Kapitel 12
Wunder im Mental
Was Sri Aurobindo betrifft, so weiß ich nur, was er mir mehrere Male gesagt hat. „Wunder“ nennen die Leute nur die Eingriffe in die stoffliche oder die vitale Welt. Und diese Eingriffe sind stets mit Regungen der Unwissenheit und Willkür vermischt. Aber unzählbar sind die Wunder, die Sri Aurobindo im Mental getan hat; doch konnte man sie natürlich nur sehen, wenn man eine gerade, aufrichtige Schau hatte – manche haben es gesehen. Hingegen weigerte er sich – das weiß ich –, irgendein vitales oder stoffliches Wunder zu tun, eben wegen dieser Vermischtheit.
Auch ist es eine Erfahrung, dass man beim gegenwärtigen Zustand der Welt notgedrungen einer Menge lügenhafter Elemente Rechnung tragen muss, wenn man ein unmittelbares vitales oder stoffliches Wunder tut – es wird einfach ein lügenhaftes Wunder, und das kann man nicht zulassen. Ich habe gesehen, was die Leute Wunder nennen, zu einer bestimmten Zeit habe ich viele gesehen; aber das bedeutete, dass einer Menge Dinge ein Daseinsrecht eingeräumt wurde, die für mich unzulässig sind. Was die Leute heutzutage „Wunder“ nennen, wird fast immer von Wesen der vitalen Welt bewerkstelligt oder von Menschen, die mit solchen in Verbindung stehen, und das ist ein Mischmasch – das lässt die Wirklichkeit, die Wahrheit gewisser Dinge gelten, die unwahr sind. Und auf dieser Grundlage wirkt es. Darum ist es unannehmbar.