Kapitel 7
Werte in der supramentalen Welt
Zwischen den Wesen der supramentalen Welt und den Menschen gibt es fast die gleiche Trennung wie zwischen Menschen und Tieren…
Das Erlebnis, das ich am 3. Februar [1958] hatte, ist dafür ein Beweis. Vorher hatte ich einen individuellen subjektiven Kontakt mit der supramentalen Welt, während ich am 3. Februar konkret in sie eintrat – so konkret wie ich früher durch Paris wanderte, – in eine Welt, die in sich selbst existiert, jenseits aller Subjektivität…
Ich hatte den Eindruck – einen Eindruck, der lange Zeit anhielt, fast einen ganzen Tag – einer extremen Relativität – nein, nicht genau das: den Eindruck, dass die Beziehung zwischen dieser Welt und der anderen den Standpunkt, von dem aus die Dinge bewertet und eingeschätzt werden sollten, völlig veränderte. Dieser Standpunkt hatte nichts Mentales an sich und vermittelte ein seltsames inneres Gefühl, dass viele Dinge, welche wir als gut oder schlecht ansehen, nicht wirklich so sind. Es war sehr klar, dass alles von der Fähigkeit der Dinge, ihrer Begabung, die supramentale Welt auszudrücken oder in Verbindung mit ihr zu stehen, abhing. Er war so völlig verschieden, manchmal unserer Beurteilung sogar gänzlich entgegengesetzt. Ich erinnere mich an eine kleine Sache, die wir normalerweise als schlecht ansehen: wie seltsam war es zu sehen, dass es in Wirklichkeit etwas Exzellentes war! – Und andere Dinge, die wir für wichtig halten, haben tatsächlich absolut keinerlei Bedeutung: ob eine Sache so oder so ist, ist überhaupt nicht wichtig. Was offensichtlich ist, ist, dass unsere Einschätzung, ob etwas göttlich oder ungöttlich ist, nicht richtig ist. Ich musste sogar lachen, als ich bestimmte Dinge sah… Unser gewöhnliches Gefühl, das etwas als ungöttlich ansieht, scheint künstlich zu sein und auf etwas zu gründen, das nicht wahr ist, nicht lebendig. – Außerdem schien mir das, was wir hier Leben nennen, verglichen mit jener Welt, nicht lebendig zu sein. Jedenfalls sollte dieses Gefühl auf unserer Beziehung zu den zwei Welten gründen – und darauf, wie Dinge die Beziehung zwischen ihnen erleichtern oder schwieriger machen. Dies würde in unserer Beurteilung dessen, was uns dem Göttlichen näher bringt oder uns von Ihm trennt, einen großen Unterschied machen. Auch in den Leuten sah ich, dass das, was ihnen hilft oder sie daran hindert supramental zu werden, von unseren normalen Moralvorstellungen sehr verschieden ist. Ich spürte, wie… lächerlich wir sind.
Nun, ich habe euch allen mitgeteilt, dass diese neue Welt [die Supramentale Welt] geboren wurde…
Zuerst einmal, es ist nicht nur eine „neue Konzeption“ spirituellen Lebens und der göttlichen Wirklichkeit. Diese Konzeption wurde von Sri Aurobindo dargestellt, und ich habe viele Male über sie gesprochen, und sie könnte irgendwie so formuliert werden: die alte Spiritualität war eine Flucht aus dem Leben in die göttliche Wirklichkeit, die die Welt gerade dort ließ, wo sie war, wie sie war; während im Gegensatz dazu unsere neue Vision eine Vergöttlichung des Lebens ist, eine Transformation der materiellen Welt in eine göttliche Welt. Dieses wurde gesagt, wiederholt, mehr oder weniger verstanden, es ist in der Tat die grundlegende Idee dessen, was wir tun wollen. Aber dies könnte eine Fortsetzung mit einer Verbesserung sein, eine Erweiterung der alten Welt, – und so lange dies eine Idee oben im gedanklichen Bereich ist, tatsächlich ist es kaum mehr als das… Aber was geschehen ist, die wirklich neue Sache, ist, dass eine neue Welt geboren ist, geboren, geboren… Es ist nicht die alte, die sich wandelt, sondern es ist eine neue Welt geboren worden. Und wir befinden uns gerade mitten in dieser Phase des Übergangs, in der beide miteinander verwoben sind, – in der die andere immer noch übermächtig andauert und das normale Bewusstsein völlig beherrscht, in der die neue aber leise hereinschlüpft, noch sehr bescheiden, unbemerkt – so unbemerkt, dass sie äußerlich die Dinge im Moment kaum stört und im Bewusstsein der meisten Menschen fast überhaupt nicht wahrnehmbar ist. Und doch arbeitet sie, – bis sie stark genug ist sich erkennbar durchzusetzen.
Um die Dinge zu vereinfachen, könnte man auf alle Fälle sagen, dass die alte Welt, die Schöpfung des Obermentals, wie Sri Aurobindo es genannt hat, ein Zeitalter der Götter und folglich der Religionen war. Wie ich sagte, ließ die Blume menschlichen Bemühens um etwas Höheres unzählige religiöse Formen, eine religiöse Beziehung zwischen den besten Seelen und der unsichtbaren Welt entstehen. Und auf dem Höhepunkt all dessen ist – als Bemühen um eine höhere Verwirklichung – die Idee der Einheit der Religionen, einer „einzigen Sache“, die hinter all diesen Manifestationen steht, entstanden. Und diese Idee ist sozusagen wirklich die Höchstgrenze menschlichen Strebens gewesen. Nun, hier befindet man sich an der Grenze, – es ist etwas, was noch vollständig zur Welt des Obermentals, der Schöpfung des Obermentals gehört. Und es scheint von dort auf diese „andere Sache“, die eine neue, ihr unverständliche Schöpfung ist, zu schauen. Es versucht sie zu erreichen, fühlt sie kommen, kann sie aber nicht erfassen. Um sie zu verstehen, ist eine Wende notwendig. Es ist notwendig, die Schöpfung des Obermentals zu verlassen.
Und jetzt scheinen alle diese alten Dinge so alt, so überholt, so willkürlich, – wie eine Travestie der tatsächlichen Wahrheit.
In der supramentalen Schöpfung wird es nicht länger irgendwelche Religionen geben. Das gesamte Leben wird der Ausdruck, das Erblühen in Formen der göttlichen Einheit sein, die sich in der Welt manifestiert.
Kapitel 8
Umkehrungen des Bewusstseins
Die Erfahrung vom fünften November [1958] war ein neuer Schritt in der Schaffung einer Verbindung zwischen den zwei Welten. Ich wurde tatsächlich in den Ursprung der supramentalen Schöpfung versetzt: all das warme Gold, diese lebendige unermessliche Kraft, dieser allerhöchste Frieden. Ich sah noch einmal, dass die Werte, welche in dieser supramentalen Welt gelten, nichts mit unseren Werten hier unten zu tun haben, sogar nichts mit den Werten der Weisesten, auch nichts mit jenen Werten, die wir als die heiligsten ansehen, wenn wir beständig in der göttlichen Gegenwart leben. Sie sind vollkommen unterschiedlich.
Nicht nur während des Zustands der Anbetung und Hingabe an den Herrn, sondern sogar in unserem Zustand des Einsseins ist die Qualität der Identifikation eine andere. Sie hängt davon ab, ob wir uns auf dieser Seite befinden, in dieser Hemisphäre hier unten voranschreiten, oder in die andere übergegangen und in die andere Welt, die andere, höhere Hemisphäre eingetaucht sind.
Diese Qualität oder Art der Beziehung, die ich mit dem Höchsten in jenem Augenblick hatte, war ziemlich verschieden von der, die wir hier haben, und sogar die Identifikation hatte eine andere Qualität. Bezüglich der niederen Regungen versteht man sehr gut, dass diese andersartig sind, aber jenes war der Höhepunkt unserer Erfahrung hier, jene Identifikation, in der es der Höchste ist, der herrscht und lebt. Gut!! er regiert und lebt recht anders, je nachdem, ob wir uns in dieser niederen Hemisphäre oder im supramentalen Leben befinden. Was der Erfahrung in jenem Augenblick [vom 13. November] Intensität gab, war mein ahnendes Erkennen dieser zwei Zustände zur gleichen Zeit. Es ist fast so, als ob der Höchste selbst verschiedenartig ist, das heißt, die Erfahrung, die wir von ihm haben. Und doch gab es in beiden Fällen Kontakt mit dem Höchsten. Gut, wahrscheinlich liegt der Unterschied in dem, was wir von ihm erkennen oder in der Art und Weise, wie wir es übersetzen; aber die Qualität der Erfahrung ist verschieden.
Es gibt in der anderen Hemisphäre eine Intensität und eine Fülle, welche sich durch eine Kraft ausdrückt, die von der hiesigen verschieden ist. Wie kann man das erklären? Es geht nicht. Die Qualität des Bewusstseins selbst scheint sich zu ändern. Es ist nicht etwas Höheres als der Gipfel, den wir hier erreichen können, es ist nicht ein weiterer Schritt: hier haben wir das Ende erreicht, sind am Gipfel. Es ist die Qualität, die anders ist, die Qualität in dem Sinne, dass es dort eine Fülle, einen Reichtum, eine Macht gibt. Dies ist eine Übersetzung in unsere Art und Weise, aber dort gibt es etwas, was uns entgeht, – es ist wahrhaftig eine neue Wende des Bewusstseins.
Wenn wir anfangen, das spirituelle Leben zu leben, findet eine Umkehrung des Bewusstseins statt, die für uns der Beweis ist, dass wir ins spirituelle Leben eingetreten sind. Nun, eine andere Bewusstseinswende findet statt, wenn man die supramentale Welt betritt.
Übrigens, vielleicht wird es jedes Mal, wenn sich eine neue Welt öffnet, wieder eine neue Wende dieser Art geben. So ist und scheint sogar unser spirituelles Leben – das im Verhältnis zum normalen Leben eine völlige Umkehrung ist – in Beziehung zum supramentalen Bewusstsein, zur supramentalen Verwirklichung etwas so vollkommen anderes zu sein, dass beider Werte fast entgegengesetzt sind.
Man kann es so sagen (aber dies ist sehr unpräzise, mehr als eingeschränkt – entstellt): es ist, als ob unser gesamtes spirituelles Leben aus Silber, das supramentale aber aus Gold gemacht wäre, als ob das spirituelle Leben hier unten eine silberne Schwingung wäre, glanzlos, ein bloßes Licht, ein Licht, dass bis zum Gipfel steigt, ein sehr reines und intensives Licht. Aber in dem anderen Leben, dem supramentalen Leben, gibt es einen Reichtum und eine Kraft, welche den ganzen Unterschied macht. Dieses ganze spirituelle Leben unseres seelischen Wesens und unseres gegenwärtigen Bewusstseins, das dem gewöhnlichen Bewusstsein so warm, so voll, so wunderbar, so funkelnd erscheint, nun, diese ganze Pracht scheint arm im Verhältnis zur Herrlichkeit der neuen Welt.
Das Phänomen kann sehr gut auf diese Weise erklärt werden: eine Reihe von Umkehrungen, die Schritt für Schritt eine immer neue Fülle der Schöpfung hervorbringen, so dass alles, was vorausgegangen ist, im Vergleich dazu arm erscheint. Was für uns im Vergleich zum gewöhnlichen Leben eine höchste Fülle ist, erscheint in Beziehung zu dieser neuen Bewusstseinswende Armut zu sein. Dies war meine Erfahrung….
Aber so lange, wie diese Realisierung keine vollendete Tatsache ist, wird sie immer nur ein Voranschreiten sein – ein Voranschreiten, ein Aufstieg: du gewinnst, gewinnst Boden, du steigst höher und höher hinauf; so lange es nicht die neue Wende ist, ist es so, als ob alles wieder und wieder getan werden muss. Es ist die Wiederholung der Erfahrung hier unten – sie wird dort oben reproduziert….
In der Zwischenzeit müssen wir wirklich erkennen, dass wir den Schlüssel noch nicht gefunden haben. Wir halten ihn nicht in unseren Händen. Oder aber wir wissen sehr gut, wo er ist, und müssen nur in einer Sache ernsthaft sein: in der vollkommene Hingabe, von der Sri Aurobindo spricht, der völligen Übergabe an den Göttlichen Willen, was auch immer geschieht, sogar in der tiefsten Nacht.
Da ist die Nacht und da ist die Sonne, die Nacht und die Sonne, wieder die Nacht, viele Nächte; aber man muss an diesem Willen zur Hingabe festhalten, sich wie in einem Wirbelsturm an ihn klammern und alles in die Hände des Höchsten Herrn legen, bis zu dem Tag, an dem die Sonne, der vollkommene Sieg, für immer kommen wird.
Kapitel 9
Auf den Sieg hin
In der Nacht des 12. April 1962 wachte ich plötzlich mit dem vollkommenen Gewahrsein dessen auf, was wir den Yoga der Welt nennen könnten. Die Höchste Liebe manifestierte sich durch starke Pulsschläge, und jedes Pulsieren brachte die Welt in ihrer Manifestation voran. Es war das eindrucksvolle Pulsieren der ewigen gewaltigen Liebe, nur der Liebe. Jeder Pulsschlag der Liebe trug das Universum in seiner Manifestation voran.
Und es existierte eine Gewissheit, dass das, was getan werden muss, getan ist, und dass die Supramentale Manifestation verwirklicht ist.
Alles war persönlich, nichts war individuell.
Das setzte sich immer weiter fort und fort und fort.
Die Gewissheit, dass das, was getan werden muss, getan ist.
Alle Folgen der Falschheit waren verschwunden: Tod war eine Täuschung, Krankheit war eine Täuschung, Unwissenheit war eine Illusion – etwas, das keine Wirklichkeit hatte, das nicht existierte. Nur Liebe und Liebe und Liebe und Liebe – unermesslich, eindrucksvoll, gewaltig, alles tragend.
Und wie kann man sie in der Welt ausdrücken? Dies schien angesichts der Unvereinbarkeit unmöglich. Und dann kam dies: „Du hast zugestimmt, dass die Welt die Supramentale Wahrheit kennen soll… und sie wird in ihrer Gänze, integral, ausgedrückt werden.“ Ja, ja….
Und die Sache ist getan.
(Lange Stille)
Das individuelle Bewusstsein kehrte zurück: nur das Gefühl einer Begrenzung, einer schmerzvollen Einschränkung; ohne dies gab es keine individuelle Existenz.
Und wir machten uns immer wieder auf den Weg, siegessicher.
Die Himmel sind voll der Lieder des Sieges.
Allein die Wahrheit existiert; sie allein wird manifestiert werden. Vorwärts!
Ehre sei Dir, Herr, Höchster Siegreicher!
(Stille)
Nun, an die Arbeit.
Geduld, Ausdauer, perfekter Gleichmut und ein vollkommener Glaube.
(Stille)
Was ich sage, sind nichts, nichts, nichts, nichts als Worte, wenn ich sie mit der Erfahrung vergleiche.
Und unser Bewusstsein ist das gleiche, absolut das gleiche wie das des Herrn. Es gab keinen Unterschied, keinen Unterschied.
Wir sind Jenes, wir sind Das, wir sind Das.
(Stille)
Später werde ich es besser erklären. Das Instrument ist noch nicht vorbereitet. Dies ist erst der Anfang.
(Hinterher fügte Mutter hinzu:)
Die Erfahrung hielt mindestens vier Stunden lang an.
Es gibt viele Dinge, die ich später berichten werde.
Kapitel 10
Hervortreten des supramentalen Wesens
Ich hatte ein Erlebnis, das für mich interessant war, weil es sich zum ersten Mal ereignete. Es war gestern (30. Juni 1970) oder am Tag vorher. Ich erinnere mich nicht. X befand sich genau vor mir und ich sah ihr seelisches Wesen, das um so viel größer (Geste, die ca. 20 cm andeutet) war als sie. Es geschah zum ersten Mal. Ihr Körper war klein und ihr seelisches Wesen war so viel größer. Und es war ein geschlechtsloses Wesen, weder Mann noch Frau. Dann sagte ich zu mir selbst (vielleicht ist es immer so, ich weiß es nicht, aber hier sah ich es sehr klar), … ich sagte zu mir selbst: „Aber es ist das seelische Wesen, es ist dies, das sich materialisieren und das supramentale Wesen werden wird!“
Ich sah es, es war so. Es gab Besonderheiten, aber diese waren nicht sehr ausgeprägt, und es war eindeutig ein Wesen, welches weder Mann noch Frau war. Es hatte beider Charakteristika. Und es war größer als die Person und überragte sie in jeder Hinsicht um so viel (Geste, die ungefähr 20 cm über den Kopf hinausweist); sie war dort und es war so (gleiche Geste)…. Das interessierte mich sehr, weil es schien, als ob das Wesen mir sagen würde: „Aber du bist damit beschäftigt, wie das supramentale Wesen sein wird, – hier ist es! Genau, so ist es.“ Und es war dort. Es war das seelische Wesen der Person.
So, nun versteht man. Man versteht: das seelische Wesen materialisiert sich selbst… und das gibt der Evolution Kontinuität. Diese Generierung vermittelt absolut das Gefühl, dass dort nichts willkürlich geschieht. Es ist eine Art göttliche Logik darin, und sie ist nicht mit unserer menschlichen Logik vergleichbar, sondern unserer viel überlegener, – aber es gibt sie, und als ich dies sah, war sie völlig überzeugend.
Es ist wirklich interessant. Ich war sehr interessiert. Es war da, ruhig und still, und es sagte zu mir: „Du hast es gesucht, nun, hier ist es, … ja, es ist es!“
Und dann verstand ich, warum das Mental und das Vital aus dem Körper herausgeschickt worden sind und das seelische Wesen dablieb. – Natürlich war es jenes gewesen, das alle Bewegungen immer beeinflusst hat. Deshalb war es nichts Neues, aber es gibt keine Schwierigkeiten mehr: alle die Komplikationen, die vom Vital und Mental verursacht wurden und ihre Eindrücke und Tendenzen hineinmischten, sind verschwunden. Und ich verstand: „Oh, das ist es, es ist das seelische Wesen, welches zum supramentalen Wesen werden muss.“
Aber ich versuchte nie herauszufinden, wie es aussah. Und als ich X sah, verstand ich…
Und ihr versteht, ich hatte meine Augen offen, es war fast eine materielle Vision….
(Stille)
Und es ist genau das Seelische, das fortbesteht. Wenn es sich also materialisiert, bedeutet dies die Aufhebung des Sterbens. Aber „Aufhebung“ …. nichts ist aufgehoben, außer jenem, was nicht im Einklang mit der Wahrheit ist und verschwindet…., jenem, was nicht fähig ist, sich selbst nach dem Bild des Seelischen zu wandeln und dessen integraler Teil zu werden.
Es ist unbedingt notwendig, dass jeder seine Seele findet und mit ihr absolut eins wird. Es ist die Seele, durch die sich das Supramental manifestieren wird.
Kapitel 1
Das Goldene Licht
Dein goldenes Licht kam herab in mein Gehirn,
Und die grauen Räume des Mentals, von der Sonne berührt,
Wurden eine helle Antwort auf der Weisheit okkulten Bereich,
Eine stille Illumination und eine Flamme.
Dein goldenes Licht kam herab in meine Kehle,
Und all meine Sprache ist nun ein göttliches Lied,
Ein Lobgesang von Dir meine einzige Note;
Meine Worte sind trunken von des Unsterblichen Wein.
Dein goldenes Licht kam herab in mein Herz,
Überwältigte mein Leben mit Deiner Ewigkeit;
Nun ward es ein Tempel, wo Du weilst,
Und all seine Leidenschaften weisen nur auf Dich.
Dein goldenes Licht kam herab in meine Füße:
Meine Erde ist nun Dein Spielplatz und Dein Sitz.
– Sri Aurobindo