Kapitel 12
Versucht es einfach für eine Stunde
Ich schlage vor, dass jeder von euch dies versuchen sollte, – oh! nicht lange, nur für eine Stunde jeden Tag. – Außer den absolut nicht zu vermeidenden Worten nichts sprechen. Nicht ein Wort mehr und nicht eines weniger.
Nehmt eine Stunde in eurem Leben, eine, die für euch am günstigsten ist, und beobachtet euch genau, – sprecht nur die ganz unentbehrlichen Worte.
Zu Beginn wird die erste Schwierigkeit darin bestehen zu wissen, was unbedingt notwendig ist und was nicht. Das ist schon ein Studium für sich, und jeden Tag wird es euch besser gelingen.
Als Nächstes werdet ihr sehen, dass es nicht schwer ist, absolut still zu sein, so lange niemand etwas sagt; sobald ihr aber zu sprechen beginnt, sagt ihr immer oder fast immer zwei oder drei, zehn oder zwanzig nutzlose Worte, die zu sprechen überhaupt nicht notwendig waren.
Ich gebe euch dies bis zum nächsten Freitag als Übung auf. Wir werden sehen, wie es euch gelingt. Ihr könnt mir am Ende der Woche, am Freitag, kurz berichten, wie es euch gelungen ist, – diejenigen, die es versucht haben.1
1 In der nächsten Freitags-Klasse erklärte die Mutter: „Ich habe eure Notizen zur Kontrolle des Sprechens gelesen. Einige haben es sehr ernsthaft versucht. Ich bin glücklich über das Ergebnis. Ich glaube, es wird für alle gut sein, wenn ihr damit fortfahrt. Einige haben mir etwas geschrieben, was sehr wahr ist: wenn man damit anfängt, hat man keinen Grund, damit aufzuhören. Man beginnt mit einer Stunde täglich, aber es wird eine Art Notwendigkeit, eine Gewohnheit, und man macht ganz natürlich weiter damit. Wenn euer Üben wirklich dieses Resultat hat, wird es eine ausgezeichnete Sache sein.“ (CWM Vol. 3, p. 263)