Kapitel 2

Die Chakren in Bezug auf Yoga

Worte Sri Aurobindos

Man kann von Chakren nur in Bezug auf den Yoga sprechen. In den gewöhnlichen Menschen sind die Chakren nicht geöffnet, erst wenn man die Sadhana ausübt, öffnen sich die Chakren. Denn Chakren sind Zentrum des inneren Bewusstseins und gehören eigentlich dem feinstofflichen Körper an. Das, was von ihnen im durchschnittlichen Menschen aktiv ist, ist sehr gering – in ihnen ist das äußere Bewusstsein aktiv.

Worte Sri Aurobindos

Chakren sind Zentren des Bewusstseins. Durch ihre Öffnung entwickelt sich das yogische oder innere Bewusstsein – andernfalls wärst du an das gewöhnliche, nach außen gerichtete Bewusstsein gebunden.

Worte Sri Aurobindos

Man geht weder durch das seelische noch durch irgendein anderes Zentrum hindurch [während der Sadhana]. Die Zentren öffnen sich unter dem Druck der Sadhana. Man kann sagen, dass die Kraft in ein Zentrum herabkommt oder aufsteigt.

Worte Sri Aurobindos

Die Wirbelsäule ist die Stütze der Zentren, und durch die Wirbelsäule steigt die Kundalini in der tantrischen Sadhana auf.

Worte Sri Aurobindos

Wenn wir vom Purusha im Herzen, im Kopf usw. sprechen, verwenden wir ein Gleichnis. Das Muladhara, von dem sich die Kundalini erhebt, befindet sich wie die übrigen Zentrum nicht im physischen, sondern im feinstofflichen Körper (in diesen feinstofflichen Körper geht das Wesen in tiefer Entrückung ein oder endgültig bei Eintritt des Todes). Doch da der feinstoffliche Körper, den grobstofflichen durchdringt und mit ihm verwoben ist, besteht eine Art Entsprechung zwischen diesen Chakren und gewissen Zentren im eigentlichen Physischen. Wir sprechen daher bildlich vom Purusha in diesem oder jenem Zentrum des Körpers. Aufgrund dieser Entsprechung durchdringt der Ananda, oder was immer herabkommt, den feinstofflichen Körper und teilt sich über diesen dem grobstofflichen Körper und seinem Bewusstsein mit, so dass die Empfindung entsteht, als würde er den grobstofflichen Körper (direkt) durchdringen. Doch all dies hat nichts mit der Behauptung zu tun, der Geist befände sich in einer Drüse. Der grobe Körper ist eine Maschine, ein Mittel der Kommunikation und des Wirkens des Geistes auf die Welt, und er ist nur ein kleiner Teil der Instrumentierung. Es ist absurd, von all dem so viel Aufhebens zu machen. Es ist eine Art falscher Materialismus mit dem Ziel, Menschen mit dürftiger wissenschaftlicher Kenntnis zu beruhigen. Doch was ist der Zweck? Jeder weiß heute, dass Wissenschaft nicht die Wahrheit der Dinge darlegt, sondern einfach eine Sprache ist, die gewisse Erfahrungen mit Objekten, ihre Struktur, ihre Mathematik und eine koordinierte und brauchbare Vorstellung ihrer Vorgänge formuliert – und nichts sonst. Die Materie als solche ist etwas (vielleicht eine Formung von Energie?), das wir seiner Struktur nach oberflächlich kennen, so wie sie unserem Mental und den Sinnen und gewissen untersuchenden Instrumenten erscheint – von denen man inzwischen annimmt, dass sie großenteils ihre eigenen Ergebnisse determinieren, da die Natur ihre Antworten den benutzten Instrumenten anpasst – doch kein Wissenschaftler weiß mehr oder kann mehr wissen.

N.B. Wenn ich sage, dass der Purusha im Herzen ist, meine ich dann, dass er dort im physischen Herzen ist, im Blutfluss umherwirbelt oder in den Klappen oder Muskelteilen steckt, und wenn eine Kugel im Herzen steckt, springt er mit einem „Ooah!“ und purzelt tot zu Boden oder er läuft und schwimmt in einige graue oder weiße Materiewelten darüber hinaus? Sicherlich nicht. Ich verwende eine bezeichnende Sprache, die bestimmte Beziehungen zwischen dem seelischen Bewusstsein und dem physischen ausdrückt, derer wir uns durch Yoga bewusst werden.

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