Kapitel 11

Richtige Arbeitsweise

Worte der Mutter

Wenn du tust, was du zu tun hast – ganz gleich was, welche Arbeit auch immer –, wenn du dabei darauf bedacht bist, das Göttliche nicht zu vergessen und du dem Göttlichen das, was du tust, darbringst, wenn du dich dem Erhabenen dergestalt zu geben versuchst, dass Er all deine Reaktionen wandeln kann – statt dass sie ichbezogen, kleinlich, dumm und unwissend bleiben –, lässt du sie zu etwas Hellem und Großzügigem werden, dann hast du einen Fortschritt gemacht. Und nicht nur hast du selbst einen Fortschritt gemacht, sondern auch dem allgemeinen Fortschritt geholfen. Ich habe noch nie gesehen, dass Leute, die alles liegenließen, um in einer mehr oder weniger leeren Kontemplation zu sitzen (denn sie ist mehr oder weniger leer), Fortschritte gemacht hätten oder höchstens ganz winzige. Ich habe aber Menschen gesehen, die keinerlei Anspruch erhoben, Yoga zu üben, sondern einfach begeistert waren von der Idee der irdischen Transformation und der Herabkunft des Göttlichen auf die Welt, und die ihr bisschen Arbeit mit dieser Begeisterung im Herzen machten, indem sie sich ganz und gar, rückhaltlos gaben, ohne eigensüchtige Vorstellung von persönlichem Heil; und diese habe ich großartige, wirklich großartige Fortschritte machen sehen. Manchmal sind sie tatsächlich bewundernswürdig. Ich habe Sanyasins, Wandermönche, gesehen, auch Klosterleute, auch erklärte Yogis – und für zehn solche würde ich nicht einen von den anderen hergeben (ich meine vom Standpunkt der irdischen Transformation und des Fortschritts der Welt aus, eben alles dessen, was wir anstreben: dass diese Welt nicht länger bleibt, was sie ist, sondern tatsächlich das Werkzeug des göttlichen Willens werde, erfüllt vom göttlichen Bewusstsein). Durch Davonlaufen änderst du die Welt bestimmt nicht. Sondern indem du an ihr arbeitest, bescheiden, demütig, aber mit einer Flamme im Herzen – mit etwas, das wie eine Opfergabe brennt.

Worte Sri Aurobindos

Du musst die richtige Einstellung nicht nur in deiner inneren Konzentration, sondern auch in deinen Tätigkeiten und Bewegungen einnehmen. Wenn du das tust und alles der Führung der Mutter unterordnest, wirst du sehen, dass Schwierigkeiten beginnen abzunehmen oder viel leichter überwunden werden, und alles zunehmend reibungsloser verläuft.

Bei deiner Arbeit und in deinen Handlungen musst du dasselbe tun, wie bei deiner Konzentration. Öffne dich der Mutter, überlasse alles ihrer Führung, rufe den Frieden herbei, die unterstützende Kraft, den Schutz und‚ damit diese wirken können, weise alle falschen Einflüsse zurück, die ihnen in den Weg kommen könnten, indem sie falsche, achtlose oder unbewusste Bewegungen verursachen.

Folge diesem Prinzip, und dein ganzes Wesen wird eins werden, unter einem Gesetz, im Frieden, in schützender Kraft und behütendem Licht.

Worte Sri Aurobindos

Du musst erkennen, dass dein Erfolg zuerst und immer darauf beruht, die richtige Haltung und eine seelische und spirituelle Atmosphäre zu bewahren und der Kraft der Mutter zu erlauben, durch dich zu wirken…

Soweit ich es aus deinen Briefen beurteilen kann, nimmst du deren Hilfe zu sehr als etwas Gegebenes hin und legst den hauptsächlichen Nachdruck auf deine eigenen Ideen, Pläne und Ansichten über die Arbeit; diese jedoch, ob gut oder schlecht, richtig oder falsch, müssen notgedrungen fehlschlagen, wenn sie nicht Instrumente der wahren Kraft sind. Du musst immer konzentriert sein, immer die Lösung aller Schwierigkeiten der Kraft anvertrauen, die dir von hier gesandt wird, du musst sie immer wirken lassen und nicht durch dein eigenes Mental und deinen gesonderten vitalen Willen oder Impuls ersetzen…

Fahre mit deiner Arbeit fort und vergiss niemals die Bedingungen für den Erfolg. Verliere dich nicht in der Arbeit oder in deinen Ideen oder Plänen und vergiss nicht, in ständiger Fühlung mit der wahren Quelle zu bleiben. Weder ein mentaler noch ein vitaler Einfluss noch der Einfluss der umgebenden Atmosphäre noch deine gewöhnliche menschliche Mentalität dürfen sich zwischen dich und die Macht und Gegenwart der Mutter stellen.

Worte Sri Aurobindos

Es ist wahr, dass die Kraft ohne jede Anstrengung deinerseits wirksam werden kann. Es ist nicht die Anstrengung, sondern die Zustimmung des Wesens, die sie zum Wirken braucht.

Worte Sri Aurobindos

Nun, das ist die Idee des Yoga – dass man durch die richtige Passivität sich etwas Größerem als dem eigenen begrenzten Selbst öffnet, und eine Anstrengung dient allein dazu, dass dieser Zustand erreicht wird. Selbst im gewöhnlichen Leben ist der einzelne nur ein Instrument in den Händen einer Universalen Energie, obwohl sein Ego aus allem, was er tut, den Nutzen zieht.

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