Kapitel 6
ANDERE MENSCHEN UND KRÄFTE
Andere sind ein Spiegel
Wenn dir etwas an einem anderen Menschen vollständig unannehmbar oder lächerlich erscheint – „Was! So einer ist das, so benimmt er sich, solche Dinge sagt er, so etwas tut er!“ – solltest du dir selbst sagen: „Nun, nun, aber vielleicht handele ich genauso, ohne mir dessen bewusst zu sein. Ich täte besser daran, zuerst in mich selbst zu schauen, bevor ich ihn kritisiere, um sicherzugehen, dass ich nicht genau dasselbe in ein wenig anderer Weise tue.“ Wenn du über das richtige Gespür und die Intelligenz verfügst, dich jedes Mal so zu verhalten, wenn du über das Benehmen eines anderen entsetzt bist, wirst du erkennen, dass in deinem Leben die Beziehungen zu anderen wie ein Spiegel sind, der dir vorgehalten wird, so dass du leichter und klarer die Schwächen sehen kannst, die du in dir trägst. Im allgemeinen und fast uneingeschränkt ist alles, was dich bei anderen empört, genau das, was in mehr oder weniger verschleierter oder versteckter Form dir selbst innewohnt, obwohl vielleicht ein wenig abgewandelt, was dir erlaubt, dir etwas vorzumachen. Und was dir in dir selbst harmlos genug zu sein scheint, wird ungeheuerlich, sobald du es bei anderen siehst.
Versuche, das zu erfahren; es wird dir in machtvoller Weise helfen, dich selbst zu ändern. Gleichzeitig wird es deinen Beziehungen zu anderen eine heitere Duldsamkeit verleihen, den guten Willen, der aus dem Verstehen erwächst, und es wird sehr oft diesen vollständig nutzlosen Streitereien ein Ende bereiten. Betrachte alles mit einem wohlmeinenden Lächeln. Nimm all die Dinge, die dich verbittern, als eine Lektion für dich selbst, und dein Leben wird friedvoller und auch erfolgreicher sein; denn ein großer Anteil deiner Energie wird mit Sicherheit in der Entrüstung verschwendet, die du empfindest, wenn du die Vollkommenheit, die du in dir selbst gerne verwirklichen möchtest, in anderen nicht findest.
Du bleibst bei der Vollkommenheit, die andere realisieren sollen, stehen und du bist dir selten des Zieles bewusst, das du selbst verfolgen solltest. Wenn du dessen gewahr bist, nun gut, fange mit der Arbeit an, die dir gegeben ist, d.h. setze in die Tat um, was du zu leisten hast und beschäftige dich nicht damit, was andere tun, denn das ist schließlich nicht deine Sache. Und der beste Weg zu dieser wahren Haltung ist, einfach zu sagen: „Alles um mich herum, alle Umstände meines Lebens, alle Menschen in meiner Nähe, sind ein Spiegel, den das göttliche Bewusstsein mir vorhält, um mir zu zeigen, welchen Fortschritt ich machen muss. Alles, was mich an anderen entsetzt, bedeutet eine Aufgabe, die ich an mir selbst erfüllen muss.“
Und vielleicht, trüge man wahre Vollkommenheit in sich selbst, würde man sie öfter in anderen entdecken.
Beleidigungen: Bleibe unbewegt
Es ist sehr viel schwieriger, ruhig, unbewegt, unerschüttert angesichts großer Unannehmlichkeit zu bleiben – mögen es Worte sein oder Taten, die sich gegen uns richten – unendlich viel schwieriger, als mit der gleichen Heftigkeit zu reagieren.
Angenommen, jemand beleidigt dich. Wenn du gegenüber diesen Beleidigungen unbewegt bleiben kannst (nicht nur äußerlich, ich meine insgesamt), ohne erschüttert oder in irgendeiner Weise berührt zu sein: Du bist da wie eine Kraft, gegen die man nichts auszurichten vermag, und du erwiderst nichts, du regst dich nicht, du sagst kein Wort, alle auf dich geschleuderten Schmähungen lassen dich völlig unangetastet, innerlich und äußerlich. Du kannst deinen Herzschlag völlig ruhig, deine Gedanken in deinem Kopf ganz reglos halten und still, ohne dass sie im geringsten gestört wären, d.h. dein Kopf antwortet nicht unmittelbar mit ähnlichen Schwingungen und deine Nerven fühlen sich nicht von der Notwendigkeit gedrängt, einige Schläge zurückzugeben, um sich zu erleichtern. Wenn du so sein kannst, verfügst du über eine statische Kraft und die ist unendlich viel machtvoller, als besäßest du diese Art von Kraft, die dich Beleidigung mit Beleidigung, Schlag mit Schlag und Erregung mit Erregung vergelten lässt.
Sei gut um des Gutseins willen
Du darfst dich nicht der Illusion hingeben, dass die Dinge leicht werden, wenn du dem geraden Weg folgen möchtest, du bescheiden bist, nach Reinheit strebst, selbstlos bist, eine abgeschiedene Existenz führen möchtest und über ein klares Urteil verfügst.… Ganz das Gegenteil ist der Fall! Wenn du beginnst, dich innerer und äußerer Vollkommenheit zu nähern, fangen gleichzeitig die Schwierigkeiten an.
Ich habe oft Leute sagen hören: „Oh! Jetzt, wo ich versuche, gut zu sein, scheint jeder schlecht gegen mich zu sein!“ Aber das geschieht genau darum, dich zu lehren, dass man nicht aus Eigennützigkeit gut sein sollte, du solltest nicht zu anderen gut sein, damit diese gut zu dir sind – man muss um des Gutseins willen gut sein.
Es ist immer dieselbe Lektion: Wir müssen es so gut wie möglich machen, das Beste geben, aber ohne Erwartung eines Resultates, ohne Blick auf ein Ergebnis. Genau diese Haltung, eine Belohnung für eine gute Tat zu erwarten – gut zu werden, weil man glaubt, das mache das Leben leichter – nimmt ihr allen Wert.
Du musst gut sein aus Liebe zur Güte, du musst gerecht sein aus Liebe zur Gerechtigkeit, du musst rein sein aus Liebe zur Reinheit und selbstlos aus Liebe zur Selbstlosigkeit. Dann wirst du gewiss auf dem Pfad weiterkommen.
Der einzige Ausweg
Du weißt, in der gegenwärtigen Verfassung der Welt sind die Umstände immer schwierig. Die ganze Welt ist in einem Zustand von Kampf und Konflikt zwischen den Mächten der Wahrheit und des Lichtes, die sich offenbaren möchten und dem Widerstand all dessen, das sich nicht wandeln will, welches das Vergangene verkörpert, das festgefahren und verhärtet ist und sich weigert zu verschwinden. Naturgemäß empfindet jeder einzelne seine eigenen Schwierigkeiten und sieht sich denselben Hindernissen gegenübergestellt.
Es gibt für dich nur einen Weg. Es ist totale, vollständige und bedingungslose Hingabe. Was ich damit meine, ist nicht nur das Hingeben deiner Handlungen, deiner Arbeit, deiner Bestrebungen, sondern auch all deiner Gefühle, in dem Sinne, dass all dein Tun, dein ganzes Sein ausschließlich dem Göttlichen gehört. Auf diese Weise fühlst du dich über die dich umgebenden menschlichen Reaktionen erhoben – nicht nur erhoben, sondern auch gegen sie durch einen Wall Göttlicher Gnade geschützt. Sobald du kein Begehren, keine Bindung mehr hast, sobald du alle Notwendigkeit aufgibst, Belohnung von Menschen zu empfangen, wer immer sie sein mögen – in dem Wissen, dass der einzige Gewinn, den es lohnt zu erhalten, vom Höchsten stammt und dieser nie versagt – sobald du die Verhaftung an alle äußeren Wesen und Dinge aufgegeben hast, fühlst du in deinem Herzen augenblicklich diese Gegenwart, diese Macht, diese Gnade, die dich immer begleiten.
Und es gibt kein anderes Heilmittel. Es ist das einzige, für jeden, ohne Ausnahme. Allen, die leiden, muss dasselbe gesagt werden: alles Leiden ist das Zeichen, dass die Hingabe nicht vollständig ist. Dann, wenn du so einen „Schlag“ in dir fühlst, statt zu sagen: „Oh, das ist schlimm!“ oder: „Dieser Umstand ist schwierig“, sagst du: „Meine Hingabe ist nicht vollkommen.“ Dann ist alles in Ordnung. Und dann fühlst du die Gnade, die dir hilft und die dich führt und du setzt deinen Weg fort. Und eines Tages gehst du in jenen Frieden ein, den nichts trüben kann. Du antwortest auf all die entgegengesetzten Kräfte, all die gegenläufigen Strömungen, die Angriffe, die Missverständnisse, bösen Absichten mit demselben Lächeln, das aus dem vollen Vertrauen in die Göttliche Gnade entspringt. Und das ist der einzige Ausweg, es gibt keinen anderen. Diese Welt ist eine Welt der Zwietracht, des Leidens, der Schwierigkeit, der Mühsal; sie ist daraus erschaffen. Sie hat sich noch nicht gewandelt, es wird einige Zeit dauern, bis das geschieht. Und für jeden gibt es eine Möglichkeit herauszukommen. Dich auf die Gegenwart der Höchsten Gnade zu stützen, ist der einzige Weg, der herausführt.
…Erwarte keine menschliche Wertschätzung – denn Menschen wissen nicht, worauf sie ihre Wertschätzung gründen sollen und überdies, wenn es etwas gibt, das ihnen überlegen ist, mögen sie es nicht.
Aber woher bekommt man solch eine Kraft?
Aus dir selbst. Die Göttliche Gegenwart ist in dir. Sie ist in dir. Du suchst nach ihr außerhalb deiner selbst. Schaue nach innen. Sie ist in dir. Die Gegenwart ist dort. Du verlangst nach der Wertschätzung anderer, um Kraft zu erhalten – sie wird dir nie zuteil werden. Die Kraft ist in dir. Wenn du es wünschst, dann kannst du nach dem streben, was dir als das höchste Ziel, das höchste Licht, das höchste Wissen, die höchste Liebe erscheint. Aber das ist in dir – sonst wärest du nie fähig, damit in Berührung zu kommen. Wenn du tief genug in dich gehst, wirst du es dort finden, wie eine Flamme, die immer aufwärtsgerichtet brennt.
Und glaube nicht, das wäre so schwer zu leisten. Du erfährst diese Gegenwart nicht, weil dein Blick ständig nach außen gerichtet ist. Aber wenn du, statt außen um Unterstützung nachzusuchen, dich konzentrierst und darum betest – innerlich zum höchsten Wissen – in jedem Augenblick zu erkennen, was und wie es getan werden muss und du dich selbst und all dein Tun ganz und gar gibst, um Vollkommenheit zu erringen, wirst du fühlen, dass die Hilfe da ist, die dich immer führt, dir immer den Weg zeigt. Und wenn eine Schwierigkeit entsteht, dann, statt kämpfen zu wollen, überantwortest du sie, du überantwortest sie der höchsten Weisheit, damit sie sich damit befasst – mit all den bösen Absichten, Missverständnissen, schlimmen Reaktionen. Wenn du dich vollkommen hingibst, dann ist das nicht mehr deine Sorge. Es ist die Angelegenheit des Höchsten, der sie aufnimmt und besser als irgend jemand anderer weiß, was geschehen soll. Der einzige Ausweg, der einzige Ausweg. So ist das, mein Kind.
Entziehe dich anderen Einflüssen
Liebe Mutter, wie können wir uns dem Einfluss anderer Leute entziehen?
Indem wir uns immer umfassender und vollkommener auf das Göttliche konzentrieren. Wenn du mit aller Inbrunst danach strebst, wenn du nur den göttlichen Einfluss empfangen willst, wenn du die ganze Zeit das, wovon andere Einflüsse Besitz ergriffen und was sie in Beschlag genommen haben, auf dich selbst zurückziehst und mit deiner Willenskraft unter den göttlichen Einfluss stellst, dann wirst du darin Erfolg haben. Es ist eine Arbeit, die nicht innerhalb eines Tages, einer Minute geschehen kann. Du musst über einen langen Zeitraum hin wachsam sein, über Jahre. Aber man kann es schaffen.
Zuerst musst du es wollen.
Vor allen Dingen musst du zuerst verstehen, wollen und dann zu üben anfangen – mache einen kleinen Anfang.
Öffne dich nur dem Göttlichen
Liebe Mutter, was bedeutet „sich ausschließlich der göttlichen Macht öffnen?“
Anstatt „Selbst-öffnen“ könnten wir auch Empfänglichkeit setzen, etwas, das sich öffnet, um zu empfangen. Nun, anstatt sich zu öffnen und von allen Seiten und von jedermann entgegenzunehmen, wie es gewöhnlich geschieht, gewährt man nur dem Göttlichen Einlass und nimmt nur die göttliche Kraft auf. Es ist das genaue Gegenteil von dem, was Menschen normalerweise tun. Sie schließen sich immer nur an der Oberfläche auf, sie setzen sich den Einflüssen von allen Seiten aus. Und dann erzeugt das in ihnen etwas, das wir ein Potpourri (die Mutter lacht) von allen möglichen widersprüchlichen Regungen nennen könnten, was natürlich unzählige Schwierigkeiten verursacht. Deshalb rät man dir an dieser Stelle, dich nur dem Göttlichen zu öffnen und nur die göttliche Kraft unter Ausschluss von irgend etwas anderem zuzulassen. Dies vermindert die Schwierigkeiten fast gänzlich.
Zurücktreten
Die meisten von euch leben an der Oberfläche ihres Wesens, der Berührung durch äußere Einflüsse ausgesetzt. Ihr lebt fast als Projektion, gleichsam außerhalb eures Körpers, und wenn ihr irgendeinem unangenehmen, ähnlich projizierten Geschöpf begegnet, werdet ihr aus dem Gleichgewicht gebracht. Der ganze Verdruss entsteht daraus, dass ihr nicht gewohnt seid, zurückzutreten. Du musst immer in dich selbst zurücktreten – lerne, tief nach innen zu gehen – tritt zurück, und du wirst geschützt sein. Gib dich nicht oberflächlichen Kräften hin, die sich in der äußeren Welt bewegen, tritt für eine Weile zurück, und du wirst zu deiner Überraschung entdecken, wie viel eher und mit wie viel größerem Erfolg deine Arbeit getan werden kann. Wenn jemand ärgerlich auf dich ist, lasse dich nicht in seinen Schwingungen einfangen, sondern tritt einfach zurück und sein Ärger, weil er keine Unterstützung oder Erwiderung findet, wird vergehen. Bewahre deinen Frieden, widerstehe aller Versuchung, ihn zu verlieren. Entscheide niemals irgend etwas, ohne zurückzutreten, sprich niemals ein Wort, stürze dich niemals in eine Handlung, ohne zurückzutreten. Alles, was zur gewöhnlichen Welt gehört, ist ohne Dauer und flüchtig, deshalb gibt es in ihr nichts, das es wert wäre, uns aus der Fassung zu bringen. Was dauerhaft ist, unsterblich und unendlich – das lohnt sich zu haben, zu erobern, zu besitzen. Es ist Göttliches Licht, Göttliche Liebe, Göttliches Leben – es ist auch Höchster Friede, Vollkommene Freude und All-Meisterschaft auf der Erde mit der Vollendeten Manifestation als ihrer Krönung. Wenn du die Relativität der Dinge erspürst, dann kannst du, was auch immer geschehen mag, zurücktreten und schauen. Du bist fähig, ruhig zu bleiben und die göttliche Kraft anzurufen und auf eine Antwort zu warten. Dann wirst du genau wissen, was zu tun ist. Deshalb sei dir bewusst, dass du die Antwort nicht empfangen kannst, bevor du sehr friedvoll bist. Übe dich in diesem inneren Frieden, mache wenigstens einen kleinen Anfang und fahre darin fort, bis er dir zur Gewohnheit geworden ist.
Angriffe von gegnerischen Kräften
Angriffe von gegnerischen Kräften sind unvermeidbar: Du musst sie als Prüfungen auf deinem Weg betrachten und mutig durch die Schicksalsprobe hindurchgehen. Der Kampf ist vielleicht hart, aber wenn du aus ihm herauskommst, hast du etwas gewonnen, bist du einen Schritt vorangekommen. Es besteht sogar eine Notwendigkeit für die Existenz der feindlichen Kräfte. Sie stärken deine Entschlusskraft, machen deine Sehnsucht klarer.
Es ist jedoch wahr, dass es sie gibt, weil du ihnen Grund dazu gegeben hast. Solange etwas in dir existiert, das ihnen antwortet, ist ihre Einmischung vollständig berechtigt. Wenn nichts in dir auf sie anspräche, wenn sie auf keinen Bereich deiner Natur Macht ausübten, zögen sie sich zurück und verließen dich. Jedenfalls brauchen sie deinen spirituellen Fortschritt nicht zu stoppen oder zu hemmen…
In jedem Fall ist es bei einem Angriff die weiseste Haltung, ihn als von außen kommend zu betrachten und zu sagen: „Dies bin ich nicht selbst, und ich will nichts damit zu tun haben.“ Du musst damit auf dieselbe Weise umgehen wie mit allen niederen Impulsen und Begierden und allen Zweifeln und Bedenken des Verstandes. Wenn du dich mit ihnen identifizierst, wird es umso schwieriger, sie zu bekämpfen. Denn dann hast du das Empfinden, du stündest der niemals leichten Aufgabe gegenüber, deine eigene Natur zu überwinden. Aber sobald du imstande bist zu sagen: „Nein, das bin ich nicht selbst, ich will nichts damit zu tun haben“, wird es sehr viel leichter, sie zu vertreiben.
Angriff durch eine gegnerische Kraft
Das Wichtigste, was du tun musst, wenn du von einer gegnerischen Kraft angegriffen wirst, ist, zu dir selbst zu sagen: „Ja, die Kraft kommt von außerhalb, und der Angriff ist da, aber es muss da sicherlich eine Entsprechung in meiner Natur geben, sonst könnte sie mich nicht attackiert haben. Nun, ich werde nachschauen und in mir das finden, was es dieser Kraft erlaubt zu kommen, und ich werde es zurückschicken oder es umwandeln oder das Licht des Bewusstseins darauf richten, so dass es umgeformt wird oder ich werde es vertreiben, damit es nicht länger in mir bleibt…“
Es gibt einen Weg, nicht wahr? Wenn die Kraft erscheint, die feindliche Kraft, wenn sie angreift, stürzt der Teil, der ihr entspricht, hervor, um ihr zu begegnen, er kommt zum Vorschein. Es findet eine Art Begegnung statt. Wenn du in dem Augenblick, anstatt vollständig überwältigt oder überrascht und unaufmerksam zu sein, sehr genau das in dir beobachtest, was in Schwingung geriet (es macht das Geräusch tat, tat, tat: etwas ist eingedrungen), dann sagst du zu ihm: „Scher dich weg mit deinen Freunden, ich will dich nicht länger!“ Du schickst die zwei zusammen fort, den Teil, der die Anziehung verursachte und die Sache, die er auf sich zog. Sie werden vertrieben, und du bist völlig frei.
Das Loch, das durch Prahlen entsteht
In ihrer Beziehung zu menschlichen Wesen machen sie sich [die feindlichen Kräfte] ein sehr boshaftes Vergnügen daraus, diese auf die Probe zu stellen. Wenn du z.B. nicht außerordentlich aufrichtig und stark bist und dir sagst: „Oh, ich bin mir meines Glaubens sicher“ – dies als ein Beispiel unter vielen – dann geschieht unmittelbar etwas, das versuchen wird, deinen Glauben völlig zu erschüttern. Das ist ein… ich glaube, es gehört zu ihrem Zeitvertreib, ihrem Vergnügen.
Wie viele Male, weißt du, wenn jemand prahlt… es mag sehr kindisch sein… aber wenn jemand mit etwas prahlt: „Oh, dessen bin ich mir ganz sicher, ich werde diesen Fehler niemals begehen“, sehe ich sofort eine feindliche Formation aufziehen, so, und sie verschafft sich Eintritt durch das kleine Loch, das durch das Prahlen entstanden ist. Sie tritt ins Innere ein, auf diese Weise, und durchdringt es dann und trifft die Vorkehrungen dafür, dass du genau das tust, was du nicht wolltest. Aber das ist ein Spaß, es dient sicherlich nicht dazu, deinen Fortschritt zu unterstützen (die Mutter lacht). Aber wenn du es zu nehmen weißt, dient es deinem Fortschritt schon. Du sagst: „Gut, das nächste Mal werde ich nicht prahlen.“