Kapitel 1

Unterschied zwischen Yoga und Religion

Liebe Mutter, was ist der Unterschied zwischen Yoga und Religion?

Oh, mein Kind! … Das ist, als ob du mich fragtest: Was ist der Unterschied zwischen einem Hund und einer Katze!

Stelle dir jemanden vor, der irgendwie von so etwas wie dem Göttlichen gehört oder der persönlich das Gefühl hat, dass es so etwas wie einen Gott gibt, und der allerhand Mühen auf sich zu nehmen beginnt: Anstrengungen des Willens, der Disziplin, der Konzentration, alle möglichen Bemühungen, dieses Göttliche zu finden, um zu entdecken, was Es ist, um Einsicht in Es zu gewinnen und sich mit Ihm zu vereinigen. Dann macht diese Person Yoga.

Wenn nun diese Person alle Verfahren, die sie anwandte, aufgeschrieben hat, und wenn sie ein festes System errichtet, und wenn sie alles, was sie entdeckt hat, zu absoluten Gesetzen erhebt – sie sagt etwa: „Das Göttliche ist so und so, um das Göttliche zu finden, muss man es so und so machen, die und die Gebärde ausführen, die und die Haltung einnehmen, die und die Zeremonie vollziehen“, und man muss dies als die Wahrheit annehmen und sagen: „Ich erkenne dies als die Wahrheit an, und ich bin ganz und gar ihr Anhänger, und diese Methode ist die einzig richtige, die einzige, die es gibt“ –, wenn dies alles niedergeschrieben, geordnet und mit festgelegten Gesetzen und Zeremonien geregelt ist, wird das eine Religion.

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