Kapitel 8
Nutzen und Notwendigkeit des Zweifels
Der Feind des Glaubens ist Zweifel, und trotzdem ist Zweifel nützlich und notwendig, weil der Mensch in seiner Unwissenheit und seinem fortschreitenden Streben nach Wissen vom Zweifel heimgesucht werden muss, sonst würde er stur in einer unwissenden intellektuellen Akzeptanz und einem begrenztem Wissen steckenbleiben und seinen Irrtümern nicht entkommen. Diese Nützlichkeit und Notwendigkeit des Zweifels verschwindet nicht völlig, wenn wir den Yogapfad betreten. Der Integrale Yoga zielt nicht bloß auf ein einige fundamentale Prinzipien umfassendes Wissen ab, sondern auf ein Erkennen, eine Gnosis, die sich umfassend auf das ganze Leben und die Weltbewegungen bezieht. In dieser Suche nach Wissen betreten wir den Weg und werden auf ihm über viele Meilen von den unregenerierten Aktivitäten des Mentals begleitet, bevor diese durch ein größeres Licht gereinigt und transformiert sind: wir tragen eine Anzahl intellektueller Ansichten und Ideen mit uns, die keineswegs alle korrekt und perfekt sind, und danach kommt eine Unzahl neuer Ideen und Anregungen auf uns zu, die Gläubigkeit von uns verlangen. Es wäre fatal, sie so, wie sie sind, zu akzeptieren und an ihnen festzuhalten, ohne ihre möglichen Irrtümer, Einschränkungen oder Unvollkommenheiten zu beachten. Und es ist tatsächlich auf einer Stufe des Yoga notwendig sich zu weigern, jede Art intellektueller Vorstellung oder Meinung in ihrer intellektuellen Form als bindend und endgültig zu akzeptieren, sondern sie hinterfragend zurückzustellen, bis sie ihren richtigen Platz und ihre leuchtende Wahrheitsgestalt in einer von supramentalem Wissen erleuchteten spirituellen Erfahrung erhält… Der Glaube des Herzens, emotionale Akzeptanz und Zustimmung werden auf dem Weg auch gebraucht, können aber nicht immer sichere Wegweiser sein, bis auch sie aufgegriffen, gereinigt, transformiert und schließlich von den leuchtenden Einwilligungen eines göttlichen Ananda ersetzt worden sind, der eins mit dem göttlichen Willen und Wissen ist. Der Sucher des Yoga kann in nichts in der niederen Natur – von der Vernunft bis zum vitalen Willen – einen vollen und dauerhaften Glauben setzen, sondern letztlich nur in die spirituelle Wahrheit, Kraft und das Ananda, die in der spirituellen Vernunft seine alleinigen Ratgeber, Lichter und Meister des Handelns werden.
Und trotzdem ist Glaube immer und bei jedem Schritt notwendig, weil er eine notwendige Einwilligung der Seele ist, und es ohne diese Zustimmung keinen Fortschritt geben kann. Unser Glaube muss zuerst fest auf die wesentlichen Wahrheiten und Prinzipien des Yoga gerichtet sein, und sogar wenn er im Intellekt getrübt, im Herzen verzagt und im vitalen Mental vom ständigen Leugnen und Versagen beim Begehren müde und erschöpft ist, muss es in der innersten Seele etwas geben, das an ihm festhält und zu ihm zurückkehrt.…
…im unvollkommenen Wissen haben Zweifel und Skeptizismus ihren temporären Nutzen; im höheren Wissen sind sie Hindernisse: denn dort besteht das ganze Geheimnis nicht im Abwägen von Wahrheit und Irrtum, sondern in einer sich fortlaufend entwickelnden Verwirklichung offenbarter Wahrheit. Im intellektuellen Wissen gibt es immer eine Mixtur aus Falschheit oder Unvollständigkeit, die man loswerden muss, indem man die Wahrheit selbst einer skeptischen Untersuchung unterzieht; aber in das höhere Wissen kann Falschheit nicht eindringen, und das, was der Intellekt beisteuert, indem er sich dieser oder jener Meinung anschließt, kann nicht durch bloßes Hinterfragen abgeschüttelt werden, sondern wird durch die fortschreitende Verwirklichung von selbst wegfallen. Welche Unvollständigkeit es im erlangten Wissen auch gibt, sie muss beseitigt werden: nicht, indem man tief in dem sucht, was man realisiert hat, sondern indem man durch ein tieferes, höheres und vollständigeres Leben im Geist auf eine nächste und vollständigere Verwirklichung zugeht. Und was noch nicht verwirklicht ist, muss durch Glauben, nicht durch skeptisches Hinterfragen vorbereitet werden.
Kapitel 9
Skeptischer Geist
…der bloß skeptische Geist verliert sich im Nichts.
Im Yoga wie im Leben ist es der Mensch, der angesichts jeder Niederlage, Enttäuschung und aller konfrontierenden, feindlichen und entgegengesetzten Vorkommnisse und Kräfte unermüdlich weitermacht, zum Schluss siegt und seinen Glauben bestätigt findet, weil für die Seele und Shakti im Menschen nichts unmöglich ist. Und sogar ein blinder und unwissender Glaube ist ein besserer Besitz als der skeptische Zweifel, der sich von unseren spirituellen Möglichkeiten abwendet, oder das ständige Nörgeln des engen, dumm-kritischen unkreativen Intellekts, asūyā, das unser Bemühen mit zersetzender Ungewissheit verfolgt. Der Suchende des integralen Yoga muss aber diese beiden Unvollkommenheiten besiegen.
Die Macht, zwischen den Wahrheiten des Göttlichen und den Lügen des Asura zu unterscheiden, ist im Yoga eine grundlegende Notwendigkeit. Die Frage ist, ob dies am besten mit der negativen und destruktiven Methode des Zweifelns getan werden kann, die oft die Falschheit tötet, aber mit dem gleichen Schlag auch die Wahrheit zurückweist, oder ob eine positivere, hilfreiche und leuchtende Such-Kraft gefunden werden kann, die durch ihre innewohnende Unwissenheit nicht gezwungen ist, mit dem Stilett des Zweifels und der Keule der Ablehnung Wahrheit und Falschheit gleichermaßen zu treffen. Eine Wahllosigkeit bei intellektueller Akzeptanz gehört nicht zur Lehre der Spiritualität oder des Yoga; der Glaube, von dem sie spricht, ist keine unausgegorene mentale Beipflichtung, sondern die Treue der Seele zu ihrem leitenden Licht im Innern, eine Treue, die bestehen bleiben muss, bis das Licht sie ins Wissen führt.
Der Weg, Glauben und alle anderen Dinge zu erlangen, besteht darin, sie beharrlich haben zu wollen und sich zu weigern zu erlahmen, zu verzweifeln oder aufzugeben, bis man sie besitzt, – es ist der Weg, auf dem alles erreicht wurde, seit diese schwierige Erde begann, denkende und aufstrebende Wesen zu beherbergen. Man muss sich immer, immer dem Licht öffnen und der Dunkelheit den Rücken kehren. Man muss die Stimmen zurückweisen, die hartnäckig sagen: „Du kannst nicht, du wirst nicht, du bist unfähig, du bist die Marionette eines Traums“, – denn dies sind die Feindstimmen, sie trennen einen mit ihrem schrillen Geschrei vom Ergebnis, das sich abzeichnete, und weisen dann triumphierend als Beweis ihrer These auf die Dürftigkeit des Ergebnisses hin.
Der besondere Charakter unserer Zeit liegt in der Trennung, die zwischen Vernunft und Glauben, dem logischen Geist und dem intuitiven Herzen verkündet wurde. Anfangs war der Krieg zwischen ihnen von schmerzhaften Kämpfen, verstörtem Glauben oder unzufriedenem Skeptizismus begleitet. Aber ihre Trennung hat jetzt übersteigerte Tendenzen hervorgebracht, die das menschliche Leben mit ihrer gegenseitigen Ausschließlichkeit armmachen: auf der einen Seite ein negativer und kritischer Geist, auf der anderen ein phantasiereiches Gefühl, das dem reinen Instinkt widerspricht, und ein auf Träumen basierender Glaube sowie ein steriler Fanatismus des Intellekts.
Kapitel 10
Der standhafte Glaube von Nanaks Schüler
Es wurde gesagt, dass Guru Nanak am Abend vor dem Verlassen seines Körpers gebeten wurde, einen Nachfolger für seinen gadi [wichtige Position] zu benennen. Zu der Zeit wütete ein großer Sturm – der Aufruhr in der Natur ereignete sich gleichzeitig mit dem Hinscheiden eines großen Geistes. Nanak saß inmitten seiner Schüler unter einem Baum. Es war Abend, und als der Guru sah, dass seine Schüler dringend Essen und Trinken benötigten, trug er seinen Söhnen Shrichand und Lakshichand auf, sich um das Essen zu kümmern. Aber die Söhne hatten keine der spirituellen Qualitäten ihres Vaters; sie hielten ihn für nichts anderes als einen Verrückten und waren nicht gewillt, seinen Auftrag ernst zu nehmen; sie machten sich eher lustig über die Idee Nahrung zu besorgen, wenn sich keiner wegen des wilden Regens und Sturms draußen aus dem Haus begeben würde. Nanak wandte sich dann an einen ergebenen Schüler, der einfach nur fragte, wohin er um Nahrung gehen sollte. Ihm wurde gesagt, dass er nur den Baum, unter dem sie saßen, bitten sollte, und dieser würde ihnen alles geben, was sie benötigten. Der Schüler tat wie Nanak ihn geheißen hatte, und, wie die Geschichte berichtet, wurde er mit ausreichend Süßigkeiten belohnt. Nanak ging danach mit seinen Schülern zum Flussufer, und als sie auf dem Weg an einem toten Körper vorbeikamen, befahl er seinen Söhnen von dieser seltsamen Nahrung zu essen. Seine Söhne betrachteten den Befehl als schlüssigen Beweis für den Wahnsinn ihres Vaters, doch der Schüler war bereit bedingungslos zu gehorchen. Er hielt bloß inne um zu fragen, wo er anfangen sollte, am Kopf oder am Fuß. Nanak war mit dem standhaften Glauben seines Schülers vollkommen zufriedengestellt und ernannte ihn statt seiner Söhne zum Nachfolger seines gadi.
Es ist nicht allen gegeben, diesen heroischen spirituellen Glauben zu besitzen, auf dem alle religiösen Lehrer als erste Vorbereitung für jede schwierige Sadhana bestanden haben; aber die ihr zugrunde liegende Lehre wird von jeder Erfahrung gerechtfertigt. Glaube ist die erste Voraussetzung für Erfolg in jedem großen Unterfangen. Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass Glaube Berge versetzt. Es ist Glaube, der Menschen mit Willen und Denken trotz scheinbar unüberwindlicher Schwierigkeiten weitermachen lässt. Sie beginnen mit großer Zuversicht, dass ein edles Unterfangen erfolgreich sein wird, und sind deshalb von Schwierigkeiten, gleich wie erheblich, nie entmutigt. Glaube ist das vorherrschende Merkmal aller großen Seelen. Die Vision des Glaubens wirkt sich auf die Zukunft aus und lässt das Unmögliche möglich werden.
Der ideale Mensch des Vedanta wird Schmerz genau so bereitwillig wie Vergnügen akzeptieren, Hass, Unrecht, Beleidigung und Ungerechtigkeit so gelassen wie Liebe, Ehre und Freundlichkeit, Tod so mutig wie Leben. Denn in allem wird er den mächtigen Willen erkennen, der das Universum regiert … Er wird weder von der Bedrohung durch Unglück oder den Schlägen, die ihm Menschen oder Natur zufügen, nicht einmal durch seine eigenen Sünden und Verfehlungen in Schrecken versetzt werden, sondern in bedingungslosem Glauben, dass der Höchste Wille seine Schritte richtig lenkt, und dass sogar seine Fehltritte für das Erreichen des Ziels notwendig sind, unbeirrt voranschreiten. Wenn sein Yoga vollkommen ist, werden auch sein Glaube und seine Ergebung völlig ruhig und stark sein…. Aber der Glaube und die Ergebung des Karmayogin werden keine passive und schwache Unterwerfung sein. Wenn er in seinem Leiden und Sturz Gott sieht, wird er auch in seinem Widerstand gegen Ungerechtigkeit und Böses Gott sehen, – nicht in einem von Selbstsucht und Leidenschaft diktierten Widerstand, sondern in einem Handeln für das Rechte und Wahre und die Aufrechterhaltung jener moralischen Ordnung, von der die Stabilität des Lebens und das Glück der Menschen abhängen. Und sein Widerstand wird wie alle seine Handlungen von einer perfekten Furchtlosigkeit und einem gottgleichen Mut gekennzeichnet sein.
Kapitel 11
Mantrische Worte Sri Aurobindos
Um gegen alle Ängste, Gefahren und alles Unheil gerüstet durchs Leben zu gehen, sind nur zwei Dinge notwendig, zwei, die immer Hand in Hand gehen – die Gnade der Göttlichen Mutter und auf deiner Seite ein innerer Zustand, der aus Glauben, Aufrichtigkeit und Hingabe besteht. Lass deinen Glauben rein, freimütig und vollkommen sein. Ein egoistischer Glaube im mentalen und vitalen Wesen, der durch Ehrgeiz, Stolz, Eitelkeit, geistige Arroganz, vitalen Eigenwillen, persönliche Forderungen, Verlangen nach den kleinen Befriedigungen der niederen Natur befleckt ist, ist eine schwache und rauchige Flamme, die nicht zum Himmel aufsteigen kann. Sieh dein Leben als dir nur für die göttliche Arbeit und um in der göttlichen Manifestation zu helfen gegeben an. Begehre nichts als die Reinheit, Kraft, das Licht, die Weite, Ruhe und das Ananda des göttlichen Bewusstseins und sein Beharren, dein Mental, Leben und deinen Körper zu transformieren. Bitte um nichts als die göttliche, spirituelle und supramentale Wahrheit, ihre Verwirklichung auf Erden und in dir und in allen, die berufen und erwählt sind, und um die notwendigen Bedingungen für ihre Schöpfung und ihren Sieg über alle entgegenstehenden Kräfte.
Lass deine Aufrichtigkeit und Hingabe echt und vollkommen sein. Wenn du dich selbst gibst, gib dich ganz, ohne Forderung, ohne Bedingung, ohne Vorbehalt, damit alles in dir der Göttlichen Mutter gehöre und nichts dem Ego überlassen oder einer andern Macht gegeben werde.
Je vollständiger dein Glaube, deine Aufrichtigkeit und Hingabe sind, umso mehr werden Gnade und Schutz mit dir sein. Und wenn die Gnade und der Schutz der Göttlichen Mutter mit dir sind, was könnte dich dann berühren oder wen hättest du zu fürchten? Sogar nur ein wenig davon wird dich durch alle Schwierigkeiten, Hindernisse und Gefahren leiten; umgeben von ihrer ganzen Gegenwart kannst du sicher auf deinem Weg gehen, weil es der ihrige ist, unbekümmert über alle Bedrohung, unberührt von jeglicher Feindseligkeit, gleich wie mächtig, weder aus dieser Welt noch aus unsichtbaren Welten. Ihre Berührung kann Schwierigkeiten in Möglichkeiten verwandeln, Versagen in Erfolg und Schwäche in unerschütterliche Stärke. Denn die Gnade der Göttlichen Mutter ist die Zustimmung des Höchsten, und jetzt oder morgen ist ihre Wirkung sicher, eine beschlossenen Sache, unabdingbar und unwiderstehlich.
Kapitel 12
Absoluter Glaube und vollkommenes Vertrauen: Hingabe
(Das höchste Wort der Gita)
…nachdem sie alle Gesetze, Dharmas und die tiefste Essenz ihres Yoga dargelegt hat, nachdem sie gesagt hat, dass hinter all den ersten dem Menschen durch das transformierende Licht spirituellen Wissens, guhyāt, geoffenbarten Geheimnissen dieses noch eine tiefere geheimere Wahrheit ist, guhyataram, erklärt die Gita unvermittelt, dass es noch ein höchstes Wort gibt, das sie verkünden muss, paramam vacah, und eine allerhöchste geheime Wahrheit, sarva-guhyatamam. Dieses Geheimnis aller Geheimnisse will der Lehrer Arjuna als sein höchstes Gut mitteilen, weil er die erwählte und geliebte Seele ist, ista. Denn offensichtlich, wie es schon von der Upanishad gesagt wurde, ist es nur die seltene, vom Geist für die Offenbarung seines Körpers, tanum svām, erwählte Seele, die zu diesem Geheimnis zugelassen werden kann, weil sie alleine der Gottheit in Herz, Geist und Leben nahe genug ist, um ihr mit ganzen Wesen zu antworten und es zu einer lebendigen Praxis zu machen. Das letzte, das abschließende Wort der Gita, das das höchste Mysterium ausdrückt, wird in zwei kurzen, direkten und einfachen Shlokas ausgesprochen, und diese werden ohne ferneren Kommentar oder eine Erweiterung belassen, damit sie in das Mental einsinken und die Fülle ihrer Bedeutung in der Erfahrung der Seele offenbaren. Denn es ist nur diese innere immer größer werdende Erfahrung, die die unendlich große Bedeutung klar offenbart, welche diesen so einfach und schlicht scheinenden Worten innewohnt. Und wenn sie ausgesprochen werden, fühlen wir, dass es dies war, auf das der Schüler all die Zeit vorbereitet wurde, und dass der Rest nur eine erhellende und befähigende Disziplin und Doktrin war. So lautet dieses Geheimnis aller Geheimnisse des Ishwara: „Richte deinen Geist auf mich, sei mir ergeben, opfere mir, verehre mich, so wirst du zu mir gelangen; dies ist meine Zusage und mein Versprechen, denn du bist mir lieb. Gib alle Dharmas auf und nimm Zuflucht allein zu mir. Ich werde dich von aller Sünde und allem Übel befreien. Sei nicht betrübt.“ …
„Am Schluss wird diese ganze persönliche Anstrengung und Selbstdisziplin nicht gebraucht, alles Befolgen von Regeln und Dharma und deren Einschränkungen kann zuletzt als hinderliche Belastung weggeworfen werden, wenn du dich Mir vollkommen hingeben kannst; verlasse dich allein auf die Gottheit und den Geist in dir und allen und vertraue auf seine alleinige Führung. Wende mir deinen mentalen Geist vollkommen zu und fülle das Denken mit mir und meiner Gegenwart. Wende mir dein ganzes Herz zu, mache aus allen deinen Handlungen, welchen auch immer, ein Opfer und eine Gabe. Wenn du das getan hast, lasse mich meinen Willen in deiner Seele, deinem Leben und Handeln tun; sei nicht traurig und verwirrt wegen meines Umgangs mit deinem Geist und Herz, Leben und Arbeiten, weil er nicht den Gesetzen und Regeln folgt, die sich der Mensch auferlegt, um seinem begrenzten Willen und Verstand eine Richtung zu weisen. Meine Wege sind die Wege einer perfekten Weisheit und Macht und Liebe, die alle Dinge kennt und alle ihre Bewegungen auf ein vollkommenes letztes Ergebnis hin vereint; denn sie verfeinert und webt die vielen Fäden für eine integrale Vollkommenheit zusammen. Ich bin hier bei dir in deinem Streitwagen, offenbart als der Meister des Daseins in deinem Inneren und Äußeren, und ich wiederhole die absolute Zusicherung, das unfehlbare Versprechen, dass ich dich durch und über alle Sorgen und Übel hinaus leiten werde. Welche Schwierigkeiten und Verwirrungen auch immer entstehen, sei versichert, dass ich dich zu einem vollkommen göttlichen Leben in dem universalen und einem unsterblichen Dasein im transzendenten Geist führen werde.“