Kapitel 7

Aberglauben und Unfälle

Sind Aberglauben mentale Gesetze?

Nein, nicht Gesetze, sondern mentale Formationen Normalerweise gründet sich ein Aberglaube auf ein Erlebnis. Zum Beispiel gibt es einen bestimmten Aberglauben in Europa, und dir wird gesagt: „Gehe niemals unter einer Leiter hindurch, es wird dir Unglück bringen“. Es ist möglich, dass jemand unter einer Leiter her ging, und die Leiter rutschte weg und fiel auf ihn. So fängt die Geschichte an. Es kann passieren, dass dies eine wiederholte Erfahrung ist, denn wenn eine Leiter schlecht positioniert ist, und du gehst unter ihr durch, könnte sie tatsächlich gerade in dem Moment umfallen. Und das würde Unglück bringen! Es gibt unzählige Aberglauben dieser Art. Es ist übrigens länderabhängig; diese Dinge sind ziemlich lokal, und man kann sogar konträre Aberglauben in verschiedenen Ländern finden. Wenn du in bestimmten Ländern eine schwarze Katze siehst, bedeutet dies, dass etwas sehr Schönes geschehen wird! Wenn du die Dinge zusammenzählst, kommst du zu dem Schluss, dass dir überhaupt nichts geschehen wird! Es ist genauso. Fast jeder Aberglaube ist das Resultat eines Erlebnisses, das ganz lokal und vereinzelt auftritt und außergewöhnlich ist, welches zu einem mentalen Prinzip erhoben wurde. Es ist eine mentale Formation, es ist kein Gesetz.

Nun, es gibt andere Fälle, wir zum Beispiel ein große Zahl religiöser Regeln, die sich hauptsächlich auf hygienische Prinzipien, auf medizinisches Wissen stützen und zu religiösen Prinzipien erhoben wurden, denn das war der einzige Weg, die Leute dazu zu bringen, sie zu befolgen… Aber hier haben sie die ständige Furcht im Hinterkopf, dass ihnen wegen Gottes Zorn etwas Schlimmes geschehen wird.