Kapitel 5

Zwei große Kräfte: Stille und Sprache

Es gibt zwei große Kräfte im Universum, Stille und Sprache. Stille bereitet vor, Sprache erschafft. Stille handelt, Sprache gibt den Impuls zu handeln. Stille fordert auf, Sprache überzeugt. Die gewaltigen und unergründlichen Prozesse der Welt, alle in sich selbst in einer tiefen und erhabenen Stille vollkommen, sind von einer lärmenden und irreführenden Geräuschschicht bedeckt – der Betriebsamkeit unzähliger Wellen oben, der unergründlichen, unwiderstehlichen Masse der Wasser des Ozeans unten. Die Menschen sehen die Wellen, sie hören das Munkeln und die tausend Stimmen und beurteilen nach ihnen den Lauf der Zukunft und das Herz von Gottes Plan; aber in neun von zehn Fällen verkennen sie sie. Deshalb sagt man, dass in der Geschichte immer das Unerwartete geschieht. Aber es wäre nicht das Unerwartete, wenn die Menschen ihre Augen von Oberflächlichkeiten abwenden und auf die Substanz schauen würden, wenn sie sich daran gewöhnten, Scheinbarkeiten beiseite zu lassen und dahinter zu der geheimen und verschleierten Realität vorzudringen, wenn sie aufhören würden, auf das Lärmen des Lebens zu hören und lieber auf seine Stille lauschten.

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