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  1. ALLES LEBEN IST YOGA
  2. Ein Aufruf an die Jugend

Kapitel 16

Freundschaft

Freundschaft ist etwas sehr Gutes und hat ihren Platz im Göttlichen Leben. Nur Begierde und Sexualität verschlechtern die Atmosphäre und machen sie vulgär.

Der Herr ist es, der Freundschaften schafft. Der Herr ist es, der Freundschaften beendet; der Herr ist es, der uns einsam macht, um uns für diese ewige Freundschaft vorzubereiten; wenn wir dafür bereit sind, verschwindet alle Einsamkeit und wir werden uns ständig Seiner tröstenden Gegenwart bewusst, die alle Einsamkeit vertreibt.

Unser bester Freund ist der, der uns so liebt, wie wir sind. Er verlangt nicht, dass wir etwas anderes sind als das, was wir sind.

Du bist der sichere Freund, der nie versagt, die Kraft, die Stütze, der Wegweiser.

In der Tat sollst du nur Menschen zu Freunden nehmen, die weiser sind als du, deren Gesellschaft dich erhebt, dir hilft, über dich selbst hinauszuwachsen, Fortschritte zu machen, besser zu handeln und klarer zu sehen.

Wer einem Verräter Freundschaft gewährt, wird selbst zum Verräter.

Wir sind nicht nur auf der Welt, um zu kaufen oder zu verkaufen; wir sind es uns selbst schuldig, mit anderen Freundschaft zu schließen.

Kapitel 17

Wissen

Wissen gehört zu einer Region, die weit über den menschlichen Verstand hinausgeht, sogar über die Region der reinen Ideen.

Was ist der erste Schritt auf dem Weg zum wahren Wissen?

Die Illusion vom konkreten und absoluten Wert des menschlichen Wissens zu verlieren. Das ist vielleicht der schwierigste Schritt.

Erst wenn man nicht mehr menschlich ist, weiß man; aber sobald dieses Wissen zum Ausdruck kommt, setzen sich die menschlichen Grenzen wieder durch, und dann hört man auf zu wissen.

Das ist unbestreitbar.

Wissen ist ein Kind mit seinen Errungenschaften; denn wenn es etwas herausgefunden hat, rennt es johlend und schreiend durch die Straßen; Weisheit verbirgt sich lange Zeit in einem andächtigen und mächtigen Schweigen…

Alles Wissen ist Erkenntnis durch Wesenseinheit. Das heißt, man muss das werden, was man wissen will. Man kann vermuten, man kann sich etwas vorstellen, man kann schlussfolgern, man kann argumentieren, aber man weiß es nicht.

Mit Worten kann man manchmal Verstehen, aber nur in der Stille kann man Wissen.

Glaube nie, etwas zu wissen. Versuche immer, es besser zu erkennen.

Wenn du das Gefühl hast, nichts zu wissen, bist du bereit zu lernen.

Je mehr wir wissen, desto mehr können wir erkennen, dass wir nichts wissen.

Beobachte die Dinge aufmerksam, nimm sie wahr, ohne sie zu bewerten. Stelle sie vor den höchsten Teil deines Bewusstseins und versuche, in Stille aufmerksam zu sein und zu warten. Dann wird sich vielleicht langsam, wie aus weiter Ferne und von ganz oben kommend, so etwas wie ein Licht manifestieren. Und du wirst etwas mehr von der Wahrheit erfahren.

Alles, was du weißt, wie gut es auch sein mag, ist nichts verglichen mit dem, was du wissen kannst.

Kapitel 18

Lernen

Lernen stärkt den mentalen Geist und lenkt die Aufmerksamkeit von den Impulsen und Begehren des Vitals ab. Die Konzentration auf das Studium ist eines der mächtigsten Mittel, um den mentalen Geist vom Vital abzulenken. Deshalb ist Lernen so wichtig.

Es ist schwierig, den mentalen Geist völlig ruhig zu halten; es ist besser, ihn mit einem Studium zu beschäftigen als mit dummen Ideen oder ungesunden Träumen.

…wenn man mit einem gründlichen Studium beginnt, wird das Bewusstsein geweckt und man kann besser erkennen, was noch fehlt.

…wenn ein Schüler sich entschieden hat, einen Kurs zu besuchen, dann ist es eine absolut elementare Disziplin für ihn, diesen Kurs zu besuchen, er muss regelmäßig zum Kurs gehen und sich dort anständig benehmen, sonst ist er völlig ungeeignet, die Schule zu besuchen.

Den Schülern sollte gesagt werden, dass sie auf eine Transformation hinarbeiten sollen. Die Tugenden oder Qualitäten, die sie in der Gesellschaft haben wollen, müssen zuerst in ihnen selbst verwirklicht werden.

Du wirst immer meinen Segen haben, wenn du fleißig und aufmerksam lernst.

(Schüler sind) lebendige Seelen in einem lebendigen Körper.

Kapitel 19

Schülergebet

Mach aus uns die heldenhaften Krieger, die wir sein wollen. Lass uns den großen Kampf der Zukunft, die geboren werden will, gegen die Vergangenheit, die verharren will, erfolgreich führen, damit das Neue sich manifestieren kann und wir bereit sind, es zu empfangen.

Um zu lernen, muss man mit großer Sorgfalt lesen und das zu Lesende mit Bedacht auswählen.

Kapitel 20

Sport und Körpererziehung

Sport kann eine mächtige Hilfe zur Verwirklichung des Göttlichen sein.

Vom Standpunkt der moralischen Erziehung sind sie (die sportlichen Wettkämpfe) sehr wichtig, denn wenn man mit dem richtigen Geist daran teilnimmt, ist es eine ausgezeichnete Gelegenheit, sein Ego zu meistern.

…wir versuchen nicht zu gewinnen, sondern so gut wie möglich zu spielen und damit den Weg für weiteren Fortschritt zu ebnen. Wir streben nicht nach Erfolg – unser Ziel ist Perfektion.

Wir suchen nicht Ruhm oder Ansehen, sondern bereiten uns auf eine Göttliche Manifestation vor.

Wir müssen unseren Körper durch eine vernünftige und einsichtige Körpererziehung stark und geschmeidig machen, damit er in der materiellen Welt ein geeignetes Instrument für die Wahrheitskraft wird, die sich durch uns offenbaren will.

Körpererziehung, die darauf abzielt, einen Körper zu schaffen, der als geeignetes Instrument für das höhere Bewusstsein dienen kann, verlangt sehr strenge Verhaltensweisen: absolute Regelmäßigkeit beim Schlafen, beim Essen, bei den körperlichen Übungen und bei allen Tätigkeiten.

Man muss ein strenges, weises und geregeltes Leben führen und seine ganze physische Aufmerksamkeit auf den Aufbau eines möglichst vollkommenen Körpers richten. Um dieses ideale Ziel zu erreichen, muss man strikt alle Ausschweifungen, alle Laster, alle Gifte wie Tabak, Alkohol usw. meiden, die der Mensch zu unumgänglichen Bedürfnissen zu entwickeln pflegt, die nach und nach seinen Willen und sein Gedächtnis zerstören.

Allen, die ihren Körper für das Göttliche Leben vorbereiten wollen, sage ich: Versäumt nicht diese großartige Gelegenheit des sportlichen Wettkampfes und vergesst nie, dass wir in allem, was wir tun, nach Vollkommenheit streben müssen. Denn dieses Sehnsucht nach Vollkommenheit wird uns trotz aller Schwierigkeiten zu unserem Ziel führen.

Körpererziehung zielt darauf ab, alle Möglichkeiten des menschlichen Körpers – Harmonie, Kraft, Geschmeidigkeit, Gewandtheit, Ausdauer – zu entwickeln und die Beherrschung der Funktionen seiner Glieder und Organe zu steigern, um den Körper zu einem vollkommenen Instrument zu machen, das dem bewussten Willen zur Verfügung steht. Dieses Programm ist für alle Menschen gleichermaßen hervorragend; es gibt keinen Grund, ein anderes für Frauen zu wollen.

Ich wiederhole: Für uns bedeutet spirituelles Leben nicht die Verachtung der Materie, sondern ihre Vergöttlichung. Es geht uns nicht darum, den Körper zu verwerfen, sondern ihn zu transformieren. Dazu ist die Körpererziehung eines der Mittel, die am direktesten wirken.

Ich lade euch ein, mit Begeisterung und Disziplin an dem Programm teilzunehmen, das heute beginnt – Disziplin, weil sie die unabdingbare Voraussetzung für Ordnung ist; Begeisterung, weil sie die wesentliche Voraussetzung für Erfolg ist. Segen.

Körpererziehung soll dem Körper Bewusstsein und Kontrolle, Disziplin und Beherrschung bringen, alles Dinge, die für ein höheres und besseres Leben notwendig sind. Behalte all dies im Gedächtnis, übe aufrichtig und du wirst ein guter Sportler werden; das ist der erste Schritt auf dem Weg zu einem wahren Menschen.

Ich sehe nicht ein, warum es ein besonderes Ideal für die körperliche Erziehung von Mädchen und ein anderes für die Erziehung von Jungen geben sollte.

Die Erziehung des physischen Wesens besteht darin, ein Instrument vorzubereiten, damit sich das Göttliche in ihm manifestieren kann.

Wir wollen mit dem höchsten Bewusstsein, dem universellen Bewusstsein, in Kontakt kommen, wir wollen es in uns herabbringen und es manifestieren. Aber dafür müssen wir eine sehr solide Basis haben; unsere Basis ist unser physisches Wesen, unser Körper. Deshalb müssen wir einen soliden, gesunden, ausdauernden, geschickten, beweglichen und starken Körper aufbauen, der für alles bereit ist. Es gibt kein besseres Mittel, um den Körper vorzubereiten, als Körperübungen; Sport, Leichtathletik, Gymnastik und alle Spiele sind die besten Mittel, um den Körper zu entwickeln und zu stärken.

  1. 21. Menschheit
  2. 22. Das Supramental (und sein Wirken)
  3. 23. Göttliches Leben
  4. III. ÜBER DEUTSCHLAND

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