Kapitel 3
Das ist Karma-Yoga
Worte Sri Aurobindos
Werke zu tun in enger Verbundenheit und tiefer Gemeinschaft mit dem Göttlichen in uns, dem Universellen um uns herum und dem Transzendenten über uns, nicht mehr eingesperrt zu sein im gefangenen und trennenden menschlichen Verstand, dem Sklaven seiner unwissenden Weisungen und engstirnigen Vorschläge, das ist Karma-Yoga.
Im Gehorsam gegenüber einem göttlichen Gebot, einem ewigen Willen, einem transzendenten und universellen Antrieb zu arbeiten, nicht unter dem Peitschenschlag von Ego und Bedürfnis und Leidenschaft und Begehren zu rennen und sich nicht von den Stacheln mentaler und vitaler und physischer Vorlieben antreiben zu lassen, sondern nur von Gott, nur von der höchsten Wahrheit bewegt zu werden, das ist Karma-Yoga.
Nicht länger in menschlicher Unwissenheit zu leben und zu handeln, sondern in göttlichem Wissen, im Bewusstsein der individuellen Natur und der universellen Kräfte und reaktionsfähig gegenüber einer transzendenten Führung, das ist Karma-Yoga.
In einem göttlichen, grenzenlosen und leuchtenden universellen Bewusstsein zu leben, zu sein und zu handeln, das offen ist für das, was mehr als universell ist, und nicht mehr in der alten Enge und Dunkelheit zu tappen und zu stolpern, das ist Karma-Yoga.
Worte Sri Aurobindos
Der Pfad der Werke ist in gewissem Sinne die schwierigste Seite von Gottes dreifältiger Straße; ist er aber nicht auch, wenigstens in dieser stofflichen Welt, der leichteste, weiteste und entzückendste? Denn in jedem Augenblick stoßen wir mit Gott, dem Arbeiter, zusammen und wachsen in Sein Wesen durch tausend göttliche Berührungen.