Kapitel 10
Bewusstsein und seine Instrumente
Worte der Mutter
Zwei Dinge sind zu betrachten: das Bewusstsein und die Instrumente, durch die das Bewusstsein wirkt. Nehmen wir die Instrumente: Es gibt das mentale Wesen, welches Gedanken hervorbringt, das emotionale Wesen, welches Gefühle hervorbringt, das vitale Wesen, welches die Kraft der Handlung hervorbringt, und das physische Wesen, das handelt.
Ein genialer Mensch kann alles benutzen und wird etwas Schönes erschaffen, weil er eben genial ist. Gebe also diesem Genie ein wirklich vollkommenes Instrument, und er wird etwas Wunderbares schaffen. Nimm zum Beispiel einen großen Musiker. Nun, selbst auf einem schäbigen Klavier und ohne Noten spielt er etwas Schönes, doch mit einem wohlgestimmten guten Klavier wird er noch etwas viel Schöneres hervorbringen. Das Bewusstsein ist in beiden Fällen dasselbe, doch um sich auszudrücken, braucht es ein gutes Instrument – einen Körper mit mentalen, vitalen, psychischen und physischen Fähigkeiten.
Wenn du körperlich schlecht gebaut bist, von erbärmlicher Konstitution, wird es schwierig für dich sein – auch wenn du gut trainiert bist –, so gut zu turnen wie jemand, der einen schönen, gut gebauten Körper hat. Das gilt auch für das Mental. Wer ein wohl geordnetes Mental hat, vielseitig, vollständig, verfeinert, drückt sich weit besser aus als jemand, bei dem das Mental eher mittelmäßig oder schlecht organisiert ist. Zuallererst musst du dein Bewusstsein erziehen, deiner selbst bewusst werden, das Bewusstsein nach deinem Ideal gestalten, doch gleichzeitig darfst du nicht die Instrumente vernachlässigen, die sich in deinem Körper befinden.