Kapitel 1
Gleichwertige Werkzeuge
Jeder Mensch ist bewusst oder unbewusst das Instrument einer universalen Macht. Aber abgesehen von der Gegenwart im Inneren gibt es keine so wesentliche Unterscheidung zwischen der einen und einer anderen Aktion, zwischen der einen Art von Instrumentation und einer anderen, dass sie einen Schutz garantieren könnte gegen die Torheit eines egoistischen Hochmuts. Das Unterscheidungsvermögen zwischen Wissen und Unwissenheit ist eine Gnade des Geistes. Der Atem der göttlichen Macht weht, wo er will. Er erfüllt heute den einen und morgen den anderen mit dem Wort oder der Macht. Wenn der Töpfer das eine Gefäß vollkommener formt als das andere, liegt der Verdienst dafür nicht beim Topf, sondern beim Schöpfer. Darum darf es keine solche mentale Haltung in uns geben: „Das ist meine eigene Stärke,“ oder „Schau, wie Gottes Macht in mir wirkt!“ Vielmehr muss unsere Haltung so sein: „Eine Göttliche Macht wirkt in diesem Mental und Körper, und sie ist dieselbe, die am Werk ist in allen Menschen, im Tier, in der Pflanze und im Metall, in bewussten, lebendigen Wesen und Geschöpfen ebenso wie in denen, die unbewusst und unbelebt zu sein scheinen.“ Wenn diese weite Auffassung von dem Einen, der in allen wirkt und von der ganzen Welt als das gleiche Werkzeug für göttliches Wirken und für stufenweise Offenbarung seines Selbsts von uns zutiefst erfahren wird, hilft das, allen Egoismus der rajasischen Art aus uns auszumerzen. Selbst das Ich-Empfinden der sattwischen Art wird immer mehr aus unserer Natur schwinden.
Die Ausmerzung dieser Form des Egos führt uns direkt hin zum wahren instrumentalen Wirken…