Kapitel 2

Schützende Hülle

Der Vitalkörper umgibt den physischen Körper mit einer Art Hülle, die ungefähr dieselbe Dichte hat wie die Hitzewellen, die man an einem sehr heißen Tag beobachten kann. Und dies ist es, was zwischen dem feinstofflichen und dem allermateriellsten Vitalkörper vermittelt. Dies ist es, was den Körper vor jeder Ansteckung, Ermüdung, Erschöpfung und sogar vor Unfällen schützt. Wenn diese Hülle völlig intakt ist, schützt sie einen daher vor allem, doch eine etwas zu starke Emotion, ein bisschen Ermüdung, etwas Unzufriedenheit oder irgendein Schock reichen aus, sie gewissermaßen anzukratzen, und der kleinste Kratzer gewährt jeder Art von Eindringlingen Zutritt. Auch die medizinische Wissenschaft erkennt jetzt, dass du nicht krank wirst oder auf jeden Fall eine Art Immunität gegen Ansteckung besitzt, wenn du in perfektem vitalem Gleichgewicht bist. Wenn du dieses Gleichgewicht besitzt, diese innere Harmonie, die die Hülle intakt hält, schützt sie dich vor allem. Es gibt Menschen, die ein ziemlich gewöhnliches Leben führen, die wissen, wie man richtig schläft, die essen, wie man es tun sollte, und deren Nervenkostüm so intakt ist, dass sie durch alle Gefahren hindurchgehen, als ob sie nicht betroffen sind. Es ist eine Fähigkeit, die man in sich kultivieren kann. Wenn man sich eines schwachen Punktes in seiner Hülle bewusst wird, genügen einige wenige Minuten der Konzentration, eine Anrufung der Kraft, ein innerer Friede, damit man wieder in Ordnung kommt, geheilt ist, und die widrige Sache verschwindet.

Welche Ursachen haben Unfälle? Sind sie auf ein Ungleichgewicht zurückzuführen?

Wenn man tiefgründig antwortet… Äußerlich gibt es viele Ursachen, aber es gibt einen tieferen Grund, der immer da ist. Ich sagte neulich, Unfälle können vermieden werden, wenn die nervöse Hülle intakt ist, und sogar, wenn es einen Unfall gibt, würde er keine Folgen haben. Sobald es einen Kratzer oder eine Störung in der nervösen Hülle des Wesens gibt, und entsprechend der Art dieses Kratzers, seines Ortes und Charakters, – wenn man das so sagen darf, – wird es einen Unfall geben, der mit der Verringerung der Abwehrkraft der Hülle korrespondiert. Ich glaube, dass fast jeder sich einer Sache psychologisch bewusst ist: dass Unfälle geschehen, wenn man eine Art unangenehmes Gefühl hat, wenn man nicht ganz bewusst und selbstbeherrscht ist, wenn man sich unbehaglich fühlt. Normalerweise haben die Menschen in jedem Fall das Gefühl, dass sie nicht ganz sie selbst sind, sich nicht ganz dessen bewusst sind, was sie tun. Wenn man ganz bewusst wäre, das Bewusstsein völlig wach, würden Unfälle nicht geschehen; man würde gerade die richtige Geste, die notwendige Bewegung machen um den Unfall zu verhindern. Deshalb ist es auf jeden Fall ein Erlahmen des Bewusstseins. Oder es ist auch möglich, dass das Bewusstsein in einer höheren Ebene fixiert ist. Zum Beispiel – wenn man nicht von spirituellen Dingen sprechen will: ein Mann, der damit beschäftigt ist ein mentales Problem zu lösen und sich sehr darauf konzentriert, wird physischen Dingen gegenüber unaufmerksam, und wenn er sich auf einer Straße oder in einer Menge befindet und sein Bewusstsein völlig auf sein Problem gerichtet ist, wird er nicht die notwendige Bewegung machen um den Unfall zu verhindern. Der Unfall wird geschehen. Dasselbe gilt für den Sport, für Spiele. Du kannst dies sehr gut beobachten, da ist immer ein Schwächung des Bewusstseins, wenn Unfälle passieren, oder ein Mangel an Aufmerksamkeit, ein bisschen Geistesabwesenheit. Plötzlich denkt man an etwas anderes, die Aufmerksamkeit wird woanders hin gelenkt, – man ist sich seiner Handlung nicht voll bewusst, und der Unfall geschieht.

Wie ich euch zu Anfang gesagt habe, wenn ihr aus irgendeinem Grund – zum Beispiel durch Schlafmangel, fehlendes Ausruhen, eine interessante Beschäftigung oder alle möglichen Dinge, die euch ermüden – sozusagen nicht über der Sache steht, die vitale Hülle ein bisschen beschädigt ist, dann funktioniert das nicht perfekt, und jedwede Art von Kraft, die auf euch einwirkt, genügt um einen Unfall zu produzieren. In letzter Konsequenz geschieht der Unfall immer aus diesem Grund; es ist das, was man Unaufmerksamkeit oder ein Erlahmen des Bewusstseins nennt. Es gibt Tage, an denen man sich ziemlich… nicht genau unwohl fühlt, aber so, als ob man versuchte etwas zu fangen, das entkommt, als ob man nicht ganz bei sich… wie ausgedünnt ist; das sind die Unfallstage. Ihr müsst aufmerksam sein. Natürlich soll das nicht heißen, dass ihr euch in eurem Zimmer einschließen sollt und euch nicht bewegen dürft, wenn ihr euch danach fühlt! Das ist es nicht, was ich meine. Ich meine vielmehr, dass ihr umso aufmerksamer beobachten, viel mehr auf der Hut sein müsst und genau diese Unaufmerksamkeit, dieses Erschlaffen des Bewusstseins nicht zulassen dürft.

…es gibt immer einen Weg sich [von den äußeren Einflüssen] durch eine Atmosphäre des Schutzes abzusondern, wenn man weiß, wie man in eine äußerst ruhige Schwingung kommt, so ruhig, dass sie fast eine Art Mauer um einen bildet. – Aber die ganze Zeit, die ganze Zeit vibriert man in Antwort auf die Schwingungen, die von außen kommen. Wenn du dir dessen bewusst bist, ist da die ganze Zeit etwas, das so macht (Geste), wie dies, wie dies (Gesten), das auf alle von außen kommenden Schwingungen reagiert. Du befindest dich nie in einer absolut ruhigen Atmosphäre, die von dir ausstrahlt, das heißt, die von innen nach außen geht (nicht etwas, das von außen hereinkommt), etwas, das dich wie eine Hülle umgibt, ganz still, wie dies, – und du kannst überhaupt überall hingehen, und diese von außen kommenden Schwingungen fangen nicht an, dies (Geste) in deiner Atmosphäre zu tun.

Wenn du diese Art Tanz sehen könntest, den Tanz der Schwingungen, der dich die ganze Zeit umgibt, würdest du sehen, würdest gut verstehen, was ich meine.

Zum Beispiel in einem Spiel, – wenn ihr spielt, ist es so (Geste), und dann ist es wie die Vibration eines Punktes, die immer stärker und stärker wird, bis plötzlich… Rums!… ein Unfall geschieht. Und es gibt so eine kollektive Atmosphäre. Wir kommen und sehen es, – ihr seid mitten in einem Spiel, Basketball oder Fußball oder etwas anderes, – wir spüren es, sehen es, es produziert eine Art Rauch um euch herum (etwas wie diese Hitzedünste, die manchmal entstehen), und dann nimmt es eine Schwingung wie diese an, mehr und mehr, immer und immer mehr, bis plötzlich das Gleichgewicht zusammenbricht: jemand bricht sein Bein, fällt hin, wird von einem Ball am Mund getroffen et cetera. Und man kann schon vorher sagen, dass dies geschehen wird, wenn es so ist. Aber niemand ist sich dessen bewusst.

Trotzdem, sogar in weniger schweren Fällen hat jeder von euch persönlich etwas um sich herum, das, statt diese sehr individuelle und sehr ruhige Hülle zu sein, die euch vor allem schützt, was ihr nicht empfangen wollt… Ich meine, eure Empfänglichkeit wird vorsichtig und bewusst, sonst könnt ihr nichts empfangen. Und nur, wenn ihr diese bewusste, extrem ruhige Atmosphäre habt, und, wie ich gesagt habe, wenn sie von innen kommt (es ist nicht etwas, das von außen kommt), ist es nur auf diese Weise, dass ihr straflos ins Leben gehen, euch in jeder Minute zu anderen und in jegliche Situation begeben könnt.

Sonst könnt ihr sicher sein, dass es euch erwischt wenn es etwas Schlechtes gibt, dass man sich einfangen kann, zum Beispiel Ärger, Angst, Krankheit, eine gewisse Unruhe. Und sobald es anfängt das zu tun (Geste), ist es, als ob ihr alle ähnlichen Schwingungen eingeladen hättet zu kommen und sich eurer zu bemächtigen.

Worüber man sich wundern muss, ist die Unbewusstheit, mit der Menschen durchs Leben gehen; sie wissen nicht, wie sie leben sollen; es gibt nicht einen in einer Million, der weiß, wie man lebt, und so leben sie auf die eine oder andere Weise, humpeln vorwärts so gut oder schlecht sie können; und alles das scheint ihnen egal zu sein… Die Sachen passieren eben.

Sie wissen nicht, wie man lebt. Immerhin sollte man lernen, wie man lebt. Dies ist das erste, was man Kinder lehren sollte: zu lernen, wie man lebt.

Möglicherweise seid ihr an der aktivsten Aktion beteiligt, zum Beispiel beim Basketballspiel, bei dem viel Bewegung erforderlich ist, und ihr verliert trotzdem nicht die Haltung der inneren Meditation und Konzentration auf das Göttliche. Und wenn euch das gelingt, werdet ihr sehen, dass alles, was ihr tut, eine andere Qualität annimmt; ihr werdet es nicht nur besser tun, sondern ihr werdet es mit einer gänzlich unerwarteten Kraft tun und gleichzeitig euer Bewusstsein so hoch und rein halten, dass euch nichts mehr geschehen kann. Und beachtet, dies kann so weit gehen, dass ein Unfall, der sich ereignet, euch nicht verletzen wird. Natürlich, dies ist ein Gipfel, aber es ist ein Gipfel, um den man sich bemühen kann.

Wir benutzen Cookies

Wir verwenden auf unserer Website nur für den Betrieb notwendige sowie sogenannte Session Cookies, also ausdrücklich keine Werbe- oder Trackingcookies.

Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Website zur Verfügung stehen.