Kapitel 1
Eine leere Seite, auf die der Göttliche Wille geschrieben werden soll
Oh, ich würde vor Euch, Herr, immer eine vollkommen leere Seite sein, damit Euer Wille ohne jede Schwierigkeit und Beimischung in mir geschrieben werden kann.
Schon die Erinnerung an vergangene Erlebnisse sollte manchmal aus dem Denken getilgt werden, damit sie diese Arbeit der fortwährenden Erneuerung nicht behindert, welche allein in einer bedingten Welt Eure vollkommene Manifestierung ermöglicht.
Oft hängt man an dem, was gewesen ist, fürchtend, das Resultat einer kostbaren Erfahrung zu verlieren, ein weites und hohes Bewusstsein aufzugeben, auf eine niedrigere Stufe zurückzufallen.
Und doch, was sollte der fürchten, der Euch gehört? Kann er nicht mit froher Seele und hellem Geist auf dem Pfad wandeln, den Ihr für ihn gefunden habt, wie immer dieser sein mag, – sogar, wenn dieser Pfad für seinen begrenzten Verstand völlig unverständlich ist?
Oh Herr, zerbrecht die alten Gedankengebäude, beseitigt vergangene Erfahrungen, löscht die bewusste Synthese, wenn Ihr es für notwendig haltet, damit Eure Arbeit immer besser vollendet werden kann, Euer Dienst auf der Erde vervollkommnet wird.