Kapitel 3

Kundalini, die Chakren und der Integrale Yoga

Worte Sri Aurobindos

Der Vorgang des Aufsteigens der erwachten Kundalini durch die Zentren gehört ebenso wie die Läuterung dieser Zentren tantrischem Wissen an. In unserem Yoga gibt es keinen gewollten Prozess der Läuterung und Öffnung der Zentren und ebenfalls kein Aufsteigen der Kundalini mit Hilfe eines festgelegten Vorgangs. Eine andere Methode wird angewandt, doch gibt es den Aufstieg des Bewusstseins von den verschiedenen Ebenen und durch diese hindurch, um sich mit dem höheren Bewusstsein darüber zu verbinden; es gibt das Öffnen der Zentren und der Ebenen (mental, vital, physisch), die diese Zentren regieren; es gibt ebenfalls die Herabkunft, welche der hauptsächliche Schlüssel der spirituellen Umwandlung ist. Auf diese Weise steht, wie ich bereits sagte, tantrisches Wissen hinter dem Vorgang der Umwandlung in diesem Yoga.

Worte Sri Aurobindos

In unserem Yoga gibt es kein gewolltes Öffnen der Chakren, diese öffnen sich von selbst durch das Herabkommen der Kraft. In den tantrischen Disziplinen öffnen sie sich von unten nach oben, zuerst das Muladhara; in unserem Yoga öffnen sie sich von oben nach unten. Doch der Aufstieg der Kraft vom Muladhara findet ebenfalls statt.

Worte Sri Aurobindos

Der Aufstieg der Kundalini – nicht ihr Abstieg, soweit ich weiß – ist ein anerkanntes Phänomen; es gibt eines, das unserem Yoga entspricht, die Empfindung des Bewusstseins, das vom Vitalen oder Physischen aufsteigt, um das höhere Bewusstsein zu treffen. Dies geschieht nicht notwendigerweise durch die Chakren, sondern wird oft im ganzen Körper empfunden. In ähnlicher Weise wird der Abstieg des höheren Bewusstseins nicht notwendigerweise oder gewöhnlich durch die Chakren gefühlt, sondern als etwas, das den ganzen Kopf, den Hals, die Brust, den Bauch, den Körper einnimmt.

Worte Sri Aurobindos

Im Tantra werden durch einen besonderen Vorgang die Zentren geöffnet; die Kundalini wird erweckt und ihr Aufsteigen in der Wirbelsäule gefühlt. Hier [in diesem Yoga] ist es ein Druck der Kraft von oben, der die Kundalini weckt und die Zentren öffnet. Ein Aufsteigen des Bewusstseins findet statt, bis es sich mit dem höheren Bewusstsein darüber verbindet. Dies wiederholt sich (manchmal wird auch ein Herabkommen gefühlt), bis alle Zentren geöffnet sind und das Bewusstsein sich über den Körper erhebt. In einem späteren Stadium bleibt es darüber und weitet sich ins kosmische Bewusstsein und in das universale Selbst. Das ist der normale Verlauf, doch manchmal geht es schneller, und ein plötzliches und entscheidendes Öffnen darüber findet statt.

Worte Sri Aurobindos

Das [eine Kraft in der Nabelregion, die in einer sich windenden, pulsierenden Bewegung nach oben steigt] ist das, was mit der Kundalini gemeint ist, die sich zum Brahmarandhra erhebt – nicht die ganze Kundalini, aber etwas von ihr wird freigesetzt, indem sie sich mit Schwingungen (spandana) vom Muladhara nach oben windet oder kreist. Das ist nicht immer so zu spüren. Manchmal spürt man einfach Strömungen oder eine Kraft, die aufsteigt, oder einfach eine aufsteigende Bewegung des Bewusstseins. Aber in allen Fällen handelt es sich um die Freisetzung des yogischen Bewusstseins, das in den Chakren eingeschlossen ist, und seinen Aufstieg, um dem Göttlichen Bewusstsein darüber zu begegnen. Dies und das entsprechende Herabsteigen von oben machen yogische Erfahrungen und Verwirklichungen möglich.

Worte Sri Aurobindos

Sie [die Kundalini] ist die yogische Kraft, die im Muladhara schläft und in den anderen Zentren durch das gewöhnliche Bewusstsein verdeckt wird. Wenn sie befreit wird, erhebt sie sich, um sich mit dem brahmischen (göttlichen) Bewusstsein darüber zu verbinden und durchquert auf ihrem Weg die Zentren.

Worte Sri Aurobindos

Es gibt keine Kundalini Shakti oberhalb des Kopfes. Über dem Kopf ist das universale oder Göttliche Bewusstsein und die Kraft. Die Kundalini ist die latente Kraft, die in den Chakren schläft.

Worte Sri Aurobindos

Die Energie in der Kundalini ist die der Mutter.

Worte Sri Aurobindos

Ich befürchte, dass die Anwendung von wissenschaftlichen Analogien auf spirituelle oder yogische Dinge eher zu Verwirrung als zu irgend etwas anderem führt – so wie es auch Verwirrung schafft, wenn sie der Philosophie aufgedrängt werden. Die Kundalini schläft zusammengerollt im Muladhara, versunken in Nichtbewusstheit und das Spiel der Unwissenheit unterstützend. Natürlich kann es, wenn sie sich von dort erhebt, zu einer Störung oder einem Aufbrechen der Zustände der Unwissenheit kommen, was aber eher eine heilsame Umwälzung wäre, die für das Ziel des Yoga förderlich ist. Die bewusst werdende Kundalini steigt empor, um Brahman im tausendblättrigen Lotos zu begegnen. Ihr bloßes Emporstoßen zur Einung mit dem höheren Bewusstsein würde kaum zu einer radikalen Veränderung führen. Natürlich braucht sie die Verbindung mit dem physischen Zentrum nicht völlig aufzugeben, doch ist sie dort nicht länger zusammengerollt: wenn das der Fall wäre, würde die große okkulte Kraft, die dort wohnt, nicht befreit werden. Ihre übliche Darstellung ist, soviel ich weiß, die einer aufgerichteten Schlange, deren Schwanz das niederste Zentrum und deren Kopf das höchste im Brahmarandhra berührt. Auf diese Weise eint sie, während alle Zentren geöffnet und in Tätigkeit sind, die beiden Wesenspole, den oberen und den unteren, den Geist mit der Materie.

Worte Sri Aurobindos

Sri Aurobindo1 kann es nicht übernehmen dich als dein Guru anzuleiten, und zwar deshalb, weil er nur jene als Jünger annimmt, die seinem speziellen Yoga-Weg folgen; deine Erfahrungen liegen auf einer anderen Linie. In seinem Yoga kann sowohl in der Wirbelsäule als auch in anderen Nervenkanälen oder verschiedenen Teilen des Körpers ein gelegentlicher Strom auftreten, jedoch kein Erwachen der Kundalini in dieser charakteristischen und machtvollen Weise. Hier [in diesem Yoga] gibt es nur ein ruhiges Aufsteigen des Bewusstseins von den niederen Zentren, um sich mit dem spirituellen Bewusstsein oben zu verbinden, sowie ein Herabkommen der Göttlichen Kraft von oben, die ihre besondere Arbeit in Mental und Körper verrichtet – die Art und Weise und die [einzelnen] Stadien sind in jedem Sadhak anders. Vollkommenes Vertrauen in die Göttliche Mutter sowie Wachsamkeit, um alle falschen Suggestionen und Einflüsse zurückweisen zu können, sind das Hauptgesetz dieses Yoga. Da dein Sich-Öffnen einst so machtvoll auf der bekannteren tantrischen Linie stattfand, sogar ohne die Einmischung deines eigenen Willens, ist es kaum wahrscheinlich, dass es nun ohne weiteres zu einer anderen [Yoga-] Richtung überwechseln kann – jede derartige Bemühung könnte eine ernsthafte Störung auslösen. Wenn Sri Aurobindo von einem kompetenten Guru sprach, dann meinte er einen, der dieses Öffnen der Zentren selbst praktiziert hat und auf dieser Linie des Yoga ein Siddha geworden ist. Es müsste möglich sein, einen solchen zu finden – wenn man das Verlangen nach dem Guru hat, kommt der Guru früher oder später. In der Zwischenzeit ist es unerlässlich, die Furcht abzulegen und Vertrauen in das Göttliche Wirken zu haben; es sollte aber keine Anstrengung gemacht werden, durch konzentrierte Meditation den Schritt zu beschleunigen, wenn du nicht eine Führung hast, der du vertrauen kannst – entweder eine klare Führung von innen oder jemand, der dich von außen lenkt. Die Inspiration über den Ida Nadi und das darauffolgende Wirken der Shakti zeigen an, dass in einem kritischen Augenblick ein höheres Eingreifen stattfand, und der Ruf nach ihm, wann immer nötig, voraussichtlich erfolgreich sein wird.

An den Erfahrungen, über die du in deinem ersten Brief genau berichtet hast, ist absolut nichts Beunruhigendes; alles war durchaus normal – die üblichen Erfahrungen des Yogi zu solch einem kritischen Zeitpunkt, die durchaus gut und machtvoll waren und außer durch die Gnade des Göttlichen nicht stattfinden können. Vermutlich kam das Sich-Öffnen nach einer langsamen, unsichtbaren Vorbereitung als Ergebnis der Meditation über den Lotos am Scheitelpunkt des Kopfes zustande; denn das ist immer eine Aufforderung an die Kundalini, zu erwachen oder an das niedere Bewusstsein, aufzusteigen, um dem höheren zu begegnen. Die störenden Faktoren kamen mit dem Gefühl des Unbehagens im Herzen, das durch einen Widerstand im physischen Wesen verursacht wurde (ein sehr häufig vorkommendes Gefühl, das durch das Wirken der Kraft selbst überwunden werden kann), und mit der Furcht, die sich später in den Zentren der vitalen Natur, Herz, Nabel usw. einstellte. Das aber gehörte nicht zur Erfahrung; es war eine Unterbrechung durch eine falsche Reaktion des niederen oder äußeren Bewusstseins. Wenn du dich nicht hättest beunruhigen lassen, hätte vermutlich nichts den Prozess ungünstig beeinflusst. Man darf sich durch ungewöhnliche Zustände, Bewegungen oder Erfahrungen nicht beunruhigen lassen; der Yogi muss furchtlos sein, abhih; es ist absurd, Furcht zu haben, weil man seinen jeweiligen Zustand kontrollieren kann. Das ist eine sehr wünschenswerte und willkommen zu heißende Fähigkeit im Yoga.

Die Krisen, von denen du im zweiten Brief berichtet hast, hätte es ohne diese Reaktion schwerlich gegeben; jedenfalls aber fand ein höheres Eingreifen statt, wodurch die Störung beseitigt wurde. Immerhin zeigen diese Reaktionen sowie die Tatsache, dass die Störung überhaupt auftrat, dass im äußeren Bewusstsein etwas nicht ganz vorbereitet ist; es ist besser zu warten und nach einer Führung zu suchen, damit nicht unkundige Schritte oder Reaktionen wiederum eine ernsthafte Gefahr oder Störung mit sich bringen. Das ist alles, was Sri Aurobindo klärend und beratend dazu sagen kann. Er greift im allgemeinen bei niemandem ein, der nicht zu seinen Jüngern gehört; weil aber dein Fall ungewöhnlich und dein Ruf [nach Hilfe] groß war, hat er, so gut er es vermochte, deine Erfahrung erhellt.

Worte der Mutter

Aus Sicht der Shakti ist das der normale Verlauf: Bewusstsein, Vital, Mental, Spiritualität.

Nun ist es für einen Mann vielleicht anders? Ich weiß es nicht. Denn Sri Aurobindo war ein sehr spezieller Fall, und außer ihm sehe ich niemanden, der ein überzeugendes Beispiel geben könnte … Aber bei Männern ist gewöhnlich das physische Bewusstsein und dann das mentale Bewusstsein am weitesten entwickelt. Das Vital ist meist sehr impulsiv und sehr wenig beherrscht. Das ist meine Erfahrung bei all den Hunderten und Aberhunderten von Leuten, denen ich begegnet bin. Im Normalfall haben sie einerseits eine physische Kraft, entwickelt durch Spiele, Übungen usw., und zugleich eine mehr oder weniger hohe Entwicklung im Mental, aber sehr mental. Das Vital bleibt sehr impulsiv und sehr wenig geordnet, außer bei Künstlern, und selbst da … Ich lebte zehn Jahre mit Künstlern, und ich stellte fest, dass es großenteils ein Brachland war. Ich begegnete all den großen Künstlern der Epoche, ich war bei weitem die Jüngste (es war die Jahrhundertwende, mit der Weltausstellung 1900 und den künstlerischen Meistern der Epoche), ich war viel jünger als sie. Sie hatten die Dreißig, Fünfunddreißig, Vierzig erreicht, und ich war neunzehn, zwanzig. Sogar in ihren eigenen Gebieten war ich viel weiter fortgeschritten als sie – nicht in meinem Schaffen (ich war eine sehr gewöhnliche Künstlerin), aber im Hinblick auf das Bewusstsein: die Beobachtungen, Erfahrungen, Studien.

Ich weiß nicht, aber mir scheint, das Problem des Bewusstseins muss vorher kommen.

So fing ich an.

Ich glaube, so ist es richtig. Der Ablauf meines Lebens war äußerst logisch (nicht ich entschied: mit fünf Jahren entscheidet man ja nicht), äußerst logisch. Jeder Schritt wurde durch den vorhergehenden eingeleitet.

Aber was ist das Bewusstsein, das man als Kraft in sich spürt? Zum Beispiel während der Meditation steigt es manchmal auf und ab, es ist nicht festgesetzt. Was ist dieses Bewusstsein?

Das ist die Shakti!

Manche empfangen sie von oben. Bei anderen steigt sie von unten auf (Geste zur Wurzel der Wirbelsäule). Ich sagte dir einmal, dass all die alten Systeme immer von unten nach oben fortschritten, während Sri Aurobindo das Bewusstsein von oben nach unten zog. In den Meditationen wird das sehr deutlich (jedenfalls im Yoga, in den Erfahrungen): in den traditionellen Systemen erwacht immer die Wurzel der Kundalini und steigt von Zentrum zu Zentrum, von Zentrum zu Zentrum, bis zum „Erblühen“ hier (Geste zur Schädelspitze mit ein wenig Ironie über das „Erblühen“). Bei Sri Aurobindo kommt es so (Bewegung der herabsteigenden Kraft), und es richtet sich dort ein (über dem Kopf), es tritt ein, und von da steigt es herab, immer tiefer, überall, bis nach unten, bis unter die Füße, ins Unterbewusste, und noch tiefer, in das Nichtbewusste.

Das ist die Shakti. Er sagt (ich übersetze das gerade), wenn man die Shakti unten erfasst, wie es individuell geschieht, ist es eine Shakti, die sozusagen schon verschleiert ist (sie hat ihre Macht, ist aber verschleiert). Ergreift man sie hingegen oben, ist es die REINE Shakti. Wenn man sie mit genügend Vorsicht und langsam genug herabsteigen lässt, damit sie (wie soll ich sagen?) nicht verunreinigt wird oder jedenfalls während ihres Eintritts in die Materie nicht getrübt wird, so ist das Ergebnis sofort sehr viel besser. Beginnt man hingegen mit dem Gefühl einer großen Macht in sich (denn überall, wo sie erwacht, ist es stets eine große Macht), besteht immer die Gefahr der Vermischung mit dem Ego, wie er erklärte. Wenn sie aber in ihrer Reinheit kommt und wenn man darauf bedacht ist, sie rein zu erhalten, das heißt die Bewegung nicht übereilt, damit sie einen in dem Maße reinigt, wie sie herabkommt, ist die Hälfte der Arbeit bereits vollbracht.

Das ist ein Problem. Wenn man mit dem Überbewussten in Kontakt kommt und hier auf der Höhe des Kopfes austritt, steigt es dennoch von unten auf. Handelt es sich in diesem Fall um eine andere Bewegung, eine aufsteigende Bewegung?

Das ist das Bewusstsein des Jiva [Seele]. Es ist das persönliche, individuelle Bewusstsein.

Es ist etwas, das wächst….

Es ist das individuelle Bewusstsein. In der Aspiration ist es gewöhnlich ein Ausdruck des psychischen Wesens, das heißt dessen, was sich um das göttliche Zentrum gesammelt hat, um die kleine göttliche Flamme, die im Innern des Menschen liegt – in jedem menschlichen Wesen gibt es diese göttliche Flamme, und Schritt für Schritt, durch alle Inkarnationen und das ganze Karma und all das, bildet sich ein Wesen, das Théon das „seelische Wesen“ nannte. Wenn das seelische Wesen seine volle Entwicklung erreicht hat, bildet es sozusagen eine Hülle, ein Art körperliche oder jedenfalls individuelle Hülle der Seele, die ein Teil des Höchsten ist – der Jiva ist die individuelle Form des Höchsten. Wie es nur einen Höchsten gibt, so gibt es auch nur einen Jiva aber in Millionen individuellen Formen. Um diesen Jiva, der zunächst ein göttlicher Funke ist – unbewegt, ewig, auch unendlich (unendlich in seinen Möglichkeiten, mehr als in seiner Dimension) –, kristallisiert sich durch alle Inkarnationen Schritt für Schritt all das heraus, was den göttlichen Einfluss empfangen hat und auf den göttlichen Einfluss antwortet. Er wird zugleich immer bewusster und immer geordneter. Am Ende wird es ein völlig bewusstes individuelles Wesen, Meister seiner selbst und ausschließlich durch den göttlichen Willen bewegt. Es wird ein individueller Ausdruck des Höchsten. Das bezeichnen wir dann als das „seelische Wesen“.

Gewöhnlich haben jene, die Yoga betreiben, entweder ein völlig entwickeltes, unabhängiges seelisches Wesen, das wieder ins Leben trat, um die Arbeit des Göttlichen zu verrichten, oder ein psychisches Wesen, das in seiner letzten Inkarnation steht und das seine Formation vollenden will, sich verwirklichen will.

Dieses seelische Wesen hat die Aspiration und den Kontakt.

Wenn man nun sagt: „Werdet euch eures seelischen Wesens bewusst“, geschieht das, damit das Wesen, das von der äußeren Natur geformt wurde, durch das seelische Wesen mit der göttlichen Gegenwart Kontakt aufnimmt. Dann übernimmt das seelische Wesen die Herrschaft über den Menschen, und das ist im Grunde der innere Lehrer… Als ich ganz klein war, war diese „Person“ (es war keine Person sondern ein Bewusstsein und ein Wille, die sich ausdrückten) wirklich die seelische Gegenwart – bei mir stand etwas anderes dahinter, aber das ist ein besonderer Fall. Was sich für mich ereignete, geschieht jedoch für alle, die ein seelisches Wesen haben, das sich willentlich inkarniert hat. Das seelische Wesen übernimmt die Führung des Lebens, und wenn ihr es handeln lasst, ordnet es ALLE Umstände – das ist wunderbar!… Ich sah es (nicht nur für mich sondern für viele Leute, die auch bewusste seelische Wesen hatten): alles ordnet sich – keineswegs für eure egoistische, persönliche Befriedigung sondern für euren endgültigen Fortschritt, eure letzte Verwirklichung. Alle Lebensumstände, selbst solche, die ihr als katastrophal bezeichnet, sind derart beschaffen, um euch so schnell wie möglich dorthin zu führen, wo ihr hingehen müsst.

1 Dieser Brief wurde von Sri Aurobindo in der dritten Person geschrieben und durch seinen Sekretär an den Fragesteller gesandt. – Ed.

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