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  1. ALLES LEBEN IST YOGA
  2. Blumen – Das Lächeln des Göttlichen

Kapitel 18

Integrale Darbringung im alltäglichen Leben

Das Leben muss wie eine Blume erblühen, die sich selbst dem Göttlichen darbringt.

Blumen lehren uns den Zauber der Stille und auch die Selbsthingabe, die keine Gegenleistung verlangt.

Zu Beginn fängst du damit an, diese Darbringung in einer allgemeinen Weise zu vollziehen, gleichsam ein für allemal. Du sagst: „Ich bin der Diener des Göttlichen; mein Leben ist ganz und gar dem Göttlichen gegeben; all meine Bemühungen sind auf die Verwirklichung des Göttlichen Lebens gerichtet.“ Doch das ist nur der erste Schritt, denn er genügt nicht. Wenn die Entscheidung getroffen ist, wenn du beschlossen hast, dass dein ganzes Leben dem Göttlichen gegeben werden soll, dann musst du dich immer noch in jedem Augenblick daran erinnern und sie in allen Einzelheiten deines Daseins ausführen. Bei jedem Schritt musst du spüren, dass du dem Göttlichen gehörst; es muss dir zur ständigen Erfahrung werden, dass in allem, was du denkst und tust, das Göttliche Bewusstsein durch dich wirkt. Künftig hast du nichts mehr, was du dein eigen nennen kannst. Du fühlst, dass alles vom Göttlichen kommt, und du musst es seiner Quelle zurückgeben. Wenn du das verwirklichen kannst, wird die kleinste Sache, der du normalerweise nicht viel Aufmerksamkeit oder Sorgfalt widmest, aufhören, trivial und unbedeutend zu erscheinen. Sie wird voller Sinn und eröffnet einen weiten jenseitigen Horizont.

Folgendermaßen musst du anfangen, um deine allgemeine Darbringung umzusetzen in eine, die sich in allen Einzelheiten bewährt: Lebe ständig in der Gegenwart des Göttlichen; lebe im Gefühl, dass es diese Präsenz ist, die dich bewegt und die alles tut, was du tust. Bringe ihr all deine Regungen dar, nicht nur alle mentalen Tätigkeiten, jeden Gedanken und jedes Gefühl, sondern auch die gewöhnlichsten und äußerlichsten Handlungen wie das Essen. Wenn du isst, musst du fühlen, dass das Göttliche durch dich isst. Wenn du so alle Regungen in das Eine Leben zusammenführst, nimmt in dir Einheit den Platz der Trennung ein. Du hast den Zustand hinter dir, in dem ein Teil deiner Natur dem Göttlichen gegeben war, während der Rest in seiner gewöhnlichen Art und Weise verbleibt und von gewöhnlichen Dingen in Anspruch genommen wird. Dein gesamtes Leben hat eine einzige Richtung eingeschlagen; allmählich vollzieht sich eine integrale Umwandlung in dir.

Im Integralen Yoga muss das gesamte Leben bis in die kleinste Einzelheit umgewandelt, vergöttlicht werden. Bei diesem Unternehmen gibt es nichts, was unbedeutend oder gleichgültig wäre. Du kannst nicht sagen: „Wenn ich meditiere, wenn ich Philosophisches lese oder diesen Gesprächen lausche, befinde ich mich in einem Zustand der Offenheit gegenüber dem Licht und strebe danach. Doch wenn ich hinausgehe, um zu spazieren oder Freunde zu besuchen, darf ich das alles vergessen.“ Wenn du diese Einstellung beibehältst, wirst du dich nie umwandeln und nie die wirkliche Einung haben. Du wirst immer geteilt bleiben und bestenfalls einen Abglanz des höheren Lebens erhaschen. Du kannst vielleicht während deiner Meditation gewisse Erfahrungen, gewisse Verwirklichungen im inneren Bewusstsein erlangen, doch dein Körper und dein Leben bleiben unverändert.

Im Laufe deiner Selbst-Darbringung beginnt dein Wesen sich um das herum zu vereinen, das die erste Entscheidung getroffen hat – den zentralen seelischen Willen. All die widerstreitenden Elemente deiner Natur müssen harmonisiert werden, müssen nacheinander genommen und mit dem zentralen Wesen vereinigt werden. Du magst dich mit einer spontanen Regung dem Göttlichen darbringen, aber es ist nicht möglich, dich ohne diese Einswerdung wirklich hinzugeben. Je geeinter du bist, desto mehr bist du fähig, die Selbst-Hingabe zu verwirklichen.

Kapitel 19

Blumen manifestieren die seelische Präsenz

Ich habe ein erstes Rudiment der seelischen Präsenz und Schwingung im Pflanzenleben bemerkt, und wirklich ist dieses Blühen, was man eine Blume nennt, die erste Manifestation der seelischen Präsenz. Das Seelische ist nur im Menschen individualisiert, aber es war vor ihm da; aber es ist nicht dieselbe Art von Individualisation wie im Menschen, es ist mehr fluide: es manifestiert sich als Kraft, als Bewusstsein eher denn als Individualität. Nehmen wir zum Beispiel die Rose; ihre große Vollkommenheit der Form, der Farbe, des Duftes drückt eine Aspiration und ein seelisches Geben aus. Blick eine Rose an, die sich am Morgen öffnet, wenn die ersten Sonnenstrahlen auf sie fallen, es ist eine herrliche Selbstgabe in Sehnsucht.

Die Liebe zu Blumen ist eine wertvolle Hilfe bei der Suche nach und der Vereinigung mit der Seele.

Könntest du diesen Punkt näher erläutern?

Da Blumen eine Manifestation des Seelischen im Pflanzenreich sind, bedeutet die Liebe zu Blumen, dass man von der seelischen Schwingung und damit vom Seelischen in sich selbst angezogen wird.

Wenn man für die Schwingung des Seelischen empfänglich ist, bringt es einen in einen etwas innigeren Kontakt mit dem Seelischen in sich selbst. Vielleicht ist auch die Schönheit von Blumen ein Mittel der Natur, um im Menschen eine Hinwendung zum Seelischen zu wecken.

Kapitel 20

Liebe für Blumen und Pflanzen

Blumen sind sehr empfänglich und freuen sich, wenn sie geliebt werden.

Vorgestern, als ich meine Vase für Dich arrangierte, sagte ich zu einer Blume: „Oh, du gehst zur Mutter“, und sie lächelte wirklich. Das Gleiche geschah gestern und heute wieder.

Das ist wirklich sehr interessant. War es eine Rose oder ein Hibiskus?

Ein Hibiskus hat mir diese Erfahrung beschert.

Ja, es ist eine sehr bewusste Blume – ich habe viele Beweise dafür erhalten.

Liebe Mutter, kann eine Pflanze anders als physisch wachsen?

In Pflanzen ist eine große vitale Kraft. Und diese vitale Kraft hat eine beträchtliche Wirkung. Und es gibt auch den Genius der Spezies, welcher ein Bewusstsein ist. In Pflanzen ist bereits ein aktives Bewusstsein am Wirken.

Und im Genius der Spezies gibt es einen Beginn – recht embryonisch noch, aber dennoch – gibt es den Beginn einer Reaktion auf den psychischen Einfluss, und gewisse Blumen sind deutlich der Ausdruck einer psychischen Einstellung und Sehnsucht in der Pflanze, nicht seiner selbst sehr bewusst, aber doch vorhanden wie ein spontaner Impuls.

Es ist zum Beispiel recht sicher, dass, wenn du eine besondere Zuneigung für eine Pflanze hast, wenn du sie abgesehen von deiner materiellen Obhut auch liebst, wenn du dich ihr nahe fühlst, sie dies empfindet; sie blüht dann sehr viel harmonischer und glücklicher, sie wächst besser, lebt länger. All dies indiziert eine Reaktion in der Pflanze selbst. Demzufolge ist dort die Gegenwart eines gewissen Bewusstseins; und sicher hat die Pflanze ein vitales Wesen.

Haben Blumen einen Sinn für Schönheit?

Sobald es organisches Leben gibt, kommt das vitale Element ins Spiel, und es ist dieses vitale Element, das den Blumen einen Sinn für Schönheit verleiht. Es ist vielleicht nicht individuell in dem Sinne, wie wir es verstehen, aber es ist ein Sinn der Spezies, und die Spezies versucht immer, ihn zu verwirklichen.…

In Tokio hatte ich einen Garten, und in diesem Garten baute ich selbst Gemüse an. Ich hatte einen ziemlich großen Garten und viele Gemüsesorten. Und so pflegte ich jeden Morgen einen Rundgang zu machen, nachdem ich sie begossen hatte usw. Ich ging herum, um zu entscheiden, welches Gemüse ich für das Essen nehmen könnte. Nun stellt euch nur vor! Es waren einige da, die mir sagten: „Nein, nein, nein.“ Und dann gab es andere, die riefen, und ich sah sie aus der Entfernung, und sie sagten: „Nimm mich, nimm mich, nimm mich!“ Daher war es ganz einfach. Ich schaute nach jenen, die genommen werden wollten, und rührte nie die an, die es nicht wollten. Das schien mir etwas Außergewöhnliches zu sein. Ich liebte meine Pflanzen sehr, ich pflegte mich um sie zu kümmern. Ich hatte eine Menge Bewusstsein in sie hineingelegt, während ich ihnen Wasser gab, sie reinigte. Daher dachte ich, sie hätten vielleicht eine besondere Kapazität.

Aber in Frankreich war es dasselbe. Ich hatte auch einen Garten im Süden Frankreichs, wo ich Erbsen, Rettiche, Möhren anbaute. Nun gab es einige, die glücklich waren, genommen und gegessen werden wollten, und es gab jene, die sagten: „Nein, nein, nein, rühr mich nicht an, rühr mich nicht an!“ (Gelächter)

Warum sagten sie das, liebe Mutter?

Ich stellte Experimente an, um eben dies herauszufinden, und das Resultat war nicht immer dasselbe. Manchmal war es in der Tat der Fall, dass die Pflanze nicht verzehrbar war. Sie war nicht gut, sie war hart oder bitter, sie war nicht gut zum Essen. Ein andermal geschah es, dass sie nicht bereit war, dass es noch zu früh war. Sie war nicht reif. Wenn ich ein oder zwei Tage wartete, sagte sie mir dann: „Nimm mich, nimm mich, nimm mich!” (Gelächter)

In der Regel leiden Pflanzen, wenn sie in einem Raum eingeschlossen sind.

Das Einzige, worauf ich bestehe, ist Sorgfalt, Sanftheit, Rücksichtnahme, wie man sie einem Lebewesen gegenüber zeigen würde – denn Pflanzen sind lebendig und sie fühlen und leiden.

Wie können wir unser Bewusstsein so entwickeln, dass wir besser mit Pflanzen und Blumen umgehen können?

Zuerst müsst ihr lernen, still zu sein, dann achtet sorgfältig auf das, was in eurem Bewusstsein vor sich geht.

Kapitel 21

Wie die Mutter den Blumen eine Bedeutung gibt

Mutter, wenn dir Blumen gebracht werden, wie gibst du ihnen eine Bedeutung?

Den Blumen? Wenn man mit dem Wesen der Blume, ihrer inneren Wahrheit, in Kontakt kommt, dann weiß man, wofür sie steht.

Jede Blume hat eine besondere Bedeutung, nicht wahr?

Nicht wie wir es mental verstehen. Es erfolgt eine mentale Projektion, wenn man einer Blume eine präzise Bedeutung gibt. Sie mag reagieren, auf den Kontakt dieser Projektion hin vibrieren, die Bedeutung akzeptieren, aber eine Blume hat kein Äquivalent des mentalen Bewusstseins. Im Pflanzenreich existiert ein Anfang des Seelischen, aber es existiert kein Anfang des mentalen Bewusstseins. In Tieren ist es anders; das mentale Leben beginnt, sich zu formen, und für sie haben Dinge eine Bedeutung. Aber in Blumen ist es vielmehr wie die Bewegung eines kleinen Babys – es ist weder eine Empfindung noch ein Gefühl, sondern etwas von beidem; es ist eine spontane Bewegung, eine sehr spezielle Schwingung. Wenn man also im Kontakt damit ist, wenn man es fühlt, erlangt man einen Eindruck, der durch einen Gedanken übersetzt werden kann. Auf diese Weise habe ich Blumen und Pflanzen eine Bedeutung gegeben – es gibt eine Art Identifikation mit der Schwingung, eine Wahrnehmung der Eigenschaft, die sie repräsentiert, und nach und nach erfolgt durch eine Art Annäherung (manchmal kommt dies plötzlich, manchmal erfordert es Zeit) ein Zusammenkommen dieser Schwingungen (die einer vital-emotionalen Ordnung angehören) und der Schwingung des mentalen Denkens, und wenn eine hinreichende Harmonie existiert, hat man eine direkte Wahrnehmung dessen, was die Pflanze bedeuten kann.

In einigen Ländern (besonders hier in Indien), werden gewisse Pflanzen als Medien für Anbetung, Gaben, Hingabe gebraucht. Gewisse Pflanzen werden bei bestimmten Anlässen gegeben. Und ich habe oft festgestellt, dass diese Identifikation ganz im Einklang mit dem Wesen der Pflanze war, denn spontan, ohne irgendetwas zu wissen, geschah es so, dass ich dieselbe Bedeutung gab, wie sie in religiösen Zeremonien gegeben wird. Die Schwingung war tatsächlich in der Blume selbst vorhanden. Kam es vom Gebrauch her, den man von der Blume gemacht hatte, oder kam es von sehr weit weg, von irgendwo tief innen, unten, von einem Anfang des seelischen Lebens her? Das könnte man nur schwer sagen.

Es sind vor allem die Düfte, die mich dazu gebracht haben, den Blumen ihre Bedeutung zu geben. …. Ich finde diese Studien sehr interessant, sie entsprechen etwas sehr Wahrem in der Natur.

Einmal brachte mir jemand, ohne mir etwas zu sagen, einen Tulsizweig [Ocimum sanctum]. Ich roch daran und sagte: „Oh, Devotion!“ Es war absolut eine … eine Schwingung der Hingabe. Dann wurde mir gesagt, dass dies die Pflanze der Hingabe an Krishna sei, die Krishna geweiht ist.

Ein anderes Mal brachte man mir eine dieser großen Blumen (die eigentlich keine Blumen sind), die ein wenig an Mais erinnern, mit langen, sehr stark duftenden Stängeln [spirituelles Parfüm]. Ich roch daran und sagte: „Asketische Reinheit!“ einfach so, nur durch den Geruch. Später sagte man mir, es sei die Blume Shivas gewesen, als er seine Tapasya machte.

Diese Menschen haben ein uraltes Wissen, das sie bewahrt haben. Mit anderen Worten, es ist etwas konkret Wahres: Es hängt überhaupt nicht vom Verstand, von Gedanken oder gar Gefühlen ab – es ist eine Schwingung. ….

Ja, diese Blume ist Shiva, der seine Tapasya macht.

Und interessanterweise ist ihr Geruch fantastisch anziehend für Schlangen, die von weit her kommen, um in den Büschen zu nisten. Und wie du weißt, ist die Schlange die Kraft der Evolution, sie ist Shivas eigenes Geschöpf; er trägt sie immer auf seinem Kopf und um seinen Hals, weil sie die Kraft der Evolution und Transformation symbolisiert. Und Schlangen mögen diese Blume, sie wächst oft in der Nähe von Flüssen, und überall, wo man die Pflanzen bestäubt, findet man Schlangennester.

Ich finde das sehr interessant, denn wir haben nicht entschieden, dass es so sein soll: Das sind bewusste Schwingungen in der Natur. Der Duft, die Farbe, die Form sind einfach der spontane Ausdruck einer wahren Regung.

Auf welche Weise können wir uns am besten dem in die Tiefen gehenden Einfluss von Blumen öffnen?

Indem ihr sie liebt. Wenn ihr in seelischen Kontakt mit ihnen tretet, ist es perfekt.

Kapitel 22

Blumen: Ein Medium der Kraftübertragung

Blumen sind äußerst empfänglich. Alle Blumen, denen ich eine Bedeutung gegeben habe, empfangen genau die Kraft, die ich in sie hineinlege und übertragen sie. Die Leute empfangen sie nicht immer, weil sie die meiste Zeit weniger empfänglich sind als die Blume, und sie verschwenden die Kraft, die in sie gelegt wurde, durch ihre Unbewusstheit und mangelnde Rezeptivität. Aber die Kraft ist da, und die Blume empfängt sie wunderbar.

Ich wusste dies vor sehr langer Zeit. Vor fünfzig Jahren. Ich kannte jenen Okkultisten, der mir später zwei Jahre lang Unterricht in Okkultismus erteilte. Seine Frau war eine wunderbare Hellseherin und hatte eine absolut bemerkenswerte Kapazität – eben die, Kräfte zu übertragen. Sie wohnten in Tlemcen, ich war in Paris. Ich pflegte mit ihnen zu korrespondieren. Ich hatte sie damals noch nie persönlich getroffen. Und dann, eines Tages, sandte die Dame mir in einem Brief Blüten der Granatapfelblume – „Göttliche Liebe“ – und schrieb, dass diese Blumenblätter mir ihren Schutz und ihre Kraft brächten.

Zu jener Zeit nun pflegte ich meine Uhr an einer Kette zu tragen. Armbanduhren waren damals noch nicht bekannt, oder es gab nur sehr wenige. Und ich hatte auch ein kleines Vergrößerungsglas aus dem achtzehnten Jahrhundert. Es war recht klein, etwa so groß (Geste). Und es hatte zwei Linsen, wie alle Lesegläser. Zwei Linsen waren auf einen kleinen Goldrahmen montiert, und es hing von meiner Kette. Zwischen die beiden Gläser legte ich nun diese Blumenblätter, und ich pflegte dies stets mit mir zu tragen, weil ich es bei mir haben wollte. Ich vertraute dieser Dame und ich wusste, dass sie Kraft besaß. Ich wollte dies bei mir tragen und fühlte stets eine Art Energie, Wärme, Zuversicht, Kraft, die davon ausging. Ich dachte nicht bewusst daran, aber ich empfand es so.

Und dann, eines Tages, fühlte ich mich plötzlich ganz ausgepumpt, als ob eine Unterstützung, die da war, verschwunden war. Es war sehr unangenehm. Ich sagte: „Es ist seltsam, was ist geschehen? Mir ist eigentlich nichts Unangenehmes zugestoßen. Warum fühle ich mich so – so leer und ausgepumpt?“ Und als ich am Abend meine Uhr und Kette abnahm, bemerkte ich, dass eines der kleinen Gläser sich gelöst hatte, und alle Blätter waren verschwunden. Nicht eines war übriggeblieben. Da wusste ich wirklich, dass sie eine beträchtliche Kraftladung getragen hatten, denn ich hatte den Unterschied bemerkt, ohne den Grund auch nur zu wissen. Ich kannte den Grund nicht, und doch war da ein merklicher Unterschied. Nach dieser Erfahrung erkannte ich, wie man Blumen einsetzen konnte, indem man sie mit Kräften lädt. Sie sind äußerst empfänglich.

Behalten Blumen ihre Kraft, auch wenn sie verwelken?

Verwelken? Nein, mein Kind, wenn sie vertrocknen, ja. Verwelkte Blumen sind nichts. Es findet eine Zersetzung statt, also verschwindet das Ding. Vielleicht gibt sie dem Boden Energie, das ist möglich, aber wenn sie verwelkt, ist sie nur gut als Dünger, damit andere Blumen wachsen können. Aber wenn sie vertrocknet, bleibt sie konserviert und kann lange erhalten bleiben.

  1. 23. Sei wie eine Blume
  2. 24. Fragen und Antworten
  3. 25. Blumen und Gesundheit
  4. II. WORTE SRI AUROBINDOS

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