Kapitel 8

Der Kampf der Seele gegen ihre Umgebung und deren Atavismus

Worte der Mutter

Wird man aufgrund von Zwang in der Welt geboren?

In der letzten Woche sprach ich mit euch über Geburt: wie die Seele in einen Körper eintritt; und ich erzählte euch, dass der Körper fast bei jedem auf eine sehr unbefriedigende Weise gebildet wird – Ausnahmen sind so selten, dass man sie kaum zu erwähnen braucht.

Ich habe euch gesagt, dass man aufgrund dieser obskuren Geburt mit einem großen physischen Gepäck voller Dinge ankommt, die man normalerweise loswerden muss, wenn man wirklich Fortschritte machen will. Und jemand hat meinen eigenen Satz zitiert, der so lautet:

„Ihr seid gezwungenermaßen hierhergekommen, genauso sind die Umgebung und die Gesetze des Atavismus des Milieus euch auferlegt worden …“

Und nun hat mich die Person, die mir geschrieben hat, gefragt, wer dies alles veranlasst.

Natürlich hätte ich mich deutlicher ausdrücken können, aber ich dachte, ich hätte die Dinge klar genug gemacht.

Der Körper wird von einem Mann und einer Frau gebildet, die dann zu Vater und Mutter werden, und sie sind es, die das Wesen, das sie gerade auf die Welt bringen werden, nicht einmal fragen können, ob es gerne kommen möchte oder ob dies mit seinem Schicksal in Einklang steht. Und diesem von ihnen geformten Körper zwingen sie – aus dem Zwang der Unvermeidlichkeit – einen Atavismus, eine Umgebung und später eine Erziehung auf, die sein zukünftiges Wachstum fast behindern werden.

Deshalb sagte ich hier, und ich wiederhole es – ich dachte, ich hätte es klar genug gemacht, – dass ich nur über die physischen Eltern und den physischen Körper gesprochen habe, über nichts anderes. Und dass die Seele, die sich inkarniert, gleich ob sie sich in der Entwicklung befindet oder schon voll entwickelt ist, gegen die ihr durch diese tierhafte Geburt aufgezwungenen Umstände ankämpfen muss, – kämpfen, um ihren wahren Weg und ihr eigenes Selbst ganz zu finden. Das ist alles.

Worte der Mutter

Aber jedenfalls, – sogar in den besten Fällen – sogar wenn sich die Seele bewusst inkarniert und sogar bewusst an der Bildung des physischen Körpers mitgearbeitet hat, muss sie so lange kämpfen, wie der Körper auf die normale tierhafte Weise gebildet wird, und all jene Dinge korrigieren, die von dieser menschlichen Tierhaftigkeit kommen.

Zwangsläufig haben Eltern eine bestimmte Prägung, – sie sind besonders gesund oder krank. Sogar wenn man die Dinge von der besten Seite betrachtet, haben sie eine Menge Atavismen, Gewohnheiten, Formierungen im Unterbewussten und sogar Unbewussten, die von ihrer eigenen Geburt herrühren, von der Umgebung, in der sie gelebt haben, von ihrem eigenen Leben. Sogar wenn sie bemerkenswerte Leute sind, gibt es bei ihnen eine große Zahl von Dingen, die in völligem Gegensatz zum wahren seelischen Leben stehen – sogar bei den Besten von ihnen, sogar bei den Bewusstesten. Und außerdem gibt es da all die Dinge, die geschehen werden. Sogar wenn man sich sehr viel Mühe mit der Erziehung seiner Kinder gibt, werden sie mit allen möglichen Menschen zusammenkommen, die einen Einfluss auf sie ausüben, besonders, wenn sie sehr jung sind, und diese Einflüsse dringen in das Unterbewusstsein ein, – später muss man gegen sie ankämpfen. Ich sage: sogar in den besten Fällen muss man aufgrund der gegenwärtigen Ausformung zahllose Schwierigkeiten überwinden, die mehr oder weniger vom Unterbewusstsein kommen, aber zur Oberfläche aufsteigen. Man muss gegen sie ankämpfen, bevor man vollkommen frei werden und sich normal entwickeln kann.

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