliche Aspiration, die von unten ruft, und eine höchste Gnade, die von oben antwortet.

Aber die höchste Gnade wird nur unter den Bedingungen des Lichts und der Wahrheit handeln; sie wird nicht unter Bedingungen handeln, die ihr von der Falschheit und der Unwissenheit auferlegt werden. Denn gäbe es den Forderungen der Falschheit nach, würde sie ihre eigene Absicht vereiteln.

Dies sind die Bedingungen des Lichts und der Wahrheit, die einzigen Bedingungen, unter denen die höchste Kraft herabkommen wird; und nur die höchste supramentale Kraft, von oben herabkommend und von unten öffnend, kann die physische Natur siegreich meistern und deren Schwierigkeiten beseitigen … Es muss eine umfassende und aufrichtige Hingabe gegeben sein; es muss eine ausschließliche Öffnung seiner selbst für die göttliche Kraft gegeben sein; es muss eine beständige und ganzheitliche Wahl der herabkommenden Wahrheit gegeben sein, eine beständige und ganzheitliche Zurückweisung der Falschheit der mentalen, vitalen und physischen Mächte und Erscheinungen, die immer noch die Erd-Natur beherrschen.

Die Hingabe muss vollständig sein und alle Teile des Wesens erfassen. Es genügt nicht, wenn das Seelische antwortet und das höhere Mental zustimmt oder sogar das innere Vital sich unterwirft und das innere Physische den Einfluss fühlt. Es darf in keinem Teil des Wesens, nicht einmal im äußersten, irgendetwas geben, das einen Vorbehalt hat, das sich hinter Zweifeln, Verwirrungen und Ausflüchten versteckt, das revoltiert oder sich verweigert.

Wenn ein Teil des Wesens sich überantwortet, ein anderer aber sich zurückhält, seinen eigenen Weg geht oder seine eigenen Bedingungen stellt, dann stößt du jedes Mal, wenn das geschieht, die göttliche Gnade von dir fort.

Wenn deine Weihung und Überantwortung dir als Deckmantel für deine Begierden, egoistischen Forderungen und vitalen Ansprüchen dienen, wenn du diese an die Stelle der wahren Aspiration setzt oder sie damit vermischst und versuchst, sie der Göttlichen Shakti aufzudrängen, ist es müßig, die göttliche Gnade anzurufen, dich umzuwandeln.

Wenn du nur auf einer Seite oder in einem Teil dich der Wahrheit öffnest und auf der anderen Seite ständig feindlichen Kräften die Tore offen hältst, ist es vergeblich zu erwarten, dass die göttliche Gnade bei dir bleiben wird. Du musst den Tempel rein halten, willst du, dass die lebendige Gegenwart sich dort niederlässt.

Wenn du jedes Mal, wenn die Kraft eingreift und die Wahrheit hereinbringt, dich von ihr abwendest und die Falschheit wieder hereinrufst, die vertrieben wurde, so darfst du nicht die göttliche Gnade dafür verantwortlich machen, dich im Stich gelassen zu haben, sondern die Falschheit in deinem eigenen Willen und die Unvollkommenheit deiner eigenen Hingabe.

Wenn du nach der Wahrheit rufst und doch etwas in dir das Falsche, Unwissende und Ungöttliche wählt oder einfach nicht willens ist, es ganz und gar zurückzuweisen, dann wirst du immer Angriffen gegenüber geöffnet sein, und die Gnade wird sich von dir zurückziehen. Entdecke zuerst, was falsch oder dunkel in dir ist, und weise es beharrlich zurück, nur dann kannst du mit Recht die göttliche Macht anrufen, dich umzuwandeln.

Bilde dir nicht ein, dass es Wahrheit und Falschheit, Licht und Dunkelheit, Hingabe und Selbstsucht gestattet wäre, in dem Haus beisammen zu wohnen, das dem Göttlichen geweiht ist. Die Umwandlung muss ganzheitlich sein, und ganzheitlich darum auch die Zurückweisung von allem, was sich ihr widersetzt.

Weise die irrige Vorstellung zurück, dass die göttliche Macht auf dein Verlangen hin willens und verpflichtet sei, alles für dich zu tun, selbst dann, wenn du die vom Höchsten gestellten Bedingungen nicht erfüllst. Lass deine Überantwortung aufrichtig und vollständig sein, nur dann wird alles Übrige für dich getan werden.

Weise auch die falsche und träge Erwartung zurück, dass die göttliche Macht sogar die Überantwortung für dich leisten wird. Der Höchste fordert deine Überantwortung an sie, doch erzwingt er sie nicht: bis die unwiderrufliche Umwandlung kommt, bist du in jedem Augenblick frei, das Göttliche zu leugnen oder abzuweisen oder deine Selbsthingabe zu widerrufen, insofern du gewillt bist, die spirituellen Konsequenzen zu tragen. Deine Überantwortung muss eigenständig und frei sein; es muss die Überantwortung eines lebendigen Wesens sein, nicht die eines trägen Automaten oder eines mechanischen Werkzeugs.

Immer wieder wird träge Passivität mit der wahren Überantwortung verwechselt, aber aus träger Passivität kann nichts Wahres und Mächtiges kommen. Gerade die träge Passivität der physischen Natur liefert diese jedem dunklen und ungöttlichen Einfluss aus. Gefordert ist eine freudige, starke und willige Unterwerfung dem Wirken der Göttlichen Kraft gegenüber, der Gehorsam des erleuchteten Schülers der Wahrheit, des inneren Kriegers, der gegen Dunkelheit und Falschheit kämpft, des treuen Dieners des Göttlichen.

Das ist die wahre Haltung, und nur wer diese Haltung einnehmen und bewahren kann, wird sich auch jenen Glauben erhalten können, der weder durch Enttäuschungen noch Schwierigkeiten zu erschüttern ist und wird durch alles Leid gehen, hin zum höchsten Sieg und zur großen Wandlung.

Wir benutzen Cookies

Wir verwenden auf unserer Website nur für den Betrieb notwendige sowie sogenannte Session Cookies, also ausdrücklich keine Werbe- oder Trackingcookies.

Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Website zur Verfügung stehen.