Sri Aurobindo Digital Edition
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  1. ALLES LEBEN IST YOGA
  2. Chakren und Kundalini

Kapitel 3

Die Zentren und Ebenen

Worte Sri Aurobindos

Jedes Zentrum des Systems (Cakra, Padma) repräsentiert oder zentralisiert eine Erfahrungsebene, und jedes stützt sich auf die Wirbelsäule, die den Träger der Nervenenergien darstellt. Wenn die Schlangenenergie von oben und unten frei durch die Zentren fließt (was durch die Wirbelsäule dargestellt wird, die wie eine Schlange aussieht), dann öffnen sie sich und es gibt die freie Weite des universellen oder unendlichen Bewusstseins auf all diesen Ebenen.

Worte Sri Aurobindos

Alle Zentren oberhalb des Muladhara sind mit den höheren Welten oberhalb des Physischen verbunden, mit den vitalen, mentalen, seelischen und noch höheren Welten - dem Muladhara und darunter mit den physischen und unterbewussten Welten (unterbewusst physisch und subphysisch). Der gesamte physische Körper gehört natürlich zur Erdenwelt, aber er ist durch diese Zentren mit den anderen Welten verbunden.

Worte Sri Aurobindos

In unserem System sind die drei unteren Zentren das Vital, das niedere Vital und das Physische, aber die Ebenen sind ganz verschieden davon. Die drei unteren Ebenen sind das Mental, das Leben und die Materie, und es ist wahr, dass sich das menschliche Mental auf diese drei Aktivitäten beschränkt. Aber es ist nicht wahr, dass seine Aktivitäten auf das Vitale und Physische beschränkt sind.

Worte Sri Aurobindos

Was ist das vierte Zentrum? In unserem System ist das vierte Zentrum das Herz, und das Göttliche ist dort im Seelischen, hinter dem Herzen. Aber die vierte unserer sieben Ebenen ist die supramentale Ebene, die weit über dem Kopf liegt, mit der man aber durch das siebte Zentrum, das Sahasradala padma, kommunizieren kann.

Kapitel 4

Die Mental-Zentren

Worte Sri Aurobindos

Dies muss das durchseelte höhere Mental-Wesen sein – die Stellung über dem Kopf deutet darauf hin. In anderen Worten, du bist dir deines höheren Mental-Wesens bewusst geworden; dieses steht sowohl mit dem Göttlichen über dir als auch mit der Seele hinter dem Herzen in Verbindung, es erkennt die Wahrheit und besitzt die seelische und spirituelle Einsicht in die Dinge, die seelische und spirituelle Schau.

Über dem Kopf dehnt sich das höhere Bewusstseins-Zentrum als sahasradala padma aus. Doch meist, wenn das sahasradala sich öffnet, ist ebenfalls ein teilweises Wirken des Stirnzentrums vorhanden.

Das durchschnittliche Mental besteht bestenfalls aus dem freien Verstand, der unter Umständen Intuitionen und Eingebungen von oben empfangen kann, die er intellektualisiert. Es befindet sich an der Oberfläche und sieht die Dinge von außen, es sei denn, Intuition und andere Kräfte verhelfen ihm dazu, ein wenig tiefer zu sehen. Sobald sich dieses durchschnittliche Mental nach innen dem inneren Mental und der Seele öffnet und nach oben dem höheren Mental und dem höheren allgemeinen Bewusstsein, wird es spiritualisiert, und seine höchsten Ebenen verschmelzen mit dem spirituellen Mental-Bewusstsein, wovon das höhere Mental ein Beginn sein kann. Diese Verschmelzung ist Teil der spirituellen Umwandlung.

Das Mental, hat viele Zentren: 1. das sahasradala, welches das spirituelle Mental das höhere Mental und das intuitive Mental zentralisiert und als eine Art Empfangsstation für die eigentliche Intuition und das Obermental wirkt; 2. das Zentrum in der Stirn für das innere Denken, den inneren Willen und die innere Schau; 3. das Hals-Zentrum für das formgebende oder physische Mental.

Kapitel 5

Das Sahasradala oder Sahasrara oder Scheitel-Zentrum

Worte Sri Aurobindos

Der tausendblättrige Lotos befindet sich über dem Kopf. Es ist das siebte und höchste Zentrum.

Worte Sri Aurobindos

Es ist offensichtlich das sahasradala padma, durch welches die höhere Intuition, das erleuchtete Mental und das Obermental ihre Strahlen senden.

Worte Sri Aurobindos

Das Sahasradala kontrolliert alles, was zwischen dem gewöhnlichen Mental und dem Supramental liegt – deshalb dauert seine Öffnung notwendigerweise lange. Aber die Öffnung an sich schafft nur eine Verbindung oder Kommunikation – um in diesem Zentrum zu verweilen, muss man das Mental überwunden haben und in der Lage sein, hauptsächlich im spirituellen Selbst zu leben.

Worte Sri Aurobindos

Das Supramental ist nicht im Körper geordnet, daher besitzt es kein gesondertes Zentrum; doch alles, was von oberhalb des Mentals kommt, benutzt das Sahasradala als Durchgang, und daher öffnet sich dort etwas.

Worte Sri Aurobindos

Das Zentrum am Scheitel muss ein Teil des Sahasradala sein, das direkte Verbindungszentrum zwischen dem individuellen Wesen und dem Unendlichen Bewusstsein darüber. Man weiß von keinem anderen wichtigen dynamischen Zentrum zwischen diesem und dem Ajna Chakra. Doch kann es viele Nervenzentren in verschiedenen Teilen des Körpers geben, abgesehen von den sechs oder besser sieben Hauptzentren.

Worte Sri Aurobindos

Die Öffnung des Scheitelzentrums ist gleichbedeutend mit der Öffnung des Lides zwischen dem gewöhnlichen Mental und dem höheren Bewusstsein darüber. Ist das ajnacakra ebenfalls offen, dann kann eine deutliche Verbindung zwischen dem höheren Bewusstsein und dem inneren Mental und auch mit dem äußeren Mental (Hals-Zentrum) hergestellt werden. Das ist die Voraussetzung für die Verwirklichung von Wissen und mentaler Erleuchtung und Umwandlung. Das Herz-Zentrum beherrscht die Seele und das Vital, seine Öffnung ermöglicht dem seelischen Einfluss, im Vital zu wirken, und endet mit dem Hervortreten des seelischen Wesens.

Worte Sri Aurobindos

Sie [die Öffnung am Scheitel] ist das Brahmarandhra, durch das die Kommunikation zwischen dem höheren und dem niederen Bewusstsein im Körper stattfindet. Es ist ein Durchgang, nicht ein Zentrum. Das Zentrum ist der tausendblättrige Lotos direkt über dem Kopf, an dieser Stelle.

Worte Sri Aurobindos

Der Scheitel ist der Ort des Übergangs zwischen dem Körperbewusstsein mit allem, was es an Mental und Leben enthält, und dem höheren Sein oberhalb des Körpers. Dort beginnen sich die beiden Bewusstseine zu treffen.

Worte Sri Aurobindos

Das Gehirn ist lediglich ein Zentrum des physischen Bewusstseins. Man fühlt sich dort solange verankert, als man im physischen Mental zu Hause oder mit dem Körper-Bewusstsein identifiziert ist; später empfängt das Gehirn über das Sahasradala. Ist man nicht länger im Körper verankert, dann bietet das Gehirn keinen Halt mehr, es wird zu einem passiven und schweigend übermittelnden Kanal.

Kapitel 6

Das Ajna Chakra oder Stirn-Zentrum

Worte Sri Aurobindos

Es gibt verschiedene Zentren im Körper, die in der Vision durch diese Lotosblumen dargestellt werden – eines befindet sich zwischen den Augenbrauen auf der Stirn, ein Zentrum des inneren Bewusstseins, des Willens und der Visionen – das sich in dir öffnet.

Worte Sri Aurobindos

Wenn das Stirnzentrum sich öffnet, ist es ziemlich sicher, dass das Scheitelzentrum sich hinreichend geöffnet haben muss, zumindest um dem Durchgang der höheren Kraft darüber stattzugeben. Die Seele ist etwas anderes, die befindet sich hinter den Zentren, und der Zeitpunkt ihres Sich-Öffnens ist bei den einzelnen Menschen verschieden – tatsächlich handelt es sich nicht so sehr um das Öffnen eines Zentrums, als um das Hervortreten des seelischen Wesens.

Die allgemeine Regel in diesem Yoga (für die Reihenfolge der sich öffnenden Zentren) ist von oben nach unten. Im vorbereitenden Stadium mag es Unterschiede geben. Es kann zum Beispiel zuerst ein teilweises Sich-Öffnen im Herzzentrum stattfinden. Auch das höhere vitale Zentrum kann als erstes aktiv werden, doch das bedeutet viel Kampf und Schwierigkeit.

Worte Sri Aurobindos

Das seelische Wesen befindet sich hinter dem Herzzentrum – das Zentrum zwischen den Augen ist das des inneren (okkulten) Denkens, Wollens und Sehens. Diese innere oder okkulte Vision wird von gewöhnlichen Menschen als übersinnliche Vision bezeichnet.

Worte Sri Aurobindos

Es [das Zentrum zwischen den Augenbrauen] ist das Zentrum des inneren Mentals – also auch des inneren mentalen Willens und inneren mentalen Sehens.

Worte Sri Aurobindos

Das Zentrum der Vision befindet sich zwischen den Augenbrauen in der Mitte der Stirn. Wenn es sich öffnet, erhält man die innere Schau, sieht die inneren Formen und Bilder von Dingen und Menschen und beginnt, Dinge und Menschen von innen und nicht nur von außen zu verstehen, entwickelt eine Willenskraft, die auch auf innere (yogische) Weise auf Dinge und Menschen einwirkt usw.. Seine Öffnung ist oft der Beginn des yogischen Bewusstseins im Gegensatz zum gewöhnlichen mentalen Bewusstsein.

Worte Sri Aurobindos

Das Ajnacakra, Zentrum des inneren Willens, der inneren Schau, des dynamischen Mentals usw., befindet sich in der Stirn zwischen den Augen – ein klein wenig darüber (Es ist nicht der gewöhnliche, nach außen gerichtete mentale Wille, das äußere Sehen, sondern etwas Machtvolleres, das zum inneren Wesen gehört). Sobald dieses Zentrum geöffnet und die Kraft dort tätig ist, öffnet sich ein größerer Wille, eine Macht der Entscheidung, Gestaltung, Wirksamkeit, die über das hinausgeht, was das gewöhnliche Mental erreichen kann.

Worte Sri Aurobindos

Das Zentrum Ajnacakra ist die Stelle, die ich meine, doch der Druck kann in der gesamten Stirn gefühlt werden, auch zwischen den Augenbrauen oder sonst irgendwo. Er strahlt vom Zentrum aus.

Worte Sri Aurobindos

Das Stirnzentrum ist das des inneren Mentals und der Vision. Man sieht die Lichter wirklich durch diese innere Vision – die offenen Augen sind nur ein Kanal, um sie sowohl von außen als auch von innen zu sehen.

Worte Sri Aurobindos

Der Druck von innen auf das Stirnzentrum beginnt sehr oft nach dem Druck von oben auf die Stirn – etwas von der Kraft ist ausreichend eingetreten, um diesen zweiten Druck auszuüben. Der Druck auf den Rücken muss ein direkter Druck auf die seelische Region sein (wenn sie sich in oder nahe der Mitte des Rückens befindet), hauptsächlich um das Wirken im Herzen vorzubereiten. Wenn sich die Zentren zu öffnen beginnen, werden innere Erfahrungen wie das Sehen von Licht oder Bildern durch das subtile Sehen im Stirnzentrum oder seelische Erfahrungen und Wahrnehmungen im Herzen häufig – allmählich wird man sich seines inneren Wesens als getrennt von dem äußeren bewusst und es entwickelt sich das, was man ein yogisches Bewusstsein mit all seinen tieferen Regungen nennen kann, anstelle der gewöhnlichen oberflächlichen mentalen und vitalen Regungen.

Worte Sri Aurobindos

Ein drittes Auge öffnet sich dort [im Zentrum der Stirn] – es vermittelt die okkulte Schau und die okkulte Macht, die mit dieser Schau verbunden ist – es ist mit dem Ajnacakra verbunden.

Kapitel 7

Das Hals-Zentrum

Worte Sri Aurobindos

Das Halszentrum ist das Zentrum des physischen Mentals, des äußeren Willens und des Ausdrucks.

Worte Sri Aurobindos

Ja, das Zentrum im Hals ist das Zentrum des physischen Mentals. Es ist das Zentrum der Formgebung für Rede, Ausdruck sowie die Fähigkeit, auf mentale Weise mit physischen Dingen umzugehen usw. Sein Öffnen ermöglicht dem physischen Mental, sich dem Licht des göttlichen Bewusstseins zu öffnen, statt in der gewöhnlichen, nach außen gerichteten Mentalität zu bleiben.

Worte Sri Aurobindos

Es ist das physische Mental, das so handelt [vom Halszentrum aufsteigend, um den mentalen Geist zu umhüllen]. Das Zentrum des physischen Mentals oder des sich ausdrückenden Mentals liegt im feinstofflichen Körper im Hals und ist eng mit der Rede verbunden, doch es wirkt durch seine Verbindung mit dem Gehirn. Alle Kräfte, die das Bewusstsein umhüllen wollen, erheben sich, wirken auf die Mental-Zentren und kreisen sie ein, wenn sie es können; „einkreisen“, da andernfalls das Umhüllen nicht vollständig wäre.

Worte Sri Aurobindos

Die Sprache kommt vom Hals-Zentrum, doch ist sie mit jenem Zentrum oder jener Bewusstseinsebene verbunden, die gerade vorherrscht – von welcher Ebene man auch immer denkt. Sobald man sich über den Kopf erhebt, findet das Denken über dem Kopf statt, und man vermag von dort zu sprechen, das heißt, dass die Sprache von dorther kommt.

  1. 8. Das Halszentrum und die unteren Zentren
  2. 9. Das Herz-Zentrum
  3. 10. Der Nabel und die Bauch-Zentren
  4. 11. Das Muladhara

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