Kapitel 17

Die Verwandlung eines Gefängnisses in einen Ort der Begegnung mit Gott

Als ich noch in der Unwissenheit schlief, kam ich an einen Ort der Meditation voll heiliger Männer, und ich fand ihre Gesellschaft langweilig und den Ort ein Gefängnis; als ich erwachte, nahm mich Gott in ein Gefängnis und machte es zu einem Ort der Meditation und zu Seiner Zusammenkunft. – (Sri Aurobindo, Thoughts and Aphorisms)

Sri Aurobindo spielt auf seine Erfahrung im Gefängnis von Alipore an.

Was aber in diesem Aphorismus interessant ist, ist der aufgezeigte Gegensatz zwischen dem materiellen Gefängnis, in dem sein Körper eingesperrt war, während sein Geist – frei von allen Fesseln gesellschaftlicher Übereinkünfte und Vorurteile, entbunden von allen vorgefassten Meinungen und doktrinären Schranken – in unmittelbarer und bewusster Verbindung mit dem Göttlichen stand und eine erste Enthüllung des Integralen Yoga empfing. Auf der anderen Seite dagegen das mentale Gefängnis enger Regeln, woraus das Leben verbannt ist und worin sich oft jene einschließen, die auf das gewöhnliche Dasein verzichten, um sich, gestützt auf traditionelle und dogmatische Ideen, einem spirituellen Leben zu weihen.

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