Kapitel 2

Das göttliche Bewusstsein über dem Kopf und hinter dem Herzen

Worte Sri Aurobindos

Ein Schleier hinter dem Herzen, ein Lid über dem Mental scheiden uns vom Göttlichen; Liebe und Verehrung zerreißen den Schleier, in der Stille des Mentals wird das Lid durchsichtig und schwindet.

Worte Sri Aurobindos

Was du nach unten strömen fühlst, muss die über dem Kopf sich befindende Kraft der Mutter sein. Gewöhnlich fließt sie von oberhalb des Kopfes herab, arbeitet zunächst in den mentalen Zentren (Kopf und Nacken),geht danach hinab in die Brust und in das Herz, und dann durch die Bewegung des ganzen Körpers.

Es muss der Effekt dieses Wirkens sein, den du im Kopf bis zu den Schultern spürst. Die Kraft, die von oben herabkommt ist diejenige, die daran arbeitet, das Bewusstsein in das eines höheren spirituellen Wesens zu transformieren. Zuvor arbeitet die Kraft der Mutter auf der psychischen, mentalen, vitalen und physischen Ebene,um das Bewusstsein zu unterstützen, zu läutern und psychisch zu verändern.

Worte Sri Aurobindos

Was du über dir siehst, ist natürlich das wahre oder höhere Bewusstsein, das Bewusstsein der Mutter, in welchem man die ganze Welt als eins sieht, ein weites, unbehindertes Bewusstsein voller Freiheit, Frieden und Licht – es ist das, was wir als höheres oder göttliches Bewusstsein bezeichnen. Selbst wenn es kommt und geht, zeigt seine Auswirkung auf das Herz, dass durch die Seele dennoch eine Verbindung damit hergestellt wurde – denn die Seele ist hinter dem Herzen. Dorthin, über den Kopf, muss das Bewusstsein aufsteigen und dort muss es bleiben; dann kommt es auch in den Kopf und das Herz und das niedere Vital und Physische herab und bringt dorthin seine Weite, sein Licht, seinen Frieden, seine Freiheit.

Worte Sri Aurobindos

Es ist die Einung des Bewusstseins von oben mit dem erwachten seelischen Wesen, die die wahre Verbindung zwischen dem, was oben ist, und dem Universum herstellt.

Worte Sri Aurobindos

Etwas in dir hat das höhere Bewusstsein wahrgenommen und ist nach dort aufgestiegen – über den Kopf, wo das gewöhnliche Bewusstsein und die höheren Ebenen einander begegnen. Das muss weiterentwickelt werden, bis sich der ganze Ursprung des Bewusstseins dort befindet und alles Übrige von dort gelenkt wird – und gleichzeitig eine Befreiung der Seele, damit sie im Mental, Vital und in den physischen Teilen das Wirken von oben unterstützen kann.

Worte Sri Aurobindos

Auf der anderen Seite ist das Herabströmen und die Befreiung, die es auslöst, ein Zeichen dafür, dass das Sich-Öffnen darüber noch besteht; denn das Schweigen und die Ruhe der [menschlichen] Natur sind eine Berührung von oben und für die Läuterung und Befreiung äußerst notwendig. Was fehlt, ist das volle Sich-Öffnen des seelischen Wesens hinter dem Herzen – denn hierdurch könnte das Herz von der dunklen Kraft befreit und eine Läuterung der übrigen Natur durch ein ruhiges und stetiges Wirken eher ermöglicht werden als durch ein ungestümes, das von chaotischer Tätigkeit und chaotischem Kampf begleitet wird. Wenn ein Sich-Öffnen im spirituellen Mental stattfindet ohne eine ausreichende seelische Wandlung, stellen sich dieses ungestüme Wirken der Kraft und dieser Widerstand ein; wenn sich die Seele öffnet, wirkt sie auf die ganze Natur ein, auf Mental, Vital und das Physische, lenkt sie von innen, damit sie sich umwandeln und für das volle spirituelle Sich-Öffnen und spirituelle Bewusstsein bereit werden. Hingabe und eine immer vollständigere innere Weihung sind der beste Weg, um die Seele zu öffnen.

Worte Sri Aurobindos

Das, was man in der Terminologie des Yoga unter „psychisch“ versteht, ist das Element der Seele in der Natur, die reine Seele oder der göttliche Nukleus, der hinter dem Mental, Leben und Körper steht (es ist nicht das Ego) und dessen wir uns nur undeutlich bewusst sind. Es ist ein Teil des Göttlichen, und er besteht fort von Leben zu Leben, wobei er die Lebenserfahrung durch seine äußeren Instrumente empfängt. In dem Maße, wie diese Erfahrung wächst, offenbart er eine sich entfaltende seelische Persönlichkeit, die immer auf dem Guten, Wahren und Schönen beharrt und schließlich bereit und stark genug wird, die [menschliche] Natur dem Göttlichen zuzuwenden. Sie kann dann gänzlich hervortreten und den mentalen, vitalen und physischen Schirm durchbrechen, die Instinkte beherrschen und die Menschennatur wandeln. Die Natur drängt sich nicht länger mehr der Seele auf; vielmehr ist es die Seele, der Purusha, der der Natur seine Befehle auferlegt.

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