Kapitel 21
Leben und Harmonie
Worte der Mutter
Das einzige Mittel, das Leben vollkommen zu machen – ich meine natürlich hier auf Erden –, besteht darin, es von so hoch oben zu betrachten, dass man es in seiner Gesamtheit sieht, nicht nur der jetzigen, sondern jener der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – was es gewesen ist, was es ist und was es sein wird. Man muss fähig sein, alles auf einmal zu sehen. Denn das ist der einzige Weg, alles an seinen Platz zu stellen. Nichts kann verdrängt werden, nichts darf verdrängt werden, alles muss in völliger Harmonie mit dem Übrigen an seinem Platz sein. Und da würden all diese Dinge, die dem puritanischen Geist so „schlecht“, so „verwerflich“ und „unannehmbar“ vorkommen, zu Regungen der Freude und der Freiheit eines völlig göttlichen Lebens. Und dann würde nichts uns daran hindern, dies wundervolle Lachen des Erhabenen zu kennen, zu begreifen, zu fühlen und zu leben, Der unendliche Freude darin findet, sich unendlich leben zu sehen.
Diese Freude, dies wundervolle Lachen, das alles Schattige, alle Schmerzen, alle Leiden auflöst! Man braucht nur tief genug in sich zu gehen, um die innere Sonne zu finden, in ihr zu baden; und dann ist alles ein Wasserfall harmonischen, strahlenden, sonnenhaften Lachens, das nirgends mehr Schatten und Schmerz zulässt.
Worte der Mutter
Aber wenn man Meinungen über die Leute hat und vor allem Reaktionen auf die Art ihrer Lebensweise, macht man ihnen zum Vorwurf, dass sie nicht so sind, wie wir denken, dass sie sein sollen. Wenn man nie vergessen würde, dass es im Universum nicht zwei gleiche Dinge geben kann, geben darf, denn das zweite wäre überflüssig, da es vorher schon ein solches gegeben hätte, und weil das Universum für die Harmonie einer unendlichen Vielfalt geschaffen worden ist, wo nie zwei Bewegungen – und noch viel weniger zwei Bewusstseinsweisen – gleichartig sind, mit welchem Recht kann man dann eingreifen und wollen, dass jemand unserem eigenen Denken entsprechen soll? … Denn wenn man auf eine bestimmte Art denkt, wird der andere sicher nicht auf dieselbe Art denken können. Und wenn man eine bestimmte Art hat, wird der andere sicher nicht dieselbe Art haben können. Und du musst lernen, alles, was in der Welt nicht zusammenpasst, in Einklang zu bringen, es zu einer Synthese zu vereinen und alles an seinen Platz zu stellen! Die totale Harmonie liegt überhaupt nicht in einer Identität, sondern in einer Harmonisierung, die nur kommen kann, wenn jedes Ding an seinen Platz gestellt wird.
Worte der Mutter
Es ist immer ein Fehler, sich über die Umstände unseres Lebens zu beschweren, denn sie sind der äußere Ausdruck dessen, was wir selbst sind.
Worte der Mutter
Für den Aspiranten und den Sadhak kommt alles, was in seinem Leben passiert, als eine Hilfe, die Wahrheit zu erkennen und sie zu leben. Sei zuversichtlich, du wirst siegen – es wird ein großer Schritt nach vorne sein.
Worte der Mutter
Die Schwierigkeiten kommen immer wieder, um uns voranzubringen. Je größer die Schwierigkeit, desto größer kann der Fortschritt sein.
Sei zuversichtlich und halte durch.